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Kiss and kill: Thriller (German Edition)

Kiss and kill: Thriller (German Edition)

Titel: Kiss and kill: Thriller (German Edition)
Autoren: Beverly Barton
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neues Spiel.«
    Griffs Herzschlag legte ein paar Takte zu. Verdammt! War der Kerl echt?
    »Cary Maygarden hatte einen Partner«, sagte Griffin.
    Wieder Lachen. »Sehr gut, Griffin. Wirklich sehr gut.«
    Griffs Gefühl sagte ihm, dass der Anrufer jener Partner war, der davongekommen war, weil niemand von seiner Existenz wusste. Einzig Griff und Special Agent Nic Baxter glaubten, dass Maygarden einen Partner gehabt hatte. Doch egal wie sich Nic bemühte, ihre Vorgesetzten zu weiteren Ermittlungen in dem Fall zu überreden, die Akte wurde geschlossen, da keine hieb- und stichfesten Beweise vorlagen, die auf einen zweiten Täter verwiesen.
    »Wann planen Sie, Ihr neues Spiel zu beginnen?«, fragte Griffin.
    »Oh, ich habe schon eröffnet.«
    Griff wurde fast schlecht. Dieser Irre hatte schon wieder getötet?
    »Wann?«, fragte er.
    »Ich gebe Ihnen einen Tipp. Stillwater, Texas, vor vier Wochen.«
    Ehe Griff etwas sagen konnte, war die Leitung tot. Der Anrufer hatte aufgelegt.

    Während Blitze über den Himmel zuckten und Donnergrollen durch die Berge hallte, kuschelte Nic sich in den extrabreiten Sessel in einer Ecke der holzverkleideten Hütte. Das Taschenbuch, in dem sie gelesen hatte, lag aufgeschlagen in ihrem Schoß, und sie hatte Mühe, wach zu bleiben. Ohne den krachenden Donner zwischendurch wäre sie wohl schon längst eingeschlafen.
    Plötzlich schlug ein Blitz in der Nähe ein, so dass Nic aus ihrem Halbdämmer aufschrak. Gütiger Himmel! Das war verflucht nahe. Als sie sich bewegte, fiel ihr das Buch mitsamt der leichten Baumwolldecke, die sie sich über die Beine gelegt hatte, zu Boden. Ein Schwall kühler Luft aus dem nicht weit entfernten Bodenventilator strich ihr über die Beine, so dass Nic eine Gänsehaut bekam.
    Sie wollte gerade beides wieder aufheben, da hörte sie ihr Handy klingeln. Warum hatte sie das blöde Ding nicht einfach ausgeschaltet? Schließlich war sie offiziell im Urlaub, also konnte der Anruf nicht beruflich sein. Was wiederum bedeutete, es war privat, sprich: ihre Mutter, ihr Bruder oder ihre Cousine Claire.
    Falls es ihre Mutter war, würde sie wieder anrufen, und wieder und wieder und wieder, bis Nic endlich abnahm. Ihr Bruder würde eine Nachricht hinterlassen und Nic ihn zurückrufen. Charles David und sie standen sich ihr ganzes Leben schon sehr nahe, obwohl sie dreitausend Meilen voneinander entfernt lebten, er in San Francisco und sie in Woodbridge, Virginia. Sie telefonierten häufig und besuchten sich mindestens einmal im Jahr.
    Und sollte es Claire sein, würde sie Nic von den neuesten Errungenschaften des zweijährigen Michael erzählen wollen. So gern sie Claire mochte und es liebte, alles über ihren Patensohn Michael zu erfahren, war nun doch bald ein gewisser Sättigungspunkt erreicht. Sollte Nic ehrlich sein, war sie bisweilen neidisch auf Claire. Sie beneidete sie um ihre wundervolle Ehe, ihr bezauberndes Kind, ihr echtes Glück.
    Nic trat die Baumwolldecke auf dem Boden beiseite und ging quer durchs Wohnzimmer zu dem Tischchen, auf dem sie gestern Abend ihre Handtasche, das Schlüsselbund und das Handy abgelegt hatte.
    Als sie aufs Display sah, stellte sie fest, dass ihr die Nummer fremd war. So viele Leute kannten ihre Handynummer eigentlich nicht, also falls dies kein Verwähler war …
    Sie klappte den kleinen Apparat auf. »Hallo, Nicole Baxter am …«
    »Hallo, Nicole Baxter. Wie schön, ihre liebreizende Stimme zu hören.«
    »Wer ist da?«
    »Ein Mann, der Ihre Schönheit und Ihren Verstand bewundert.«
    »Woher haben Sie meine Handynummer?«
    »Ich habe da meine Quellen.«
    »Okay, ich lege jetzt auf. Rufen Sie nie wieder an.«
    »Nein, legen Sie noch nicht auf. Lassen Sie mich Ihnen erst mal die gute Nachricht mitteilen.« Er machte eine Pause, um die Spannung zu steigern. »Es steht ein neues Spiel an.«
    Nic bekam furchtbares Herzklopfen. »Was haben Sie gesagt?«
    Ein Lachen erklang, finster und böse, bei dem es Nicole eiskalt den Rücken herunterlief.
    »Und, sind Sie jetzt froh, dass Sie nicht aufgelegt haben?«
    »Was für ein Spiel?«, fragte Nic, wenngleich sie die Antwort bereits kannte – und fürchtete.
    »Was wissen nur Sie, ich und Griffin Powell über den Beauty-Queen-Killer?«
    Nic schaffte es gerade noch, ihren stummen Schrei zu unterdrücken. »Cary Maygarden handelte nicht allein. Es waren zwei Mörder.«
    »Sehr aufmerksam von Ihnen, meine liebe Nicole. Nun, ich gestatte Ihnen und Griffin, an meinem neuen Spiel teilzunehmen. Und hier

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