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Fünf Freunde 3 - Das Buch zum Film

Fünf Freunde 3 - Das Buch zum Film

Titel: Fünf Freunde 3 - Das Buch zum Film
Autoren: Enid Blyton
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Kapitel 1
    Endlich tauchte die Insel auf! Immer nur Wasser, Wasser und noch mehr Wasser war unter den Bullaugen des Flugzeugs zu sehen gewesen, so weit das Augen reichte: der blaue Ozean, der so manches Geheimnis barg. Doch nun, nach stundenlangem Flug, war das Ziel in Sicht.
    Â»Ist sie das, Papa?« George drückte die Nase an der Scheibe platt, während ihr Vater über ihre Schulter spähte. Er hatte seiner Tochter den Fensterplatz überlassen. »Ja, Georgina, das ist Tao Lapai.«
    Was für ein Paradies, dachte George. Sie erkannte kleine Dörfer, Palmenstrände, dichte Wälder mit riesigen Bäumen, umgeben von türkisfarbenem, geheimnisvoll glitzerndem Wasser!
    Eine Bemerkung darüber, dass ihr Vater sie nicht George genannt hatte, schluckte sie hinunter. George war einfach nur froh, dass sie bald wieder festen Boden unter den Füßen hatte, wenn auch der Landeanflug und die Landung ihren Magen noch einmal auf eine harte Probe stellten.
    Ihren Cousins und ihrer Cousine, die in der Reihe hinter ihnen saßen, ging es nicht anders. Julian, Dick und Anne, alle drei waren mächtig blass um die Nase, als das Flugzeug endlich auf der Landebahn aufsetzte. Besonders Anne hatte unangenehmen Druck auf den Ohren, den sie durch Gähnen auszugleichen versuchte, was ihr aber nicht gelingen wollte.
    Wie befreit rannten sie kurze Zeit später über die Gangway hinab zum Terminal, sodass Onkel Quentin kaum nachkam.
    Ãœbermütig breitete Dick die Arme aus. »Willkommen auf der Insel der Abenteuer!«
    George schubste ihn lachend an. »Hört sich vielversprechend an.«
    Doch Anne stemmte die Hände in die Seiten und schüttelte verständnislos den Kopf. »Nichts da. Diesmal wird einfach nur Urlaub gemacht!«
    Julian, Dick und George warfen sich vielsagende Blicke zu, was Anne natürlich nicht entging. »Macht euch bloß nicht über mich lustig!«, schimpfte sie.
    Auf der Insel Tao Lapai gab es nur einen kleinen Flughafen mit einem einzigen Check-in-Schalter, einem Gepäckband und einer Zoll-Kontroll-Stelle. Aber es gab offenbar enorm viele Menschen. Und sie alle schienen sich hier am Flughafen zu befinden! Ein wüstes Geschiebe und Gedränge herrschte hier. Hoteliers waren auf der Suche nach Kundschaft und verkündeten lauthals ihre Angebote, Taxifahrer suchten nach Gästen und Kofferträger boten ihre Dienste an.
    Anne hielt sich dicht an Onkel Quentins Seite, während laute Stimmen, die in einer sehr fremden Sprache wild durcheinanderriefen, die schwüle Luft um sie herum zum Vibrieren brachten.
    Onkel Quentin lotste die Kinder zum Zollschalter, wo ein schlanker Mann mit Stirnglatze und grünem Uniformhemd nach einem kurzen Blick in ihre Ausweise mit einem freundlichen Lächeln Stempel in ihre Pässe drückte und sie dann durchwinkte.
    Wohin es George als Erstes zog, war klar. Timmy hatte den Flug in einer Transportkiste im Laderaum verbringen müssen.
    Suchend blickte George sich um. »Hoffentlich hat Timmy den Flug gut überstanden.«
    George war besorgt. Sie hatte schon oft davon gehört, dass Gepäckstücke verloren gingen, was war, wenn … Aber da war schon ein lautes Bellen zu hören!
    In der Nähe des Gepäckbandes war ein Flughafen-Mitarbeiter gerade dabei, eine große Pet-Box von einem Rollwagen zu hieven.
    Â» Da! Timmy! « , rief George erleichtert und rannte hinüber, dicht gefolgt von Julian, Dick und Anne.
    Kaum hatte George die Gitter-Klappe geöffnet, kam Timmy herausgetorkelt.
    Acht Hände schnellten nach vorn, um den Hund ausgiebig zu kraulen, aber der ließ sich erst einmal auf den Boden sinken und drehte sich auf den Rücken.
    Â»Aber … was ist mit ihm?«, fragte Anne besorgt und ging neben dem Hund in die Hocke. »Ich glaube, ihm ist auch übel.«
    Dick grinste. »Deshalb sagt man ja auch › hundeübel ‹ .«
    Aber da sprang Timmy schon auf. Alles war gut.
    In diesem Moment wurde das allgemeine Gemurmel von einer lauten Stimme übertönt. »Wenn das nicht mein alter Studienkollege Quentin ist!«
    Onkel Quentin fuhr herum und sah sich einem drahtigen Asiaten gegenüber, der mit ausgebreiteten Armen auf ihn zugeeilt kam. Der Mann sprach mit einem lustigen Akzent.
    Das also musste Cha Li sein, der Mann, der Onkel Quentin eingeladen hatte, nach Tao Lapai zu kommen, um an seinem Forschungsprojekt mitzuarbeiten. Der Mann, der so

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