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Geheimnis um einen Wohnwagen

Geheimnis um einen Wohnwagen

Titel: Geheimnis um einen Wohnwagen
Autoren: Enid Blyton
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Dicki ist zu dick
    „Ich will nachher Ostergeschenke kaufen”, sagte Flipp beim Frühstück zu seiner jüngeren Schwester Betti. „Kommst du mit? Wir könnten auch bei Dicki vorbeigehen.”
    „Ach ja, das wollen wir machen!” rief Betti. „Ich habe Dicki in diesen Ferien erst ein einziges Mal gesehen, und da konnten wir uns nicht richtig unterhalten, weil seine Mutter dabei war.”
    „Wollen wir nicht auch Gina und Rolf abholen?” schlug Flipp vor. „Dann gehen wir alle zusammen in die Meierei. Soll ich dir etwas mitbringen, Mammi?”
    „Nein, danke. Aber vielleicht möchtest du dir einen Wecker kaufen”, antwortete Frau Hillmann, während sie sich ein Stück Toast mit Butter bestrich.
    Flipp sah sie erstaunt an. „Wozu denn das?”
    „Wahrscheinlich, damit du früher aufstehst und rechtzeitig zum Frühstück kommst”, kicherte Betti.
    „Wenn ich fest schlafe, weckt mich kein Wecker auf”, erwiderte Flipp. „Und ich habe viel Schlaf nachzuholen. Vor den Ferien haben wir in der Schule die schwierigsten Arbeiten geschrieben, und ich konnte vor lauter Angst gar nicht mehr richtig schlafen. Wenn du solche Arbeiten schreiben müßtest, Mammi, würdest du bestimmt keine guten Zensuren bekommen – ebensowenig wie ich.”
    Herr Hillmann ließ die Morgenzeitung sinken, in die er bisher vertieft gewesen war. „Dann wird dein Zeugnis wohl wieder nicht gut ausfallen. Nun, warten wir es ab. In ein paar Tagen wird es ja eintreffen.”
    Flipp wechselte schnell das Thema – eine Kunst, die er sehr gut beherrschte. „Was wünschst du dir zu Ostern, Pappi?” fragte er. „Ich denke, ich werde dir etwas von deinem Lieblingstabak kaufen. Und du, Mammi? Vielleicht ein Marzipanei? Du ißt doch so gern Marzipan.”

    Die Eltern lächelten, und Frau Hillmann sagte: „Schon gut, wir wollen vor Ostern nicht mehr von deinem Zeugnis sprechen. Und Marzipan esse ich wirklich sehr gern.” Sie stand vom Tisch auf. „Beeilt euch mit dem Frühstück, Kinder. Betti, vergiß nicht, dein Bett zu machen und in deinem Zimmer Staub zu wischen, bevor ihr fortgeht. Und seid bitte pünktlich um ein Uhr zum Mittagessen zurück.”
    Das Telefon in der Diele klingelte. Frau Hillmann ging hinaus und rief gleich darauf ins Zimmer: „Es ist Dietrich. Er möchte einen von euch sprechen. Komm her, Betti. Du bist schon fertig mit Essen.”
    Betti lief ans Telefon und meldete sich.
    „Guten Morgen, Betti!” sagte Dicki lebhaft. „Wollen wir uns heute vormittag irgendwo treffen? Ich will Einkäufe zu Ostern machen.”
    „Flipp und ich wollten auch gerade einkaufen gehen”, antwortete Betti froh. „Wir könnten uns um Viertel vor elf in der Meierei treffen.”
    „In Ordnung! Bitte sag auch Gina und Rolf Bescheid.”
    „Wir werden sie abholen. Gibt’s etwas Neues, Dicki? Hat sich vielleicht etwas Aufregendes ereignet?”
    Dicki lachte. „Glaubst du etwa, ich hätte von einem Geheimnis gehört? Nein, ich habe einen großen Ärger. Aber davon erzähl’ ich euch nachher. Wir sehen uns ja gleich. Tschüs!”
    Betti ging ins Eßzimmer zurück und erzählte Flipp, was Dicki gesagt hatte.
    „O gut!” rief er und verschlang den letzten Bissen seines Marmeladenbrotes. „Mach schnell unsere Betten und …”
    „Mach dein Bett gefälligst selber”, erwiderte Betti und lief nach oben. In ihrer Ferienfreude nahm sie immer zwei Stufen auf einmal. Endlich waren die „sechs Spürnasen”, wie die Kinder sich nannten, wieder beisammen! Purzel, Dickis Scotchterrier, gehörte mit zu dem Bund.
    Um halb zehn waren Flipp und Betty bei Gina und Rolf Tagert und gingen dann mit ihnen zur Meierei. Dicki war noch nicht da. Sie setzten sich an einen Tisch, und Rolf bestellte für alle Milchkaffee und Rosinenbrötchen.
    Nach kurzer Zeit traf auch Dicki mit Purzel ein. Er begrüßte die Kinder mit frohem Lachen, hob Betti von ihrem Stuhl hoch und schwenkte sie durch die Luft. Dann setzte er sie ächzend wieder hin. „Wie schwer du geworden bist, Betti! Bald werde ich dich nicht mehr hochheben können.”
    „Ich habe Kaffee und Brötchen für dich bestellt”, sagte Rolf.
    Dicki ließ sich mit einem Seufzer am Tisch nieder. „Den Kaffee werde ich trinken, aber essen will ich nichts.”
    „Warum denn nicht?” fragte Gina erstaunt.
    „Ich mache eine Abmagerungskur. Habt ihr noch nicht bemerkt, wie schlank ich geworden bin?”
    Die Kinder musterten ihn. „Ich kann eigentlich nichts bemerken”, sagte Flipp. „Warum willst du denn abnehmen?”
    „Nach

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