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historical gold 036 - Der Flug des Falken.doc

historical gold 036 - Der Flug des Falken.doc

Titel: historical gold 036 - Der Flug des Falken.doc
Autoren: kram
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Der Flug des Falken
    Mary Jo Putney
    Historical Gold 36 - 1/93
    Gescannt von almutK

    VORWORT
    Henry I. von England (1068 - 1135) hatte außer der Tochter Maud aus der Ehe mit Matilda von Schottland nur - mehr als zwanzig — illegitime Kinder, darunter den einzigen Sohn Robert, Earl of Gloucester, der als einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer des Landes hohes Ansehen genoss.
    Da Henry in seiner zweiten Ehe mit Adelicia kein Stammhalter geboren wurde, nötigte er die Edlen des Reiches, den Treueschwur auf Maud abzulegen und sie als Thronfolgerin anzuerkennen.
    Maud of England (1102 - 1167) war im Alter von zwölf Jahren von ihrem Vater mit dem salischen Kaiser Heinrich V. vermählt worden. Nach dessen Verscheiden kehrte sie 1125
    nach England zur ück, heiratete drei Jahre darauf den vierzehnjährigen Geoffroir, Comte d'Anjou, aus dem Hause Plantagenet und brachte in Le Mans den Sohn Henry Plantagenet zur Welt.
    Nach Henry I. Tod in der Nähe von Rouen im Jahre 1135 stellte die Mehrheit des Adels sich jedoch gegen Maud of England und wählte Stephen de Blois, Mauds Cousin und möglicherweise ihren Liebhaber, zum König.
    Stephen war der Sohn der Adele, einer Tochter William I. des Eroberers, und Stephans, Comte de Blois, und am Hofe seines Onkels Henry I. erzogen worden. Seine Regierungs zeit (1135 — 1154) ist geprägt von zahllosen Kriegen und Machtkämpfen.
    Im Frühling des Jahres 1138 hatte der Earl of Gloucester sich gegen seinen Cousin Stephen und dessen den Osten Englands beherrschende Anhänger aufgelehnt und, unterstützt von den im Westen und Süden lebenden Baronen, Partei für seine Halbschwester Maud ergriffen.
    1147, im Alter von vierzehn Jahren, versuchte Henry Plantagenet, durch einen militärischen Einfall in England ge gen seinen Onkel Stephen de Blois den Anspruch auf die englische Krone durchzusetzen.
    Es gelang Maud of England und ihrem Sohn Henry indes nicht, die Macht in England zu ergreifen. Im Jahre 1148, nach dem plötzlichen Ende Roberts of Gloucester, zog Maud sich ganz in die von ihrem Gatten Geoffroir d'Anjou beherrschte Normandie zurück.
    Henry Plantagenet, der im September 1151 als Einund zwanzigjähriger von seinem Vater die Herrschaft über die Normandie, das Anjou, die Maine und die Touraine erbte, heiratete Eleonore von Aquitanien, deren Ehe mit Ludwig II. von Frankreich erst acht Wochen zuvor von der Kirche annulliert worden war. Dadurch gelangte er in den Besitz des aquitanischen Herzogtums und war somit Herr über zwei Drittel des gesamten Kapetingerreiches.
    1153 beendete Stephen die Anarchie in England mit dem Gelöbnis, seinen Neffen als Erben des Reiches anzuerkennen, da sein ältester Sohn Eustace unerwartet im August verstorben war und dessen jüngerer Bruder William keine Hausmacht hinter sich hatte.
    Henry Plantagenet übernahm 1154, nach dem Ableben seines Onkels Stephen in Dover, die Herrschergewalt und wurde, im Dezember in Westminster gekrönt, der Stammvater der Plantagenets auf dem englischen Königsthron. Durch geschickte Hauspolitik und skrupellos ausgenutzte Glücksfälle war er somit, bis zu seinem Tode 1189 in Chinon, der gerissenste, mächtigste und reichste Herrscher des Abendlandes.
    In den vorangegangenen Auseinandersetzungen um die Thronfolge hatten die englischen Barone mehrfach aus Eigennutz die Seiten gewechselt. Es war keine Seltenheit, dass sowohl Stephen als auch Maud einem ihrer Anhänger dieselben Ländereien zum Lehen gaben und ihn mit dem entsprechenden Titel ausstatteten. Auf diese Weise wurden siebenundzwanzig Grafschaften geschaffen, von denen einige zwei verschiedene Träger ein und desselben Ranges hatten. Der größte Teil der Handlung dieses Romanes spielt im Jahre 1148, zu einer Zeit, in der Stephen de Blois den Osten Englands beherrschte, Maud den Westen.

    Seit William I. und bis zum Ende der Regierungszeit Heinrich II. im Jahre 1189 genossen die Juden den Schutz der Krone. Doch schon 1096 wurde mit dem Beginn der Kreuzzüge dem rechtlichen Status und der von der Kirche geduldeten wirtschaftliche Tätigkeit der Juden ein schwerer Schlag versetzt, und Edward I. ließ sie 1291 schließlich ganz aus England vertreiben. Erst die Puritaner erlaubten ihnen die Rückkehr ins Reich.
    Der leichteren Übersicht halber tragen die handelnden Personen Familiennamen, obgleich Abstammungsbezeichnungen damals noch in sehr unterschiedlicher Form möglich waren.
    Adrian de Lancey konnte ebenso gut Adrian of Warfield (nach seinem

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