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Ich glaub, mich tritt ein Kind: Bekenntnisse einer Schwangeren und schonungslose Wahrheiten einer dreifachen Mutter (German Edition)

Ich glaub, mich tritt ein Kind: Bekenntnisse einer Schwangeren und schonungslose Wahrheiten einer dreifachen Mutter (German Edition)

Titel: Ich glaub, mich tritt ein Kind: Bekenntnisse einer Schwangeren und schonungslose Wahrheiten einer dreifachen Mutter (German Edition)
Autoren: Caroline Rosales , Lisa Harmann
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Vorwort
    Als ich schwanger wurde, wollte ich sein wie Lisa.
    Lisa, Journalistin, hat drei kleine Kinder, ist blond, superschlank, immer gut gelaunt und dabei ärgerlicherweise nicht mal 30!
    Also eigentlich wie die Mami aus einer US -Komödie. Zu schön, um echt zu sein. Eigentlich will und sollte man sie hassen. Geht aber nicht. Weil sie so lustig und auf dem Boden geblieben ist. Und deswegen will jede Lisas Rat. Weil jede Mutter auch ein bisschen Lisa sein will. Ich eben auch … (Caro)
    Ich beneidete Caro um ihre Schwangerschaft.
    Täglich schleppte ich mich und meine drei Kinder mit Zwillingswagen samt Kiddyboard plus fünf Tüten Sandpielzeug, Fläschchen, Knabberzeug zum Spielplatz und ließ mich von der Realität einholen.
    Caro, der superhippe Lockenkopf, würde demnächst also auch über Windeln diskutieren. Am besten mit mir, fand ich, denn es gibt nicht viele Menschen, die aus einem derartig wilden, zielstrebigen Leben herausgerissen und durch eine Schwangerschaft in eine neue Welt geschubst werden. Ich erkannte mich da wieder. Und wollte noch einmal dabei sein … (Lisa)
    Mit der Schwangerschaft betreten wir eine Welt, von der wir bislang nicht wussten, dass sie existiert. Eine Welt, in der wir fast täglich denken: Was soll DAS denn jetzt? Ich glaub, mich tritt ein Kind!
    »Haben Sie noch Fragen?«, leierten unsere Frauenärzte nach dem ersten Ultraschall herunter, während wir uns noch das Glibbergel vom Bauch wischten.
    Und: O ja. Wir hatten Fragen.
    Unendlich viele.
    Wir fanden etliche Infos zu Bauch und Baby – nichts aber zum Lebensgefühl Schwangerschaft. Wie läuft das jetzt mit der Gleichberechtigung und dem Papi? Verkraftet mein Job das unter Umständen? Warum sehen wir schwanger plötzlich nur noch Schwangere? Sollen wir uns freuen, dass wir plötzlich die Behindertentoilette nutzen dürfen? Ist meine Lieblingsjeans nun ein Fall für den Altkleider-Container? Werde ich eine dieser nervösen Mamis, die ständig nur noch über ihre Kinder reden? Wie werde ich wieder lässig? Übertreibe ich?
    Das war der Moment, in dem die schwangere Caro auf Lisa traf. Zwei 29-Jährige. Die eine Karriere-Girl mit Freude am Exzess. Die andere Dreifachmutter mit Job und Ehe. Lisa war die Frau von Caros Arbeitskollegen.
    »Glückwunsch zur Schwangerschaft«, schrieb sie eines Tages ins Chatfenster.
    Und Caro offenbarte: »Danke. Ich wollte dich längst anschreiben, hab mich aber nicht getraut. Weil bestimmt jeder dich mit Fragen nervt …«
    Lisas Antwort folgte prompt: »Frag, frag, frag!«
    Und nach vielen Mailwechseln kam uns die Idee, noch mehr Frauen an diesem Austausch teilhaben zu lassen. »Lass uns doch ein Buch draus machen!«
    Hier ist es.

Erste Phase:
ZEIT DES NEUBEGINNS. LOS GEHT’S



1.
Da hast du Sex in the City –
und dann wird da echt ein Baby draus!
    Liebe Lisa,
in einem indischen Ashram, nach stundenlanger Meditation und Selbstreinigung, würden wir uns in zügelloser Leidenschaft verlieren und auf einer bunten Matratzenlandschaft zwischen Räucherstäbchen und Sikh-Gesängen das Wunder der Zeugung vollbringen und unsere Liebe krönen.
    Tja, so oder so ähnlich hatte ich es mir vorgestellt, wie mein Freund und ich einmal Baby-Sex haben sollten. Eine unvergessliche Nacht. Oder zumindest ein unvergesslicher Nachmittag. Oder zumindest irgendwas, an das ich mich überhaupt erinnern kann. Ich meine, sollte der Moment der Zeugung nicht ein total wichtiger sein, bei dem man halb erleuchtet ist und an den man sich als Paar für immer gemeinsam erinnert? So dachte ich auf jeden Fall bisher. Das Dumme ist: Ich bin jetzt in der achten Woche schwanger und habe keinen blassen Schimmer, wann es passiert ist.
    Ich fürchte nur, es war dieses viel zu gemütliche unbedeutende Wochenende, an dem mein Freund und ich zu Hause waren. Samstagnachmittag. Oder auch Sonntagmorgen. Ich packte meine Koffer, um am Montag für zwei Monate nach China für einen Sprachurlaub zu fliegen. Er hatte zwischen spätem Frühstück und dem HSV-Spiel auf dem Sportkanal noch ein bisschen Zeit für mich. Irgendwo zwischen Bett, Sofa, nicht aufgehängter Wäsche, Einkaufstüten und Duschkabine wird es dann wohl passiert sein. Die Zeugung unseres Babys. Wir hätten es besser planen können. Und vor allem besser wissen sollen. Wir benutzten keine Kondome. Mit der Pilleneinnahme nahm ich es nicht so genau, weil’s mir mit 29 auch langsam ein bisschen egal war.
    Tja, so leicht kann’s gehen. Zehn Minuten Sex – und dann gleich der

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