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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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dafür aber nicht«, meinte Phil. »Gut, dass wir schneller waren. Hast du schon was von Bill Roders gehört, Jerry?«
    Die Tür öffnete sich und Helen kam mit dem Kaffee herein, den wir alle dankend annahmen.
    »Er schrieb mir eine SMS, dass er mir die Daten geschickt hat, ich habe sie aber noch nicht gesehen. Steht als Nächstes auf dem Plan«, antwortete ich, als Helen wieder gegangen war.
    »Wenn Sie was Relevantes entdecken, informieren Sie mich«, bat Mr High. »Wie wir gestern besprochen haben, wird Wilson zusammen mit Bentstone heute zunächst im NBC-Studio sein. Wir haben noch andere Agents dort, ich werde einen anweisen, ein Auge auf Wilson zu halten. Sie überprüfen die Daten bezüglich Wilson, dann sehen wir weiter.«
    Wir tranken unseren Kaffee aus und gingen dann in unser Büro. Ich fuhr meinen Computer hoch, rief die Daten, die Bill Roders zusammengestellt hatte, ab und wir studierten sie gemeinsam.
    Für die Kürze der Zeit hatte Bill viel zusammengetragen, wobei er sich wie besprochen hauptsächlich auf Schlüsselereignisse und Informationen, die die jüngere Vergangenheit betrafen, konzentriert hatte. Der allgemeine Lebenslauf war bekannt und vom Secret Service überprüft worden, bevor er überhaupt dort angefangen hatte, und sicher auch zwischendurch immer wieder, wenn es um spezielle Aufgaben ging.
    Wilson wohnte allein in einem guten Stadtviertel von Washington. Er hatte bis vor etwa einem Jahr eine feste Beziehung gehabt, die dann in die Brüche gegangen war. Danach hatte er sich mit verschiedenen Frauen getroffen, mit manchen mehrmals, mit manchen nur einmal. Bill hatte eine Liste mit den Namen der Frauen beigefügt, soweit er sie herausgefunden hatte.
    In seiner Freizeit ging Wilson gerne Klettern oder er sah sich Filme an. Gelegentlich machte er Ausflüge in andere Städte, so zum Beispiel war er vor etwa einem halben Jahr ein paar Mal in New York gewesen. Ansonsten hatte er auch noch Chicago, Boston oder andere Ostküstenstädte besucht.
    Wenn er in Washington ausging, besuchte er meistens denselben Pub in seiner Nachbarschaft. Außerdem ging er regelmäßig entweder spanisch oder italienisch essen.
    Viele Freunde hatte er nicht, wenn er privat etwas mit einem anderen unternahm, dann war es sein Partner Lewis Hamilton. Früher hatten sie häufiger gemeinsam etwas unternommen, im letzten Jahr war es weniger geworden.
    Hamiltons Schwester, die ebenfalls in Washington lebte und die Bill befragt hatte, hatte ausgesagt, dass das an Wilson gelegen habe. Ihr Bruder habe dessen schlechte Laune auf die Trennung von seiner Freundin geschoben. Er habe wiederholt versucht, Wilson aufzumuntern, was ihm jedoch nicht gelungen war. Erst in der letzten Zeit schien Wilson sich zu erholen, doch dann passierte das Unglück mit ihrem Bruder.
    Familie hatte Wilson nicht, seine Eltern waren schon vor Jahren gestorben, andere Verwandte gab es nicht.
    »Okay, und was hilft uns das?«, fragte ich. »Er ist vor einem halben Jahr mehrmals in New York gewesen, da könnten wir ansetzen, aber richtig viel sagt uns das nicht.«
    »Warte mal, da ist noch was«, sagte Phil, öffnete eine Datei, in der die bisherigen Ermittlungsergebnisse gespeichert waren, und überprüfte etwas.
    »Ich hab’s«, rief er dann aufgeregt und deutete auf einen Namen in dem Dokument, das er geöffnet hatte. »Hier, Lisa Maria Evans, mit der ist er vor etwa einem halben Jahr ein paar Mal ausgegangen. Sie ist die Ex-Freundin von Lundgrens Sohn. Nach der Trennung von ihm ist sie nach Washington gezogen. Und Wilsons Treffen mit ihr waren kurz bevor er nach New York gefahren ist.«
    »Super«, sagte ich erleichtert. Endlich gab es eine heiße Spur! »Wissen wir noch etwas über Miss Evans?«
    »Noch nicht«, antwortete Phil, »aber das wird sich schnell ändern. Ruf du Roders an, vielleicht weiß er etwas, ich checke unsere Datenbanken, und dann nehmen wir uns das Internet und wenn möglich die Dame selbst vor.«
    Genau so gingen wir vor.
    »Bill, hier ist Jerry«, begrüßte ich meinen Helfer aus Washington, als ich ihn am Hörer hatte. »Vielen Dank für die schnelle Erledigung. Ich habe noch eine Frage. Du schreibst, dass Wilson sich mehrfach mit Lisa Maria Evans getroffen hat. Weißt du irgendwas über die Dame?«
    »Lass mich kurz in meinen Notizen nachschauen«, sagte er und ich hörte Papier rascheln. Dann war wieder seine Stimme zu hören. »Ja, hier ist es. Der Wirt in Wilsons Pub ist ein redseliger Mann und stolz auf seinen

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