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Lex Warren E-Book

Lex Warren E-Book

Titel: Lex Warren E-Book
Autoren: Hanna Julian
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1. Kapitel
     
    Der Raum war schwach beleuchtet. Im hinteren Teil waren zwei unbekleidete Personen auszumachen. Mit einem dumpfen Geräusch wurde der schlanke Körper eines Mannes im mittleren Alter gegen die Wand des gläsernen Raumteilers gepresst. Sein Kopf war kahl, sein Gesicht markant, die Augen dunkel und voller Feuer. Keuchen drang aus seinem Mund, es klang äußerst erregt. Hinter ihm stand Lex Warren und versenkte sein erigiertes Glied in dem verführerisch engen Anus des Mannes. Unter den harten Stößen wurde das Keuchen lauter und lauter.
    „Ja, das gefällt dir! Ich weiß, dass du das brauchst! Ich brauche es auch! Einen … richtig … harten … tiefen … Fick!“
    Bei jedem Wort brachte sich Lex bis zum Anschlag in den Hintern, dann verharrte er und genoss den süßen Moment, als das Pulsieren in seinem Glied durch den befreienden Orgasmus die Krönung fand. Hemmungslos pumpte er sein Sperma in den warmen Körper, füllte ihn und besaß ihn somit auf die Weise, wie der andere es wollte. Er feuerte ihn mit Worten an, die Lex rau aufstöhnen ließen. Das derbe Vokabular war das, was Lex jetzt brauchte. Nicht weichgespülten Romantik-Mist, sondern scharfe und klare Ausdrücke, die deutlich machten, worum es ging, und die ihn so sehr anstachelten, dass er den Höhepunkt richtig auskosten konnte.
    „Kannst du nicht zur Abwechslung mal einen echten Menschen vögeln?“, erklang eine Stimme von der Tür her. Lex’ Kopf wirbelte herum. „SHP beenden!“, bellte er und griff nach einem Handtuch, das über einer Stuhllehne hing. Der Mann vor ihm wurde zu einem rasant kleiner werdenden Lichtstrahl und verschwand im Nichts.
    „Scheiße, Benahra, du hast den Zugangscode zu meiner Wohnung nur für Notfälle!“ Er schlang sich das Handtuch um den Unterleib, sein muskulöser Körper war von Schweiß bedeckt. Die Frau namens Benahra betrachtete ihn selbstbewusst und ohne Hemmungen. Lex fragte sich, ob die Frauen der Rasse der Dolexiden, zu der sie gehörte, tatsächlich ihre Männer systematisch versklavten. Laut den Mythen konnten sie gar nicht anders, da diese Form der ungleichen Partnerschaft in den Genen der jeweiligen Geschlechter verankert sein sollte. Lex zweifelte keine Sekunde daran. Die außerordentlich schöne Frau hatte vor allem eines: eine starke und mitunter sogar furchteinflößende Ausstrahlung, zudem ein äußerst freches Mundwerk. Bei ihm selbst hielt sie sich meist zurück, doch Männer, die weniger Biss hatten, waren ihr hoffnungslos unterlegen. Lex arbeitete gerne mit ihr zusammen, aber ihr Eindringen in seine Wohnung hatte ihn wütend gemacht. Er fuhr sich mit der Hand durch das dunkle Haar und seine grünen Augen schickten ihr einen warnenden Blick. Sie schulterte die Tasche neu, die sie bei sich trug, bückte sich mit einem lasziven Lächeln und hob Lex’ Shorts auf, um sie ihm hinzuhalten. Er riss ihr das Kleidungsstück aus der Hand, ließ das Handtuch fallen und schlüpfte in die Unterhose. Benahra ließ ihren Blick während der Aktion auf seine Körpermitte gerichtet.
    „Weißt du, im Vergleich zu anderen Erdenmännern bist du nicht schlecht ausgestattet. Ich begreife nicht, warum du es vorziehst, das Sexual Hologramm Programm zu benutzen und es mit Typen zu treiben, die sich nach dem Akt in Luft auflösen.“
    „Ich benutze das SHP, weil sie sich nach dem Sex in Luft auflösen. Um ehrlich zu sein, Benahra, würde ich es begrüßen, wenn du dich jetzt ebenfalls in Luft auflöst, sonst könnte es sein, dass ich dir deinen hübschen schlanken Hals umdrehe, weil du nicht nur meine Privatsphäre verletzt, sondern meine Intimsphäre. Ich weiß ja nicht, wie ihr das auf eurem Planeten handhabt, aber wenn ich Sex habe, kann ich auf Überraschungsbesuch gut verzichten!“
    „Stell dich nicht so an. Du siehst gut aus beim Sex, und du riechst ganz passabel … für einen Menschen, meine ich.“ Sie sog demonstrativ tief Luft durch die Nase ein.
    Lex starrte sie finster an. „Also, warum bist du hier?“
    Benahras grünlich schimmernde Haut wurde eine Nuance dunkler, was ein deutliches Zeichen dafür war, dass sie sich einem ernsten Thema zuwandte.
    „Es handelt sich tatsächlich um einen Notfall. Es geht um einen Auftrag, den du sofort übernehmen musst.“
    „Welchen Auftrag ich übernehme und welchen nicht, entscheide immer noch ich! Du bist meine Kontaktperson zur Regierung, nicht mein Boss, ist das klar?“
    Benahra sah gekränkt aus, aber sie hatte sich schnell gefangen.

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