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Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele

Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele

Titel: Jedi Quest 04 - Tödliche Spiele
Autoren: Jude Watson
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respektierter Padawan wie Ferus.
    Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder Siri und Obi-Wan zu, die sich jetzt leise unterhielten.
    »... in dieser Menge«, sagte Obi-Wan gerade. »Es war nicht leicht, überhaupt in eure Nähe zu kommen.«
    »Und wo waren die Sicherheitskräfte?«, fragte Siri. »Ich habe überall getarnte Agenten gesehen, aber als wir sie brauchten, waren sie seltsamerweise verschwunden.«
    »Vielleicht sollten nicht so viele von ihnen unter Tarnung arbeiten«, meinte Obi-Wan. »Ein paar von ihnen sollten sichtbarer sein.«
    Siri runzelte die Stirn. »Die Euceroner hassen die Sicherheitskräfte. Deshalb tragen sie zivil. Und doch müsste angesichts so vieler Besucher die Wahrung des Friedens das oberste Ziel sein.«
    »Ich werde mit Liviani Sarno darüber reden«, sagte Obi-Wan. Er meinte damit die Vorsitzende des Rates der Spiele.
    Anakin konnte es nicht glauben. Obi-Wan hatte Siri schon so lange nicht mehr gesehen und redete nur von der Mission! Anakin hatte großen Respekt vor Obi-Wans Weisheit, doch manchmal fragte er sich, wie sein Meister eine Verbindung zur lebendigen Macht finden konnte, wenn er seine Gefühle immer so sehr unterdrückte.
    »Anakin!« Anakin hörte den begeisterten Ruf hinter ihm und wirbelte herum. Da sah er, wie Tru Veld neben seinem Meister - dem großen, schweigsamen Ry-Gaul - über den Platz lief. Tru streckte einen seiner langen, biegsamen Arme aus und gab mit einem überschwänglichen Winken seine Freude über das Wiedersehen kund. Anakin und er waren im selben Jahrgang im Tempel ausgebildet worden, doch erst nach ihrer beider Aufnahme als Padawan waren sie Freunde geworden.
    Ry-Gaul nickte Obi-Wan und Siri zu, als er näher kam, sagte aber nichts. Die drei Meister standen beisammen, um sich zu besprechen und ließen die drei Padawane allein.
    »Ich kann mich einfach nicht entscheiden, und du?«, fragte Tru Anakin mit aufgeregt hin und her hüpfenden Augen. Sie hatten die Farbe der silbernen Seen von Teevan, seines Heimatplaneten, und wenn er aufgeregt war, glitzerten sie wie Sonnenlicht auf den Wellen.
    Anakin war es gewohnt, dass Tru eine Unterhaltung mitten im Thema begann. Er sah ihn mit einer hoch gezogenen Augenbraue an.
    »Welchen Wettkampf ich mir ansehen soll«, erklärte Tru. »Alle scheinen spannend zu sein.«
    »Wir sind hier, um den Frieden zu wahren«, sagte Ferus. »Nicht, um uns zu vergnügen.«
    Anakin war sofort genervt. Ferus konnte einem die Laune schneller verderben als eine doppelte Nova. Tru, der von Natur ein sonniges Gemüt hatte, schüttelte einfach nur den Kopf und stupste Ferus mit der Schulter an. »Entspann dich, Kumpel. Ich kann den Frieden wahren und mir trotzdem die Spiele ansehen. Sogar unsere Meister werden uns das gestatten.«
    »Wir haben unsere Anweisungen noch nicht bekommen«, sagte Ferus.
    »Ich bin mir sicher, unsere Anweisungen werden lauten, um jeden Preis zu vermeiden, dass wir uns amüsieren«, sagte Tru zu Ferus in einem ernsten Ton, der zweifellos ironisch gemeint war. In seinen Augen funkelte stilles Vergnügen.
    Ferus seufzte. »Alle Padawane wollen, dass ich mich entspanne,« sagte er. »Ich bin eben nicht so.«
    Siri, Ry-Gaul und Obi-Wan drehten sich von ihrer Besprechung um und kamen zu ihren Padawanen.
    »Wir haben beschlossen, dass ihr Drei eine Weile allein losziehen könnt«, sagte Obi-Wan zu ihnen. »Aber achtet darauf, dass eure Comlinks immer empfangsbereit sind.«
    Anakin und Tru warfen sich aufgeregte Blicke zu. Ein solches Glück hatten sie nicht erwartet. Sie hatten zwar gehofft, hier einander über den Weg zu laufen, aber jetzt konnten sie sogar gemeinsam ein paar der Spiele anschauen! Anakin würde sogar
    Ferus ertragen, wenn das bedeutete, dass er ein wenig Zeit mit Tru verbringen konnte.
    »Ich habe Kontakt mit Liviani Sarno aufgenommen«, sagte Obi-Wan zu ihnen. »Sie ist auf dem Weg hierher. Nachdem sie uns über alles informiert hat, könnt ihr gehen. Zum Abendessen treffen wir uns dann in der Unterkunft der Spiele.«
    Nur ein paar Augenblicke später sahen sie eine große Euceronerin auf sie zukommen. Sie trug eine scharlachrote, mit orangefarbenen und goldenen Mustern bestickte Robe und eine Krone aus Zöpfen, in die glitzernde Juwelen eingeflochten waren. Es war nicht schwer, Liviani Sarno in der Menge auszumachen. Sie war in Begleitung von drei Leuten und Anakin stellte überrascht fest, dass er zwei davon kannte. Er hatte Didi und Astri kennen gelernt, als die beiden noch das kleine Café auf

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