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Eine Hexenmutter erzählt: Mystisches Märchen um ein uraltes Familiengeheimnis (German Edition)

Eine Hexenmutter erzählt: Mystisches Märchen um ein uraltes Familiengeheimnis (German Edition)

Titel: Eine Hexenmutter erzählt: Mystisches Märchen um ein uraltes Familiengeheimnis (German Edition)
Autoren: Desire de Marlon
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Prolog
Und eine Hexenmutter erzählt…….

    Es war an einem kalten regnerischen Oktoberabend.
    Kassandra, die Hexe, saß wie jeden Abend in ihrem Schaukelstuhl. Ein lustiges Feuer prasselte im Kamin und verbreitete behagliche Wärme, während draußen der Wind um das kleine Hexenhaus pfiff und Schneeregen gegen die Scheiben klatschte.
    Svetlana, die elfjährige Tochter von Kassandra, setzte sich auf ein Kissen zu ihren Füßen.
    Lächelnd sah Kassandra ihre Kinder an. Ja, es waren gute Kinder, nicht zu brav, nicht zu schlecht. Alle drei hatten das kupferrote Haar ihrer Mutter, mal heller, mal dunkler, je nachdem wie stark die Sonne die Haare ausgebleicht hatte.
    Auf ihren kindlichen Gesichtern tummelten sich Hunderte Sommersprossen, sehr zum Ärger der elfjährigen Svetlana. Manchmal wünschte sie sich, dass die “Feenpunkte” so dicht zusammen wuchsen, damit sie wie eine dunkle Sonnenbräune aussähe.
    Der neunjährige Joschi lachte sie dann aus:“Dann siehst du aus wie ein Schokoladenkind.”
    Er war stolz auf seine “Feenküsse”.
    “Jede Nacht kommen die Feen und küssen mich. Sie lieben mich, und jeden morgen sind es mehr.”
    Kassandra war überzeugt davon, dass er recht hatte.
    Er war ein richtiger Junge: stets zu Streichen aufgelegt, dabei aber nie bösartig und immer hilfsbereit. Er hatte ein Herz für alle Tiere des Waldes und die Scheune war voll von seinen “Pflegekindern”. Alle kranken oder verletzten Tiere fanden auf magische Weise den Weg zu ihm. Es kam oft vor, dass Tiere, die er vor Monaten gesundgepflegt hatte, zu Besuch kamen und stolz ihren Nachwuchs zeigten, oder andere Tiere, die Hilfe brauchten, zu ihm brachten.
    Manche gingen überhaupt nicht mehr weg, wie der große Uhu, der nun auf dem Dachboden wohnte. Oder die Igelfamilie, die ihr Heim unter dem alten Brombeerstrauch bezogen hatte und nun den Garten von Schnecken und anderem Ungeziefer frei hielt.
    Belenos, sieben Jahre alt, war der ruhige der drei. Er saß oft stundenlang und schnitzte wundervolle Figuren oder zeichnete seine Geschwister beim Spielen mit den Tieren.
    Erwartungsvoll sahen die Kinder zu Kassandra auf.
    “Erzählst du uns eine Geschichte?” fragte Joschi.
    “Oh ja! Eine spannende!” rief Belenos.
    “Nein, von der Liebe!” meinte Svetlana. Sie war ja so romantisch!
    “Ach, du und deine Liebesgeschichten!”, maulte Joschi. “Du bist doch selber verliebt in den Neuen aus der Neunten! Ich will lieber eine Geschichte über Magie hören…”
    Kassandra lachte. “In ein paar Jahren wirst auch du die Liebe entdecken, Joschi. Sie ist so natürlich wie das Leben selbst. Und sie ist die Stärkste aller Magien! Warte nur ab. Bei deinem Vater und mir war es auch nicht anders. Nun, ich erzähle euch eine Geschichte von Liebe, Hoffnung und Magie!”
    Und Kassandra , die Hexe erzählte…

Die Rettung der Gnome

    In einem Wald, nahe einem kleinem Dorf, lebte ein armer Holzfäller mit seiner Familie.
    Ihr Leben war hart, die Arbeit schwer und manchmal gefährlich. Schon morgens gingen die Kinder an den Waldrand um Pilze, Beeren und Kleinholz zu sammeln, um diese dann im Dorf zu verkaufen.
    Die Großmutter sammelte Distelwolle und Schafswolle, die an Büschen und Sträuchern in den Auen und Waldrändern hängen blieben, wenn die Schäfer ihre Schafe auf den Wiesen am Dorfrand hüteten. Am Abend saß dann die ganze Familie am Kamin.
    Jamina, die Jüngste, sammelte kleine Äste und Blätter aus der gesammelten Wolle, Großmutter saß am Spinnrad und Mutter strickte aus der gesponnenen Wolle Mützen, Strümpfe, Handschuhe und Pullover.
    Vater Janosch schärfte seine Äxte, denn ohne die könnte er seiner Arbeit nicht nachgehen und seine Familie nicht ernähren. Sein Sohn Josch half ihm so gut er es mit seinen zehn Jahren konnte. Er war noch nicht stark genug um Bäume zu fällen, aber die Zweige der gefällten Stämme schlug er mit einer kleinen Axt ab. Diese Zweige bündelte er und verkaufte sie im Dorf als Brennholz. Besonders schöne Äste nahm er mit nach Hause. Abends saß er vor dem Kamin und schnitzte daraus wundervolle Figuren, die so lebendig wirkten, als würden sie jeden Augenblick davon springen. Seine Tiere, Feen und Gnome waren richtige Kunstwerke, die auf dem Markt sicher viel Geld gebracht hätten… wenn sie nicht auf wundersame Weise verschwanden!!
    Jeden Abend stellt Josch eine fertige Figur auf den Kaminsims… und jeden Morgen war sie verschwunden!
    Mutter Tatjana versuchte dem Dieb eine Falle zu

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