Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

Gute Arbeit Schwarze Sieben

Titel: Gute Arbeit Schwarze Sieben
Autoren: Enid Blyton
Ads
Minuten später an die Tankstelle, und der Mann sprang aus dem Führerhaus – ein großer schwerer Kerl, der Larry gut gelaunt zurief: »Will nur eben schnell was essen. Ich hole mir meinen Laster in einer halben Stunde wieder ab.«
    »Du, Charlie – ißt du ›Bei Sid‹?« rief Larry. »Weißt du, wo das ist?«
    »›Bei Sid‹? Nein, ich esse bei meiner Schwester, wenn ich hier durchkomme«, antwortete Charlie. »Aber warte mal – ›Bei Sid‹ sagst du? Ja, jetzt fällt es mir ein – ich habe im Vorbeifahren ein kleines Café gesehen, das hieß ›Sids Café‹. Könnte es das sein?«
    »Ja, das könnte es sein«, sagte Larry und sah Colin fragend an.
    Colin nickte. »Wahrscheinlich ist es das«, sagte er, und plötzlich wurde er ganz aufgeregt. »Wo ist das?«
    »Weißt du, wo die Alte Straße ist? Ah – es ist an der Ecke Alte Straße/James-Straße – nicht gerade ein vornehmes Lokal und wohl auch nichts für euch, Jungs. Bis dann, Larry. In einer halben Stunde bin ich wieder hier.«
    »Danke, Larry«, sagte Colin. »Komm, Georg – wir gukken uns das Ding einmal an. Wir haben gerade noch genug Zeit.«
    Sie gingen zur Alten Straße und dann die Alte Straße hinunter bis zur James-Straße. An der Ecke lag ein ziemlich schmutzig aussehendes Speiserestaurant. »Sids Café« stand oben über einem vollkommen verdreckten Fenster.
    Die beiden Jungen warfen einen Blick hinein. Drinnen saßen an einer langen Theke ein paar Männer, die Butterbrote aßen und Kaffee oder Tee dazu tranken. Auch ein paar Tische standen in dem Lokal, und an ihnen saßen ein wenig besser gekleidete Männer, denen von einem dicken munteren Mädchen warmes Essen vorgesetzt wurde.
    »Ah – das ist also ›Bei Sid‹«, sagte Colin, während er sich alles ansah. »Wer ist denn wohl Sid?«
    »Vielleicht ist Sid irgendwo hinten im Haus«, meinte Georg. »Hier bedienen nur Mädchen. Nun – wir wissen, daß einer von diesen Männern jeden Tag um fünf Uhr hierherkommt – einer von uns muß Wache stehen; dann müssen wir den Mann sehen.«
    »Das wird Peter machen müssen«, sagte Colin. »Wir wissen ja nicht, wie er aussieht. Er würde ihn wahrscheinlich sofort erkennen.«
    »Ja. Aber es wird verflixt nicht einfach für ihn sein, hier herumzustehen und auf jeden, der kommt, aufzupassen«, sagte Georg. »Die Leute werden sich fragen, was er da treibt. Zwei von uns würden noch verdächtiger wirken.«
    »Hm – das ist Peters Sache«, sagte Colin. »Wir haben unseren Auftrag erledigt und ›Sid‹ gefunden. Komm jetzt – es wird höchste Zeit, daß wir zum Mittagessen gehen.«
    Peter lobte Colin und Georg sehr, als sie ihm Bericht erstatteten. »Gut gemacht«, sagte er. »Ich gehe heute nachmittag um fünf Uhr hin. Was haben Pam und Barbara erreicht?«
    Janet erzählte es ihm, während sie rasch ihren Tee nach der Nachmittagsschule tranken. »Sie wußten einfach nicht, was sie mit Cupringham 8061 machen sollten«, sagte Janet.
    »Ihnen fiel einfach nichts ein.«
    »Dummköpfe«, sagte Peter, während er eilig ein Brötchen hinunterwürgte. »Mach schnell, ich muß gehen.«
    »Nun, Pam hat ihre Mutter gefragt, wie man herausfinden könne, ob es die Nummer tatsächlich gibt, denn sie und Barbara sagten sich, daß sie doch schließlich nicht das ganze Telefonbuch durchgucken könnten«, berichtete Janet.
    »Und ihre Mutter sagte: ›Na, ruft doch einfach an und seht, ob ihr Antwort bekommt!‹«
    »Einfach«, sagte Peter. »Kinderleicht!«
    »Ja – hm, sie riefen die Nummer an. Und natürlich waren sie schrecklich aufgeregt und gespannt, denn sie dachten, sie könnten den, der sich meldete, nach Namen und Adresse fragen – aber es meldete sich niemand«, sagte Janet.
    »Und das Fräulein vom Amt hat gesagt, das komme, weil es zur Zeit kein Telefon mit der Nummer gebe! Q 8061 ist also keine Telefonnummer, Peter. Es muß etwas anderes sein.«
    »Verflixt!« sagte Peter und stand auf. »Es wäre großartig gewesen, wenn Cupringham 8061 sich gemeldet hätte – wir hätten den Namen und die Anschrift und alles gehabt. Dieser Anhaltspunkt taugt also leider wohl nichts. Ich muß jetzt gehen, Janet. Wäre es nicht herrlich, wenn ich einen von den beiden Männern bei Sid hineingehen sehen würde?«
    »Ganz wunderbar wäre das«, sagte Janet. »Oh – hoffentlich siehst du einen, Peter!«

Eine großartige Idee
    Peter ging so schnell wie er konnte zu der Ecke Alte Straße/James-Straße. Ja – da war »Sids Café«, ganz wie Colin es beschrieben hatte.

Weitere Kostenlose Bücher

Wildes Blut
Wildes Blut von Shril Henke
Boardwalk Empire
Boardwalk Empire von Nelson Johnson