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Heute leider kein Foto für dich, Baby

Heute leider kein Foto für dich, Baby

Titel: Heute leider kein Foto für dich, Baby
Autoren: Ueberreuter
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Kapitel 1
ie noch auf der Wasseroberfläche as Brückengeländer schließt und beim Schwänzen erwischt wird
    Am 12. Juli um 13.30 Uhr bleibt die Zeit für Pia stehen. Sie steht mitten im Nieselregen auf der Brücke und schmiegt sich an ihren Freund Leon, der den Arm um sie gelegt hat und sie zärtlich ansieht.
    »Na, dann los!«, sagt er, fasst Pia an der Hand und dreht sich zum Brückengeländer um. Sie beugen sich darüber, strecken die Arme weit nach vorne und öffnen die Hände. Gleichzeitig trudeln zwei kleine Schlüssel in den Fluss hinunter. Nur für einen kurzen Moment sind sie noch auf der Wasseroberfläche zu sehen, bis sie in den Wellen verschwinden, tiefer und tiefer bis zum Grund.
    fline">Ein Fenster wird heruntergekurbelt, und dann ertönt eine Stimme, die so wütend klingt wie die Autohupe. »Was machst du hier, Pia? Ich dachte, du kommst mit Cleo direkt von der Schule zen ihnen zerstören, niemand, nicht einmal Leons Mutter. »Leon und Pia forever« steht in winzigen Buchstaben auf dem Schloss.
    Pia ist glücklich. Sie hofft sehr, dass auch Leon diesen Augenblick genießt, auch wenn es ihre Idee war und er sich anfangs gar nicht damit anfreunden konnte.
    Es ist ein Moment für die Ewigkeit, der plötzlich durch ein wütendes Gehupe unterbrochen wird. Erschrocken drehen Pia und Leon sich um.
    Pia starrt entsetzt auf das wohlbekannte Auto und die Frau am Steuer und seufzt leise.
    »Meine Mutter!«, sagt Leon genervt. »War ja klar, dass sie ausgerechnet jetzt hier auftaucht.«
    Ein Fenster wird heruntergekurbelt, und dann ertönt eine Stimme, die so wütend klingt wie die Autohupe. »Was machst du hier, Pia? Ich dachte, du kommst mit Cleo direkt von der Schule zur Fashion Show. Wo ist Cleo überhaupt? Ist Französisch ausgefallen?«
    are aus der ganzen Stadt an das Brückengeländer gekettet haben zum Zeichen ihrer unauflöslichen Liebe. »Sag jeabei ist sie an den Antworten gar nicht interessiert. Und obwohl Pia das inzwischen weiß, macht sie jedes Mal brav den Mund auf, um sich hinterher umso mehr zu ärgern.
    So auch jetzt. »Cleo kommt direkt von der Schule. Ich … ich …« Unter den fragenden Blicken von Frau Bergmann gerät Pia ins Stottern.
    »Du hast doch nicht etwa geschwänzt?« Aus ihrem Mund klingt es, als wäre es ein Schwerverbrechen, für das man mit mindestens zehn Jahren Gefängnis bestraft wird.
    Pia senkt entsprechend schuldbewusst ihren rot angelaufenen Kopf und schweigt.
    »Also doch! Ich fass es nicht! Und ausgerechnet Französisch! Sprachen sind heutzutage das A und O, wenn man weiterkommen will. Was macht ihr hier überhaupt? Leon! Kannst du auch mal was sagen?«
    »Wir hatten was … Wichtiges vor.«
    Mutter. Es ist noch Zeit genug. Sie wird nicht zu spät kommen. Ich bringe Pia hin.«


    

Pia schaut ihn dankbar an. Sie bringt wie immer kein Wort heraus, wenn Leons Mutter in diesem Ton mit ihr redet.


    

»Klar doch,cher Kindskopf, Leon. Als ob das die Liebe haltbarer machen würde.« Ihre Stimme trieft vor Spott.
    In diesem Moment hasst Pia sie aus ganzem Herzen.
    »Was willst du hier, Mutter?«
    Leon ist wütend, aber Pia spürt in seiner Stimme auch, wie peinlich es ihm ist. Denn eigentlich denkt er genau wie seine Mutter. Nur Pia zuliebe hat er mitgemacht.
    »Ich bin auf dem Weg zur angesagtesten Fashion Show der Woche und habe extra Karten für deine kleine Freundin besorgt, schon vergessen?« Leons Mutter verdreht die Augen. »Und nun sieh sie dir an! Klatschnass, und mit Sicherheit hat sie nicht mal ein T-Shirt zum Wechseln dabei.« Frau Bergmann schüttelt sich angewidert. »Nun steig schon ein, Pia. Du fährst jetzt mit mir, damit du wenigstens einmal in deinem Leben pünktlich irgendwo ankommst.«
    »Du bist ungerecht, Mutter. Es ist noch Zeit genug. Sie wird nicht zu spät kommen. Ich bringe Pia hin.«
    Pia schaut ihn dankbar an. Sie bringt wie immer kein Wort heraus, wenn Leons Mutter in diesem Ton mit ihr redet.
    a die Eintrittskarten für einige Shows auf der Berl die Hose nass wird? Na los, Pia, steig ein. Sonst kommen wir alle noch zu spät.«
    »Lass dich nicht von ihr ärgern. Sie meint es nicht so. Wir sehen uns heute Nachmittag!«, flüstert Leon Pia zu und streichelt ihr liebevoll über das Haar.
    Pia seufzt. Am liebsten wäre sie gar nicht mehr auf die Fashion Show gefahren. Aber das würde den Ärger mit Leons Mutter wohl nur noch verschlimmern. Während Frau Bergmann ein weiteres Mal ungeduldig auf

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