Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Han Solos Abenteuer 03 - Han Solo und das verlorene Vermächtnis

Han Solos Abenteuer 03 - Han Solo und das verlorene Vermächtnis

Titel: Han Solos Abenteuer 03 - Han Solo und das verlorene Vermächtnis
Autoren: Brian Daley
Ads
Geld.«
    »Brauchst dich nicht zu entschuldigen, du hast es dir verdient.« Han griff in die Tasche seines Overalls nach dem Geld, das er sich im voraus für die Ersatzteile hatte geben lassen.
    Fadoop verstaute die Scheine schnell in einer Tasche, die sie um den Bauch trug, und dann hellte sich ihr Gesicht auf; ihre dicht beieinander liegenden goldenen Augen blitzten. »Da ist noch eine Überraschung, Solo-mein-Freund. Als ich am Raumhafen die Teile abholte, haben sich zwei Neuankömmlinge nach dir und dem Großen erkundigt. Ich hatte Platz in meinem Schiff, darum habe ich sie mitgebracht. Sie warten.«
    Han griff unter den Aerogleiter und holte seinen Pistolengurt heraus, den er immer in Griffweite liegen hatte. »Wer ist es denn? Imperiale? Sehen Sie aus wie Inkassoleute oder wie Schläger von der Gilde?« Er schnallte sich den Blaster um und band sich den Lederriemen um den rechten Schenkel. Dann löste er den Riemen, der das Halfter oben verschloß.
    Fadoop schüttelte den Kopf. »Negatron! Nette, friedliche Leute, ein wenig nervös.« Sie kratzte sich am Bauch und erzeugte dabei ein Geräusch, wie wenn man über Sandpapier streicht. »Die wollen dich einstellen. Unbewaffnet übrigens.«
    Das klingt beruhigend. »Was meinst du?« fragte Han Chewbacca.
    Der Wookie schob sich die Admiralsmütze zurecht, so daß das Schild über seinen Augen stand, und starrte über den Flugplatz. Nach ein paar Sekunden bellte er zustimmend, und dann gingen die drei auf Fadoops Schiff zu.
    Auf Saheelindeel war Festivalzeit. Früher waren um diese Zeit Stammesfeierlichkeiten und Jagdrituale abgehalten worden, später Fruchtbarkeits- und Erntezeremonien. Jetzt waren Elemente einer Luftfahrtschau und einer Industriemesse hinzugekommen. Saheelindeel bemühte sich, wie so viele andere Planeten in der Tion-Hegemonie, in ein Zeitalter der modernen Technik und des Wohlstandes hineinzuwachsen und damit die Galaxis im allgemeinen nachzuahmen.
    Ackerbaugeräte und Fabrikroboter waren ausgestellt. Fahrzeuge waren zu sehen, die für die weitäugigen Saheelindeeli neu waren, auf fortgeschritteneren Welten aber bereits als überholt galten. Ferner Fernmelde- und Holoapparate, die die Menge erfreuten. Zwei Mannschaften spielten Schockball, und die geladene Kugel zischte zwischen den Spielern mit ihren isolierten Handschuhen hin und her.
    In der Ferne vollführte Grigmin mit seinem Düsenrucksack Kapriolen. Sein Anblick steigerte Hans Bereitschaft, Fadoops Passagiere kennenzulernen. Han kam an einem Ausstellungsstand vorbei und sah die ergraute Matriarchin der Saheelindeeli, die die kunstvolle Trophäe in den Pranken hielt, die sie am Nachmittag als Preis für den besten Ausstellungsstand verleihen würde. Das Thema der Veranstaltung lautete ›Fruchtbarkeit des Bodens, Herausforderung des Himmels‹. Ein regionales Erntekooperativ war hochgradiger Favorit.
    Endlich erreichten Han und seine Begleiter Fadoops Seelenverkäufer. Obwohl Fadoop ihn bereits vorbereitet hatte, war Han doch erleichtert, als er feststellte, daß die Neuankömmlinge keine kaiserlichen Sturmtruppen waren – ›Schneemänner‹ oder ›Weißhüte‹, wie man sie in der Umgangssprache nannte –, sondern ein ganz unauffälliges Paar, Mensch und Humanoid.
    Der Humanoid – ein großer, dünner purpurhäutiger Typ, dessen vorstehende Augen punktförmige rote Pupillen hatten – nickte Han zu. »Ah, Captain Solo? Ein Vergnügen, Ihre Bekanntschaft zu machen, Sir.« Er streckte seinen dünnen Arm aus.
    Han griff nach der langen, schmalen Hand und gab sich Mühe, die fettigen Hautabsonderungen zu ignorieren. »Ja, ich bin Solo. Was kann ich für Sie tun?«
    Der Mensch, ein ausgemergelt wirkender Albino in einem sonnendichten Umhang, erklärte: »Wir vertreten den Ausschuß für interinstitutionelle Unterstützung von der Universität von Rudrig. Sie haben von unserer Schule gehört?«
    »Ich denke schon.« Han erinnerte sich undeutlich, daß es sich dabei um die einzig vernünftige Schule in der ganzen Tion-Hegemonie handelte.
    »Die Universität hat einen Unterstützungsvertrag für ein College auf Brigia unterzeichnet«, fuhr der Albino fort.
    Jetzt schaltete der Humanoid sich wieder in das Gespräch ein. »Ich bin Hissal, und Brigia ist meine Heimatwelt. Die Universität hat uns Unterstützung, Material und Lernhilfen zugesagt.«
    »Dann sollten Sie sich mit ›Tion Sternfracht‹ oder mit ›Interstellar Lloyd‹ in Verbindung setzen«, meinte Han. »Aber Sie suchen uns.

Weitere Kostenlose Bücher

Geliebter Fremder
Geliebter Fremder von Lisa Kleypas
Lisa
Lisa von Thomas Glavinic
Stilles Echo
Stilles Echo von Anne Perry
VT10 - Tod im Blut
VT10 - Tod im Blut von Claudia Kern und Stephanie Seidel