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in neuen Abenteuern

in neuen Abenteuern

Titel: in neuen Abenteuern
Autoren: Enid Blyton
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Wiedersehen in Lindenhof
     
    „Drei Wochen Ferien!“ Hanni Sullivan setzte sich im Bett auf. Es war der erste Morgen der Osterferien. „Hoffentlich haben wir schönes Wetter!“
    Ihre Zwillingsschwester Nanni gähnte und drehte sich auf die andere Seite. „Herrlich, nicht so früh aufstehen zu müssen!“, sagte sie träge. „Ich schlafe noch ein Weilchen.“
    „Ich nicht“, meinte Hanni und hüpfte aus dem Bett. „Nanni, draußen ist es so schön. Steh auf und komm mit in den Garten.“
    Doch Nanni schlief schon wieder. Hanni zog sich an und rannte die Treppe hinunter. Sie war glücklich. Der erste Ferientag war immer irgendwie toll. Alles zu Hause schien neu und aufregend.
    Ich gehe gern in die Schule – aber Ferien habe ich noch lieber, dachte Hanni. Ah, da ist die erste Osterglocke – und Veilchen gibt es auch schon!
    Beide Schwestern genossen den ersten Ferientag, aber jede tat es auf ihre Weise. Nanni verbrachte die Zeit mit seligem Nichtstun, Hanni dagegen konnte nicht still sitzen und rannte überall herum. Die Mutter lachte, wenn sie ihre Zwillinge beobachtete.
    „Ihr gleicht euch wie ein Ei dem anderen“, sagte sie, „dennoch seid ihr grundverschieden. Hoffentlich hält das gute Wetter an, dann werdet ihr schön braun. Genießt eure Ferien, bald sind die drei Wochen vorbei.“
    „Aber Mutter – drei Wochen sind eine lange Zeit, fast eine Ewigkeit“, meinte Hanni.
    Nun – die Ewigkeit schrumpfte schnell zusammen. Bald war eine Woche vorbei, dann die zweite und schließlich waren die letzten Ferientage da.
    An einem besonders schönen Nachmittag besuchten die Zwillinge ihre Freundin Karin Johnston. Sie wollten zusammen Tennis spielen. Leider hatten sie nicht viel Freude am Spiel, denn das vierte Mädchen, Winnie, spielte miserabel.
    Als Winnie für ein paar Minuten ins Haus lief, entschuldigte sich Karin: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, was sie heute hat“, sagte sie. „Sonst ist Winnie großartig. Anscheinend fühlt sie sich nicht wohl. Sie sprach von Kopfweh.“
    Die arme Winnie fühlte sich wirklich nicht wohl. Noch am gleichen Abend bekam sie Mumps. Ihre Mutter rief bei Karins Eltern an. „Es tut mir sehr leid“, sagte sie, „Winnie hat Mumps bekommen. Hoffentlich hat Karin den schon gehabt, sonst muss sie eine Weile in Quarantäne bleiben, damit sie niemanden ansteckt.“
    „Doch, Karin hat ihn gehabt“, erwiderte Frau Johnston. „Aber ich weiß nicht, wie es mit den Sullivan-Zwillingen steht. Ich will mich gleich erkundigen.“
    Das Telefon läutete, als die Zwillinge ihr Abendbrot aßen. Frau Sullivan ging zum Apparat. Sie sah besorgt aus, als sie zurückkam.
    „Was ist los?“, fragte Herr Sullivan.
    „Frau Johnston war am Apparat“, sagte die Mutter. „Hanni und Nanni waren heute Nachmittag bei Karin, um Tennis zu spielen. Winnie Vollmar war auch dort. Jetzt erfahre ich gerade, dass sie mit Mumps im Bett liegt – und unsere Kinder haben ihn noch nicht gehabt.“
    „Wir haben uns sicher nicht angesteckt“, meinte Hanni. „Wir sind überhaupt nicht nahe an sie herangekommen.“
    „Das ist ja ganz schön“, sagte die Mutter. „Trotzdem könnt ihr euch angesteckt haben. Und deshalb müsst ihr beide vorerst zu Hause bleiben. Ihr werdet ein oder zwei Wochen später zur Schule zurückkehren.“
    Die Zwillinge starrten sie entsetzt an. „Das ist doch wohl nicht dein Ernst, Mami! Zu Anfang ist es immer am nettesten. Können wir nicht doch fahren?“
    „Auf keinen Fall. Morgen werde ich den Arzt fragen, wann ihr fahren dürft.“
    Der Arzt bestand darauf, dass sie eine Woche länger zu Hause blieben.
    Der Vater lachte über ihre trübseligen Gesichter. „Ich hätte erwartet, dass ihr euch über eine Woche Sonderferien freut.“
    „Nicht gerade bei Schulanfang“, sagte Hanni. „Die erste Woche ist immer die schönste. Warum musste Winnie nur ausgerechnet jetzt Mumps bekommen!“
    „Da kann man nichts ändern“, erwiderte die Mutter. „Seid nicht traurig! Geht viel nach draußen und genießt die Sonne. Hoffentlich werdet ihr nicht krank.“
    Zu ihrem Leidwesen durften die Zwillinge keine Besuche machen und niemanden einladen. Deshalb wurde es ihnen bald langweilig.
    „Ob sie uns in der Schule wohl vermissen?“, fragte Hanni. „Natürlich“, sagte Nanni. „Sie werden im Zug sitzen und sich wundern, wo wir bleiben.“
    „Ob Neue dabei sind?“, fragte Hanni. „Oder neue Lehrerinnen? Erinnerst du dich noch, wie Jenny die arme Mamsell reingelegt hat? Ich bin

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