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Feuerteufel - Die Geschichte Von Simeon Und Usher

Feuerteufel - Die Geschichte Von Simeon Und Usher

Titel: Feuerteufel - Die Geschichte Von Simeon Und Usher
Autoren: Nicole Henser
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Magie der
Kristalle konnte sich Simeon wieder regenerieren. Er hatte seinen langen Körper
ausgestreckt, war aber bei Bewusstsein.
    Auch Usher hatte sich von
der infernalischen Lautstärke erholen müssen. Sie hatten sich alle hingeworfen
und sich die Ohren zugehalten. Trotzdem hörte er ein Pfeifen. Ob es Tristan und
Kyle auch so ging? Sie hatten sich diskret zum gemeinsamen Feiern ihres Sieges
zurückgezogen und ihn mit Simeon allein gelassen.
    „Ich habe dich an deinem
Duft erkannt, den konnte die Hydra nicht kopieren.“ Das war es gewesen, was
Usher die ganze Zeit gestört hatte. Seine Nase rieb genüsslich durch Simeons
Haar und er sog den typischen Geruch ein. Zärtlich streichelten seine Lippen
über den Mund, aus dem bisher noch kein Wort gekommen war.
    „Auch dein Geschmack ist
einzigartig. Gut, dass du den Namen des Vampirs gesagt hast … ich habe ja noch
den falschen Simeon probiert. So ging es schneller.“
    Langsam kam das Leben in Simeon
zurück, seine Zunge war wieder beweglich. Usher fühlte jede sanfte Berührung
und stöhnte leise in den Kuss.
    „Ich verstehe nur noch
immer nicht, warum das Höllenweib diesmal ohne einen Komplizen gearbeitet hat.
Wenn ihr jemand den Rücken frei gehalten hätte, wärst du entdeckt worden“,
flüsterte Usher und streichelte über den roten Schopf.
    „Sie hatte keinen, ich
habe dem alten Mann die Seele genommen“, brachte Simeon ein wenig krächzend
heraus. Er hielt seinen Blick fest gefangen, es loderte in seinen Augen.
    „Was!?“ Hatte Usher sich
verhört? Warum hatte Simeon das getan?
    „Er war fertig, seelisch
und mit seiner Aufgabe. Ich habe sein Leiden beendet. Und ich hatte Hunger, war
dauernd unterwegs.“ Zögernd berührte er Ushers Gesicht. „Einer musste ja auf
dich aufpassen.“
    Wow! Mal langsam … Usher
musste das Gehörte erst sortieren.
    Simeon hatte ihn
beschütz? Warum tat sein Dämon solche Dinge, wenn er so gefühllos war?
    Es war zwar nicht in
Ordnung, ein menschliches Leben zu nehmen, aber aus seiner Sicht hatte sich
Simeon nur ernährt. Timothy war tot, das war nicht mehr zu ändern. Das Raubtier
musste Usher noch zähmen – falls es überhaupt etwas Gemeinsames zwischen ihnen
geben würde.
    „Warum hast du mich so
unwissend gehalten? Du hast mich selbst erst in Gefahr gebracht.“
    Langsam schüttelte Simeon
den Kopf. „Du weißt zu viel und deine beiden Freunde auch … nichts ist umsonst,
ihr werdet dafür bezahlen. Das ist so im kosmischen Gefüge. Und wenn es nur
bedeutet, dass ihr jede Menge magischen Schlamassel am Hals habt.“
    Usher atmete tief ein. Er
hatte bereits davon kosten dürfen, was es bedeutete, ein „Eingeweihter“ zu
sein. Dann hatte er seine Freunde also auch in seine Misere hineingezogen. Das
war ja mal wieder typisch.
    Simeon grinste. „Ich werde
dir vertrauen müssen. Du kannst mich umbringen und mich von dir fernhalten.“
    Daher wehte der Wind.
Eigentlich wäre es seinem Feuerteufel lieber gewesen, ihm nicht so viel Macht
in die Hände zu geben.
    Genüsslich streichelte
Usher über Simeons ausgeprägte Brustmuskeln, um dann über den Bauch zu
strategisch wichtigen Punkten zu wandern. Das Stöhnen seines unterirdischen
Liebhabers ging ihm durch und durch.
    „Mal sehen, was sich mit
meinen neuen Erkenntnissen anfangen lässt“, flüsterte Usher und biss Simeon ins
Ohr.
    Auch sie hatten etwas zu
feiern. Das erste Abenteuer war zu Ende gegangen und hatte nur eine schleimige
grüne Pfütze hinterlassen. Wo der Kopf gelegen hatte, waren die letzten
Gesichtszüge der Hydra noch länger erkennbar gewesen.
    Es hatte Usher an die
Vergänglichkeit erinnert, auch Simeon war nicht gegen alles gefeit. Was lag
also näher, als ihre gemeinsame Zeit zu nutzen?
    Zärtlich
suchten seine Lippen Simeons Mund. Usher war ein gelehriger Schüler und diesmal
würde ihm sein süßer Dämon nicht entkommen, bevor er ihm alles beigebracht
hatte, was er wusste …

     

Steckbrief
Usher Grey

Steckbrief
Simeon

 
    Abschied
von Matisse

Hier geht die Geschichte
weiter:
    Usher Grey – Jäger im Zeichen der
Lust
    Usher
Grey ist Kuriositätenjäger. Doch plötzlich wird er zum Gejagten. Seine
überschäumende Libido macht es ihm dabei nicht unbedingt leichter. Als er die
Vampirin Raven trifft, nimmt sein Leben eine entscheidende Wende. Usher muss
Stellung beziehen und sich zu dem bekennen, was seine Aufgabe zu sein scheint.
Ist alles vorherbestimmt? Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis wirbeln Raven und
sein feuriger

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