Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele

Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele

Titel: Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele
Autoren: Jude Watson
Ads
Gerüchte, dass außerhalb der Stadt ein illegales Podrennen stattfinden soll.«
    Anakin interessierte sich plötzlich sehr für diese Unterhaltung.
    Siri runzelte die Stirn. »Davon haben wir nichts gehört.«
    Liviani nickte. »Podrennfahrer aus der ganzen Galaxis sind bei der Ankunft auf Euceron beobachtet worden. Uns ist zu Ohren gekommen, dass sie sich an der nördlichen Stadtgrenze bei den großen Dordon-Höhlen sammeln, deren ausgedehnte Kanäle und Tunnels sich unglücklicherweise für diesen selbstmörderischen Sport eignen.«
    »Podrennen ist auf den Kernwelten illegal«, sagte Bog voller Missfallen. »Wenn ich Senator wäre - ich kandidiere übrigens auf meinem Heimatplaneten Nuralee als Senator -, würde ich mich für ein neues Gesetz einsetzen, das Podrennen galaxisweit verbietet. Dieser Sport fördert nur das Glücksspiel und die Gewalt.« Bog warf Liviani einen schnellen Blick zu, um zu sehen, ob sie seiner Erklärung zustimmte.
    Liviani allerdings ignorierte ihn weiterhin. »Unser Problem ist offensichtlich«, sagte sie zu den Jedi. »Die Regierende Macht befürchtet negative Publicity, weshalb sie auch fordert, dass wir die Gerüchte einfach ignorieren. Wenn Teilnehmer des Podrennens in den Höhlen umkommen, wird es offiziell niemanden interessieren.« Liviani zog ihre zarten Augenbrauen zusammen. »Aber die Regierende Macht unterschätzt die Popularität dieser Rennen. Alle werden Wind davon bekommen. Es wird gewettet werden und Zuschauer werden den Austragungsort herausfinden - sicherlich auch solche, die auf ihren Heimatplaneten bedeutend sind. Wir können die Sicherheit der Leute nicht garantieren.«
    »Die Spiele müssen reibungslos ablaufen«, fügte Bog hinzu. »Auf jeden Fall.«
    Anakin hört die Stimmen kaum noch. Seine Gedanken hatten angefangen zu rasen, als er das Wort >Podrennen< gehört hatte. Seit seiner Zeit als Sklave auf Tatooine hatte er keines mehr gesehen - geschweige denn an einem teilgenommen.
    Es war, als würde plötzlich die Wolkendecke über ihm aufreißen und als könnte er die heißen Strahlen der Sonnen über Tatooine in seinem Nacken fühlen. Er spürte den knirschenden Sand zwischen den Zähnen. Und er spürte, wie dieselbe Leidenschaft in ihm aufkam, die ihn auch als Jungen getrieben hatte. Es war das einfachste, aber mächtigste Gefühl, das er kannte: der Wille zu siegen.
    Anakin spürte den Blick seines Meisters, so als hätten seine sich aufbäumenden Gefühle Obi-Wan wie ein warnender Finger berührt. Eine Maske der Ausgeglichenheit kam über Anakins Gesicht. In Augenblicken wie diesem, in denen sein Blut zu kochen schien, konnte er sie einfach aufsetzen.
    Liviani redete noch immer und Obi-Wan wandte sich wieder zu ihr um. Anakin sah äußerlich ruhig, aber interessiert zu. Doch in seinem Innern. war er ein Sklavenjunge, der darauf brannte, am Rennen teilzunehmen.

Kapitel 3

    Denkt er wirklich, er könnte mich täuschen?
    Obi-Wan war die Irritation über seinen Padawan nicht anzumerken. Anakins Versuch, seine Aufregung zu verbergen, mochte bei den anderen vielleicht funktionieren, Obi-Wan jedoch spürte, dass etwas in der Luft lag. Er hatte es nie gesehen, wie Anakin an einem Podrennen teilgenommen hatte und Qui-Gon hatte ihm nicht allzu viel erzählt; er wusste jedoch, wie gefährlich Podrennen waren. Da saßen Piloten in offenen Cockpits und steuerten zerbrechliche Fahrzeuge, die von gewaltigen Triebwerken angetrieben waren, die wiederum mit flexiblen Seilen an den Pilotenkapseln befestigt waren. Obi-Wan konnte sich vorstellen, dass für Anakin die Aussicht unwiderstehlich war, seine außergewöhnlichen Talente und schnellen Reflexe noch einmal in einem solchen Rennen auszuprobieren.
    Doch das wäre eines Jedi unwürdig. Jedi strebten nicht nach derartigen Nerven kitzeln.
    Obi-Wan konnte verstehen, dass man kurz an seine Vergangenheit erinnert wurde. Er ging davon aus, dass sein Padawan das überwinden würde. Ein Verlangen nach solchen Dingen war in seinen Augen kindisch. Sobald sie allein wären, würde er mit Anakin darüber reden.
    »Obi-Wan, mein Freund?« Didi sprach ihn leise von der Seite an. »Kann ich Euch kurz sprechen?«
    Liviani hatte eine Nachricht auf ihrem Comlink bekommen und sich abgewendet. Obi-Wan folgte Didi ein paar Schritte zur Seite.
    »Ich wollte nur sagen«, begann Didi und strich sich die Tunika mit seinen kurzen Fingern glatt, »wie mein gesamtes Sein von Freude erfüllt ist, Euch und Euer gut aussehendes und nobles Gesicht

Weitere Kostenlose Bücher

Herrlich und in Freuden
Herrlich und in Freuden von Compton Mackenzie
Seelenband
Seelenband von E Zeißler
Schwanengrab
Schwanengrab von Petra Schwarz