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Herren der Liebe - Zaghaft: Erotischer Roman (Teil 1) (German Edition)

Herren der Liebe - Zaghaft: Erotischer Roman (Teil 1) (German Edition)

Titel: Herren der Liebe - Zaghaft: Erotischer Roman (Teil 1) (German Edition)
Autoren: A.J. Blue
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1
     
     
     
    „Hallo? Wer ist denn da?“ Ich halte den Knopf der Gegensprechanlage gedrückt und warte auf eine Antwort.
    „Kurierdienst Nord. Ich habe Post für Sie!“
    „Moment.“ Ich drücke auf den Summer und öffne die Tür.
    Normalerweise lösen Kurierdienste negative Gefühle bei mir aus, denn meistens stellen sie keine schönen Sachen zu. Zumindest nach meiner Erfahrung. Aber heute ist es ganz sicher etwas Positives. Denn heute ist mein 29. Geburtstag und der Kurier liefert mir bestimmt ein Geschenk von meinem Freund Tobias. Er ist gerade auf einer Dienstreise und kommt erst heute Nachmittag zurück. Wie nett von ihm, dass er mir auf diesem Weg schon frühmorgens ein Geschenk überbringen lässt. Vielleicht ist es ein schickes Kleid, das ich anziehen kann, wenn er mich zum Essen ausführt oder vielleicht eine Kette oder Ohrringe?
    Ich habe mir heute freigenommen, um mich an meinem Geburtstag so richtig zu verwöhnen. Da ich in Tobias Firma im Marketingbereich arbeite, war das kein Problem. Als Freundin des Chefs genießt man durchaus ein paar Freiheiten.
    „Sind Sie Frau Caroline Lange?“ Der Kurierbote zieht einen weißen DIN A4 Umschlag aus seiner Transporttasche.
    „Ja“, antworte ich und frage mich gleichzeitig, was in dem Umschlag sein kann. Für ein Kleid ist er viel zu klein und für ein Schmuckstück viel zu flach.
    „Könnte ich bitte Ihren Ausweis sehen?“
    „Klar“, nicke ich, angle nach meiner Geldbörse, die auf dem kleinen Mahagonitis chchen neben der Haustüre liegt und fische meinen Personalausweis heraus. „Hier, bitte sehr!“
    Der Bote studiert meinen Ausweis aufmerksam und nickt dann. „In Ordnung! Dann bekomme ich hier noch eine Unterschrift!“
    Ich unterschreibe mit einem digitalen Stift in dem dafür vorgesehenen Kästchen und halte kurz darauf den Umschlag in den Händen. „Schönen Tag noch“, rufe ich dem Boten gut gelaunt hinterher und suche dann den Absender auf dem Umschlag.
    Unternehmensberatung, Tobias Meyer – Ludorf steht dort. Wusste ich es doch. Ein Geschenk von Tobias. Aber so flach? Vorsichtig befühle ich den Umschlag. Vielleicht ein Gutschein?
    Gespannt öffne ich den Briefumschlag und ziehe eine Plastikhülle mit einem Dokument heraus.
     
     
    Kündigung des Arbeitsvertrages
     
    Sehr geehrte Frau Lange,
     
    hiermit kündigen wir den, mit Ihnen bestehenden Arbeitsvertrag gemäß Paragraph 9 Absatz 3 fristgerecht zum ...
     
     
    Weiter komme ich nicht. Was soll das denn? Ist das ein schlechter Scherz? Mit zitternden Fingern nehme ich einen weiteren Briefbogen aus dem Umschlag.
     
    Caro,
    entschuldige, aber das hier kann und will ich nicht persönlich machen.
    Du bist ab sofort freigestellt und bekommst ein Monatsgehalt als Abfindung. Ich möchte dich bitten, innerhalb der nächsten 14 Tage aus meiner Wohnung auszuziehen. Ich habe jemanden kennengelernt und wir möchten so bald wie möglich zusammenziehen. Frau Berger, meine Sekretärin, hat einen Schlüssel und wird ein paar Sachen für mich aus der Wohnung holen und dir deine persönlichen Sachen aus der Firma vorbeibringen. Bitte respektiere meine Entscheidung. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft!
    Tobias
     
    Waaaas?
    Mir ist, als ob mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht. Ist Tobias etwa total durchgeknallt? Eine neue Freundin? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Und das sagt er mir an meinem Geburtstag? Mit einem Brief?
    Klar, heute ist der 31., denke ich bitter. War wohl der letztmögliche Tag, um mir zu kündigen. Dass unsere Beziehung nicht mehr optimal läuft, weiß ich auch. Wir hatten schon ewig keinen Sex mehr. Aber an mir lag das bestimmt nicht. Jetzt weiß ich auch, warum er keine Lust mehr hatte - er hat eine andere. Aaaahh!
    Ich hätte auf meine Mutter hören sollen, die Tobias von Anfang an nicht leiden konnte und es gar nicht gut fand, dass ich meinen gut bezahlten Job in einer Werbefirma aufgab, um bei Tobias zu arbeiten und dann auch noch in seine Wohnung einzog, zweihundert Kilometer von meinem Heimatort entfernt.
    „Du machst dich von Tobias abhängig“, hatte sie gesagt. „Warum behältst du nicht wenigstens deinen Job?“
    Ich schaltete auf Durchzug. Ich wollte einfach jede freie Minute mit Tobias verbringen und ihn so oft wie möglich sehen. Deshalb überlegte ich auch nicht lange, als er mir den Job in seiner Firma anbot und vorschlug, dass ich zu ihm in seine schicke Designerwohnung ziehen sollte…
    Das ist jetzt ein Jahr her. Freunde habe ich in

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