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Episode II - Angriff der Klonkrieger

Episode II - Angriff der Klonkrieger

Titel: Episode II - Angriff der Klonkrieger
Autoren: R.A. Salvatore
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in die Besten.«
    Shmi drehte sich um, sah sein liebevolles und ehrliches Lächeln und erwiderte es aus vollem Herzen. So sollte es sein. Gute, ehrliche Arbeit, das Gefühl, etwas geleistet zu haben, und genug Freizeit, um auch ein wenig Spaß zu haben. Das war das Leben, das Shmi sich immer gewünscht hatte. Es war perfekt. Beinahe.
    Plötzlich wurde ihre Miene sehnsüchtig.
    »Du denkst wieder an deinen Jungen.« Cliegg Lars brauchte nicht erst zu fragen.
    Shmi sah ihn an, ihr Ausdruck eine Mischung aus Freude und Trauer. »Ja, aber diesmal ist es in Ordnung«, erklärte sie. »Er ist in Sicherheit, das weiß ich, und vollbringt große Taten.«
    »Aber wenn wir so viel Spaß haben, wünschst du dir, dass er hier bei uns wäre.«
    Shmi lächelte abermals. »Ja. Und auch zu anderen Zeiten. Ich wünschte, Anakin wäre von Anfang an hier gewesen, seit wir uns kennen gelernt haben.«
    »Vor fünf Jahren«, bemerkte Cliegg.
    »Er hätte dich ebenso lieb gewonnen wie ich, und er und Owen.« Ihre Stimme war leiser geworden und verklang nun ganz.
    »Glaubst du, Anakin und Owen wären Freunde geworden?«, fragte Cliegg. »Bah! Selbstverständlich wären sie das!«
    »Du hast meinen Annie nicht mal kennen gelernt«, tadelte Shmi.
    »Sie wären die besten Freunde«, versicherte Cliegg ihr und nahm sie noch fester in den Arm. »Das könnte gar nicht anders sein, mit dir als Mutter.«
    Shmi nahm das Kompliment erfreut entgegen, dann küsste sie Cliegg liebevoll und anerkennend. Sie musste an Owen denken, an die blühende Liebe des jungen Mannes zu der reizenden Beru. Wie sehr sie die beiden liebte!
    Aber dieser Gedanke brachte auch ein gewisses Unbehagen mit sich, denn Shmi hatte sich oft gefragt, ob Owen nicht ein wichtiger Grund gewesen war, dass sie so schnell zugestimmt hatte, Cliegg zu heiraten. Sie sah ihren Mann wieder an und strich mit der Hand über seine breiten Schultern. Ja, sie liebte ihn, sie liebte ihn sehr, und sie konnte nicht abstreiten, dass sie glücklich war, keine Sklavin mehr zu sein. Aber dennoch, welche Rolle hatte die Tatsache, dass Cliegg einen Sohn in Annies Alter hatte, bei ihrer Entscheidung gespielt? Diese Frage war im Lauf der Jahre immer wieder aufgetaucht. Hatte sie tief in ihrem Herzen eine Sehnsucht gehegt, die Owen erfüllt hatte? Eine mütterliche Sehnsucht danach, die Lücke, die Anakins Abreise gerissen hatte, wieder zu füllen?
    Tatsächlich waren die beiden Jungen sehr unterschiedlich. Owen war solide und gelassen, ein Fels von einem Mann, der, wenn der Zeitpunkt gekommen war, mit Freude die Feuchtfarm von Cliegg übernehmen würde, wie sie schon seit Generationen innerhalb der Familie Lars weitervererbt worden war. Owen war bereit und freute sich sogar darauf, dieses Erbe an-zutreten, und er war mehr als fähig, ein solch schwieriges Leben zu führen. Stolz und das Gefühl, etwas geleistet zu haben, wenn er die Farm angemessen bewirtschaftete, wären ihm Lohn genug.
    Aber Annie.
    Shmi hätte beinahe laut gelacht, als sie sich ihren ungeduldigen und von Wanderlust getriebenen Sohn in derselben Situation vorstellte. Zweifellos hätte Anakin Cliegg ebenso zu Wutanfällen getrieben, wie er es mit Watto getan hatte. Anakins Abenteuergeist hätte sich von einem Gefühl der Verantwortung gegenüber seinem Erbe nicht zähmen lassen, das wusste Shmi. Sein Bedürfnis nach Abenteuern, nach den Podrennen, nach Reisen durch die Galaxis, wäre nicht geringer geworden, und das hätte Cliegg wahrscheinlich viel Nerven gekostet.
    Jetzt kichert Shmi tatsächlich, als sie sich vorstellte, wie Cliegg vor Zorn rot anlief, weil Anakin wieder einmal seine Pflichten nicht erfüllt hatte.
    Cliegg umarmte sie noch fester, als er das Kichern hörte, denn er hatte offenbar keine Ahnung, was für ein Bild da vor ihrem geistigen Auge stand.
    Shmi ergab sich ganz der Umarmung. Sie wusste, sie gehörte hierher, und sie tröstete sich mit dem Gedanken, dass auch Anakin dort war, wo er wirklich hingehörte.

    Sie trug nicht mehr die großartigen Gewänder, die in den letzten mehr als zehn Jahren Zeichen ihrer gesellschaftlichen Stellung gewesen waren. Ihr Haar war nicht mehr kunstvoll frisiert, es gab keine glitzernden Schmuckstücke in den dichten braunen Strähnen mehr, keinen komplizierten Kopfputz. Und in dieser Schlichtheit war Padme Amidala nur noch schöner und strahlender.
    Die Frau, die neben ihr auf der Schaukel saß, ganz offensichtlich eine Verwandte, war ein wenig älter, vielleicht auch ein wenig

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