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Elfriede im Salon (German Edition)

Elfriede im Salon (German Edition)

Titel: Elfriede im Salon (German Edition)
Autoren: Henry Milk
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masochistischen Part einer Sado-Maso-Nummer engagiert. Dr. Schwarz schaute auf den Schritt von Elfriedes Höschen. “Kleine, wenn du nicht spurst, gibt’s nur wenig Geld und ich übernehme deinen Job.”
      Daraufhin nahm Elfriede aber einen versöhnlicheren Ton an und fragte “Willst du Rotwein oder Champagner?” Ein wenig verunsichert sagte die Nutte: “Wenn es recht ist, Champagner” und da es für Nutten üblich ist, ihr Geld vorab zu kassieren, kam sie auf diesen Punkt zu sprechen. “So, jetzt will ich mein Geld, die neunhundert Mark!” Dr. Schwarz nutzte die Gelegenheit, sich von dem drallen Persönchen zu entfernen und ging zu der Bücherwand, wo auch ein Holzkästchen stand, indem sich das Geld befand. Dann kam er zurück, drückte ihr das Geld in die Hand, sodass die Nutte sich ihrerseits veranlasst sah, sich in Bewegung zu setzen; sie ging in die Diele zur Garderobe, wo ihre Handtasche und ihr Mantel hingen. Immerhin ließ sie ihre Handtasche vertrauensvoll außer Sichtweite hängen. Währenddessen klappte Elfriede unaufgefordert im Salon das schwere, noch verlassene Ledersofa auf. Der Salon bot kaum passende Möbelstücke für eine gemeinsame Orgie. Die Betten im Gästezimmer waren eine Möglichkeit, aber man wollte nicht im kargen, kleinen Gästezimmer diskutieren und lieben; der schwere Eichentisch, um den man herumsaß, bot eine weitere eher unbequeme Möglichkeit, das eben aufgeklappte Sofa und der Teppichboden waren weitere Alternativen. Als die Nutte zurückkam, forderte Elfriede sie auf, sich aufs Sofa zu begeben und sich auszuziehen. “Eigentlich wollten wir mit ihr noch etwas besprechen”, wandte Robert Unmuth ein. “Ich denke, sie kann auch nackt zuhören und sprechen”, wusste sich Elfriede durchzusetzen.    
                               
                                                                  - 7 -
     
    Robert Unmuth machte sich Gedanken, wie er Elfriedes Eingriffe in den heutigen Abend zügeln konnte. Sie war selbstverständlich nicht die Veranstalterin des heutigen Abends, sondern ihre Hausangestellte. Sie hatte die Prostituierte nicht aufzufordern, sich auszuziehen. Die knöpfte tatsächlich, auch in Unkenntnis über die theoretischen und wahren Machtverhältnisse im Salon, ihre blaue Seidenbluse auf. Es gab keinen Büstenhalter, wie schon vermutet, und ihre Brüste wirkten etwas wie außerirdische Monster, begierig die Macht auf der Erde zu übernehmen. Die großen festen Nippel der Titten wirkten wie Sinnesorgane, wie Augen, die feindselig die Verhältnisse im Salon begutachteten. Die Prostituierte war Opfer eines Aliens, Wirtskörper eines kosmischen Parasiten. Wie fremd das Gesamtwesen aussah, halb Mensch, halb Alien. Verlangten die Monsterbrüste nicht, dass man sie in den Mund nahm? Die fremdartigen Warzen, gleichzeitig Augen und Giftdrüse, bestimmt um Aliensubstanz in andere Körper zu spritzen. Die beiden Brüste hypnotisierten vermutlich, sodass man die Warzen in den Mund nahm.
    Es war nur eine Frau mit großen Titten. Diese waren weniger dazu gedacht, Säuglinge zu stillen, sondern waren eine Kapitalanlage, die Lust verschaffen sollte. Aber wie konnte es sein, dass die Brüste so befremdlich wirkten? Die Menschen waren schon immer zweigeschlechtig. In der Geschichte der Menschheit waren Millionen Männer mit Millionen Frauen tausendfach intim gewesen, im Übrigen selbstverständliche Voraussetzung dafür, dass die Menschen überhaupt millionenfach existierten. Gab es nicht die kollektive Erfahrung des Sexes? Nicht nur, dass Brüste beim Sex erfahren wurden, die meisten Kleinkinder dieser Erde wurden durch sie gestillt. Wer erklärt das Befremden der Männer, als sie die Brüste der Hure sahen?
     
    Wer von ihnen die Alienfantasie hatte, bleibt ein Geheimnis dieses Abends. Dennoch könnte man darüber mutmaßen, wem man solche Vorstellungen unterstellen konnte. Professor Hügel war wohl derjenige von ihnen, der am häufigsten an außerirdisches Leben dachte. Er war allerdings kein ausgesprochener Fan von Science-Fiction Literatur oder SF-Filmen. Es gab ein paar recht intelligente Werke, die er mochte. Jedenfalls die Science-Fiction, die ihre Berührungspunkte mit dem Horror-Genre hatte, war nicht sein Fall. Im Übrigen war er langjährig verheiratet gewesen und es war anzunehmen, dass er des öfteren die nackte Brust seiner Frau gesehen hatte. Nun ja sicher konnte man nicht

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