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Erst der Sex, dann das Vergnügen: Roman (Piper Taschenbuch) (German Edition)

Erst der Sex, dann das Vergnügen: Roman (Piper Taschenbuch) (German Edition)

Titel: Erst der Sex, dann das Vergnügen: Roman (Piper Taschenbuch) (German Edition)
Autoren: Heidi Hohner
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mein Zutun!
    »Aber – warum hast du mich da nicht teilhaben lassen? Ich meine – ich musste immer auf Facebook gucken, wenn ich etwas über dich herausfinden wollte! Das war ungeheuer erniedrigend!«
    »O ja, und zwar nicht nur für dich, denn ich habe Facebook vor allem als Businessplattform …«
    »Businessplattform! Jetzt erzähl mir nur noch, dass du mit Damen wie dieser Pamela Business gemacht hast!«, fuhr ich hoch, so weit ich konnte.
    »Heidi …«, sagte Felix sanft, »kannst du mich bitte, bitte ausreden lassen? Pamela A. ist der Name einer Strandbar! Gewesen! Weil ich sie nämlich übernommen habe, um sie umzubauen! Und da konnte ich deine Kommentare einfach nicht brauchen, ich musste schließlich einen professionellen Eindruck machen. Und deshalb blieb mir nichts anderes übrig, als deinen Kontakt zu löschen – denn in Kalifornien machen sie einfach alle Business über Facebook. Zu persönliche Angelegenheiten haben da nichts verloren!«
    Pamela A. war der Name eines Cafés gewesen? Gut, dass die nächste Wehe so weh tat, dass ich total vergaß, mich zu schämen.
    »Und Holger Baumbach?«, ächzte ich danach. »Ich habe mich so ins Zeug gelegt mit meiner Idee!«
    »Ja«, antwortete Felix ruhig, »das war auch sicher eine gute Idee, mich erst mal in die Kochlehre zu schicken. Aber meine Oma hat immer gesagt: Guter Rat ist wie Schnee, je leiser er fällt, desto länger bleibt er liegen. Und du warst so rabiat bei deinen Versuchen, die Unternehmensberaterin zu spielen, dass mir das nach ihrem Tod einfach zu viel geworden ist. Ich musste raus und mein Ding machen. Und jetzt bin ich wieder da, weil ich ohne dich nicht leben kann. Ohne euch, besser gesagt!«
    Und meine Hand hatte sich befreit und wanderte ganz von selbst zum Bettrand, auf der Suche nach der warmen, festen Männerhand von vorhin.
    »Aber, Felix?«
    »Ja?«
    »Diese ›open kitchen‹ klingt nach ziemlich viel Aufwand. Aber ich will gar nicht nach Kalifornien. Auf jeden Fall nicht sofort. Und außerdem will ich, dass unser Nachwuchs Skifahren lernt, bevor er Wellenreiten kann.«
    »Ich weiß, mein Engel, und deshalb bleibt Mizzi für mich drüben. Hast du gar nicht gewusst, dass Mizzi einen amerikanischen Pass hat? Das war der Grund, warum ich sie von Berlin nach Kalifornien versetzt habe, und sie macht ihre Sache phantastisch. Und ich bleibe hier und kümmere mich um die Alpenküche. Und jetzt rufe ich schnell dort an, damit mir Alex ein paar Sachen bringt. Diese nette Schwester – Ulla, oder? – hat mich vorher gefragt, ob sie uns nicht eines der wenigen Familienzimmer einrichten soll. Dann kann ich ab sofort immer bei dir bleiben … sogar hier in der Klinik!«
    »Alex? Du rufst den an? Ich denke, der ist taubstumm?«
    »Taubstumm?«, Felix grinste. »Denkst du!«
    Alex war Felix’ Spion gewesen! Und ich hatte mich immer benommen, als wäre er gar nicht da! »Dann wusstest du …«
    »Die Hotline? Und von Bella Bunny? Aber ja.«
    Ich hätte nie gedacht, dass ich mich auf die nächste Wehe freuen würde. Und sie kam prompt. Während ich den Kopf zur Seite drehte und ins Kissen biss, kam mir alles andere unendlich nichtig vor. Dieser harte, mit nichts vergleichbare Schmerz dauerte allerdings immer nur exakt sechzig Sekunden und klang so plötzlich ab, wie er gekommen war, mich jedes Mal ein Stück erschöpfter zurücklassend.
    Ich tat einen tiefen Atemzug und fragte: »Und du bist mir nicht böse?«
    Unglaublich. Da hatte ich mir jeden Tag etwas auf mein Einzelkämpfertum eingebildet und war doch nur Teil eines Plans gewesen, Felix’ Plans, bei dem die einzelnen Bestandteile ineinandergegriffen hatten wie Zahnräder …
    »Nun, nachdem du so nett mit mir Gassi gegangen bist, wusste ich, dass du den verspieltesten und nettesten Telefonsex machst, den man sich vorstellen kann. Und dass du dich da schon behaupten wirst, ohne ganz unten zu landen.«
    »Der Typ, der mein Hündchen sein wollte – das warst du?«
    »Ja, mehr wollte ich nicht sagen, ich hatte Angst, du würdest meine Stimme erkennen. Und weil ich einfach heraushören konnte, dass du dabei an Pucki gedacht hast, wusste ich, dass du mit mir und meiner Familie noch nicht ganz abgeschlossen hast. Und vollends überzeugt war ich, als mir Marie von deinem Telefon erzählt hat − Schwäne sind schließlich monogam. Mir tut es auch sehr leid, dass ich einfach so nach Kalifornien bin – du hast mir also auch etwas zu verzeihen. Und wenn du mir versprichst, dass du es ab jetzt

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