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Elfriede im Salon (German Edition)

Elfriede im Salon (German Edition)

Titel: Elfriede im Salon (German Edition)
Autoren: Henry Milk
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viel Fleisch geben. In ihrem Aufzug war ihr nicht kalt und das war eigentlich die Hauptsache. Ein wenig nervös war sie gewesen, als sie sich ausgezogen hatte, aber sie war zufrieden darüber, dass sie sich durchsetzen konnte und zufrieden über ihre Spontanität, denn keineswegs hatte sie geplant, sich an diesem Abend den Gelehrten nackt zu zeigen. Elfriede konnte sehr spontan handeln. Es war auch lustig in Dessous Zwiebeln zu schneiden. Hingegen waren die Männer wie berauscht und damit wuchs ihr Selbstbewusstsein, und es konnte vielleicht doch sein, dass man diesen Abend bestehen konnte. Es schlich sich allerdings auch der Gedanke in ihre Köpfe, dass es unproblematischer und bequemer sei, die beiden Frauen einfach nur zu betrachten. Man könnte vielleicht über die Geilheit, die von diesem Betrachten erzeugt wurde, reden und das alles in alkoholisierter, euphorisierter Laune. Die Nutte konnte alles zeigen, was sie zu zeigen hatte. Es würde sie sicher nicht in Verlegenheit stürzen; es wäre leicht verdientes Geld für sie. Es wuchs allerdings auch unterschwellig der Wunsch, Sex mit Elfriede zu haben. Sie mochten Elfriede. Elfriede war nicht dumm - sie kannte das Wort Quantenfluktuation - und vor allen Dingen war sie ihnen vertraut. Und war sie nicht auch freizügig? Der Gedanke, immer an ihren Abenden Sex mit Elfriede zu haben, ließ sich nicht so leicht verdrängen. “Nein, wir rühren Elfriede nicht an”, sagte Robert Unmuth plötzlich, so als ob er die Gedanken der beiden anderen gelesen hätte. Es waren kollektive Gedanken.
    Lächelnd kam Elfriede aus der Küche. “Was höre ich da? Anrühren? Gewiss, ich hatte nicht beabsichtigt, an die Stelle der Nutte zu treten. Aber sie können meine Dienste mit Klapsen belohnen. Jeder Klaps von ihnen bestätigt mir, das Richtige getan zu haben. Sie näherte sich Professor Hügel, zeigte ihm ihre Kehrseite und sagte zu ihm: “Nun zeigen sie mir schon, dass ich unartig war und nicht auf sie gehört habe.” Sie streckte ihr Hinterteil zu ihm aus und forderte Professor Hügel erneut auf. “Nun machen sie schon, Herr Professor, ein Klaps ist schon erlaubt.” - “Aber gerne doch”, kam es aus dem Professor hervor und tatsächlich gab er ihr einen schüchternen, leichten Klaps. “Nun Sie Dr. Schwarz!” In gleicher Position stellte sie sich vor Dr. Schwarz auf. “Dr. Schwarz, haben sie schon mal einen nackten Frauenarsch gesehen, der sich ihnen entgegenstreckt? Wenn er ganz nackt ist, klatscht es besser!”, und ohne das jemand protestieren konnte oder wollte, zog sie ihr Höschen etwas runter, sodass ihr Hintern nun frei war. Dr. Schwarz war erstarrt und blickte auf das nackte Hinterteil. “Nun geben sie mir schon einen Klaps!” Etwas löste sich in der Versteinerung von Dr. Schwarz und es kam zu einem Klaps. “Aber das hat doch keiner gehört”, protestierte Elfriede. “Ein bisschen fester, Dr. Schwarz!” Und er versuchte es nochmal, sodass alle es hören konnten. Zufrieden zog Elfriede ihr Höschen über den Hintern, wandte sich Robert Unmuth zu und gab ihm einen Kuss auf die Wange. “Danke, dass sie mich vor diesen Raubtieren in Schutz genommen haben, aber ich kann schon selber auf mich aufpassen. Ich kann mir schon vorstellen, was in ihnen vorgeht. Sie wandte sich dem Rotwein zu und spontan gab ihr Robert Unmuth einen Klaps. “So ist das richtig”, murmelte sie. Sie schenkte den Herren ein, sodass deren Blicke wieder auf ihre Brüste fielen. “Das war eben nicht ganz korrekt von mir. Dr. Schwarz, ich meine, es war zu sexuell, als ich meinen Hintern ihnen entgegen gestreckt habe. Aber so ein Klaps ist erlaubt. Und ich muss sie einfach auf das vorbereiten, was gleich auf sie zukommt. Und spätestens dann, wenn sie nackt sind, bin ich es auch ganz und dann gibt es jede Menge Gelegenheiten für einen Klaps auf einen nackten Arsch. Oder wollen sie, dass wenn sie nackt sind, ich mich in meiner Küche einschließe? Ich bin die Garantie dafür, dass der Abend in ihrem Sinne abläuft. Robert Unmuth hatte eine Frage. “Und was machen wir Elfriede, wenn die Nutte nicht kommt?”
     
                                              - 5 -
     
    Unbeantwortet nahm Elfriede die Frage mit in die Küche. Sie vermied es dabei, mit dem Po zu wackeln. Kleinere Gewissensbisse nagten in ihr. Das war so nicht richtig gewesen. Sie hatte ohne jede Reflexion eine spielerische Laune in die Tat umgesetzt. Wenn eine Frau demonstrativ ihren Hintern

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