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Elfriede im Salon (German Edition)

Elfriede im Salon (German Edition)

Titel: Elfriede im Salon (German Edition)
Autoren: Henry Milk
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dem Entschluss durchrang, das Ganze sein zu lassen. “Ich höre da abblasen. Wer A sagt, sollte auch B sagen. Sie sollten nichts abblasen, sondern sich einen blasen lassen.” Dr. Schwarz wurde offensichtlich rot im Gesicht. “Sie sollten sich einen blasen lassen, und wenn sie dabei nicht philosophieren können, daraus ihre Schlüsse ziehen. Mir macht es nichts aus, sie nackt oder mit der Nutte zusammen zusehen. Ich gehöre dazu, ob sie wollen oder nicht. Ich bin ihre Angestellte. Unter diesen außergewöhnlichen Umständen, und damit sie sich nicht unnötig wegen mir schämen, könnte ich, als gleiche unter gleichen, meine Dienste nackt verrichten. Ich trage ein paar nette Dessous, und falls sie das auflockern könnte, würde ich mich ausziehen und sie in der von ihnen gewünschten Freizügigkeit bedienen. Dieser Abend ist eine Ausnahme, etwas wird passieren, dass sich vermutlich nie wiederholen wird. Das soll nicht heißen, dass ich den Platz der Nutte einnehmen will. Aber meine Herren, wenn sie mich nackt oder halbnackt sehen wollen, dann soll es sein!”             
     
     
     
     
     
                            - 4 -
     
    Der Vorschlag von Elfriede stürzte die Philosophen in weitere Verlegenheit. Unfähig zu diskutieren, unfähig Entschlüsse zu machen oder sich durchzusetzen, brachte einer des Kollektivs nur ein “Sie können doch nicht ...” hervor. “Ich kann meine Herren, ich kann”, konterte Elfriede und zum Beweis knöpfte sie ihre Bluse auf. Es zeigte sich, dass sie unter dieser einen feilchenfarbenen BH trug, der zwar ihre Brustwarzen bedeckt hielt, aber ansonsten mehr zeigte als verdeckte. Elfriede hatte nicht vor, die Bluse wieder zuzuknöpfen, sondern legte die Bluse ganz ab. Ihre unerlaubte und auch unerhörte Tat blieb vorerst ohne Konsequenzen. Nun, es mochte sein, dass sich in den Männern etwas regte. Eine Weile konnten sie nicht ihre Augen von ihren großen Brüsten abwenden. “Vielleicht ist es besser, dass bevor die Nutte kommt und sie komplett überfordert, sie sich ein bisschen an den Anblick einer nackten Frau gewöhnen. Vielleicht finden sie ja zu ästhetischen Betrachtungen. Ich fühle mich geschmeichelt, wenn ich sie etwas erregt habe:” Sie drehte sich langsam, um den Männern von allen Seiten ihren Körper zu zeigen. Kollektiv breitete sich ein Sehnen nach ihrem Körper aus. Ihre Angestellte, ihre Haushälterin hatte die Leitung des Abends an sich gerissen. “Ich denke nicht, dass das, was ich ihnen zu sehen gebe, eine Zumutung ist. Es gibt Tage, da werden die Gesetze des Universums auf den Kopf gestellt. Heute ist so ein Tag. Dies hier ist eine Quantenfluktuation weg vom Gewöhnlichen, und da ich Teil ihres Projekts bin, nicht nur heute, sondern für das Bestehen des philosophischen Salons, werde ich mich weiter ausziehen. Ich gefalle ihnen doch?” - “Fräulein Elfriede, es ist schwer und die Unwahrheit das Gegenteil zu behaupten. Sie sind sehr schön!” Das sagte ein geistesabwesender Dr. Schwarz. Die Männer saßen in ihren Sesseln und sahen zu, wie Elfriede ihre Pumps auszog und Anstalten machte, ihre Hose aufzuknöpfen. “Ich muss sie einfach ein bisschen abhärten, damit sie ihre Nutte nicht mehr so sehr in Verlegenheit stürzen kann.” Als sie die beige Hose auszog, wandte sie ihren Philosophen ihren Hintern zu. Ihr feilchenfarbenes Höschen war beängstigend klein, sodass es kaum die prallen Arschbacken von Elfriede bedeckte. Die halterlosen schwarzen Strümpfe, die sie trug, waren vielleicht ein weiteres Indiz dafür, dass sie diesen Verlauf des Abends geplant hatte. Schnell zog sie wieder ihre Schuhe an und verschwand mit den ausgezogenen Klamotten in ihre Küche. Die kollektive Sprachlosigkeit der Männer führte dazu, dass sie schnell ihre Weingläser leerten. Robert Unmuth fing an, in sich hinein zulächeln. Vielleicht kamen bei ihm Erinnerungen an alte Zeiten hoch, die ihm auch Selbstsicherheit zurückgaben. ”Sie hat Quantenfluktuation gesagt”, stammelte Professor Hügel. “Wir müssen akzeptieren, dass sie schön ist und das sie uns nun zeigt, wie schön sie ist”, kommentierte Robert Unmuth die Situation. “Und sie hat recht. Sie gehört zu uns und zu unserem Projekt” - “Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen”, piepste Dr. Schwarz.
    Elfriede war indessen stolz auf sich. Vielleicht umtrieb sie auch der Wunsch, die Nutte auszustechen. Sie begann ihre Vorbereitung für das Essen. Es würde heute Abend

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