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Ein Vampir Fuer Die Ewigkeit

Ein Vampir Fuer Die Ewigkeit

Titel: Ein Vampir Fuer Die Ewigkeit
Autoren: Michelle Mayerus
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Ich musste zu Chrisi diesen verdammten Abstand halten, zu der Frau die ich seit Jahrhunderten liebte. Es war zu gefährlich auch nur in ihrer Nähe zu sein. Das könnte ihr wieder den Tod bringen, wie es schon einmal vor langer Zeit geschehen war. Mein Halbbruder Christian hatte sie vor vielen Jahren auf eine hinterlistige Art und Weise aus meinem Leben gerissen, was mir das Herz brach und dass sollte auf keinen Fall noch einmal geschehen nachdem ich sie nach so langer Zeit wieder gefunden habe. Nicht in diesem Leben. 
Und ich, ich war ein Verdammter, ein Vampir und ich wusste nicht in wie weit ich mich beherrschen konnte wenn sie in meiner Nähe war. Natürlich hatte ich in den letzten Jahren gelernt unter den Menschen zu leben und mein Verlangen nach Blut zu kontrollieren und auf diesen auf eine andere Art und Weise zu stillen. Trotzdem, ich musste den sicheren Weg gehen, auch wenn das hieß, dass ich sie nie mehr in meinen Armen halten und küssen durfte. Von daher war es gut, dass sie in Deutschland lebte und ich auf Vancouver Island, auch wenn mich tagtäglich die Sehnsucht nach ihr quälte und mich auffraß.
    Bärbel meine allerliebste Kollegin, mit der ich jetzt bereits seit über fünf Jahren ein Büro in einem Mittelständischen Betrieb für Metallverarbeitung teilte in dem wir als Bürokauffrauen arbeiteten, hatte es wieder einmal geschafft. Leise war sie von hinten an mich angeschlichen und bescherte mir eine fiese Schrecksekunde, indem sie mich wieder einmal aus meinen Tagträumen riss in denen ich oft schwebte. Sie liebte dieses Spiel und ich war dann immer total an genervt von ihr. Dieses Mal war ich ihm schon so nahe gewesen, dass ich fast sein Gesicht erkennen konnte. Ich war frustriert und machte mich auf den Weg nach Hause.
Wie gut das München ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz besaß, somit konnte ich mich in der U-Bahn wieder meinen Gedanken hingeben bis ich aussteigen musste.
Seit nun gut fünf Jahren wohnte ich in dieser Stadt und sie gefällt mir super gut. Ich brauche kein Auto, komme aber trotzdem überall hin. Einkaufen kann man hier an fast jeder Ecke. Vor allem dort wo ich wohnte, hatte ich direkt die Riem Arkaden vor der Türe. Das war so was von perfekt. Ich musste an meine Teenie Zeiten denken.
Mit fünfzehn Jahren wurde mir von meinen Eltern eröffnet, dass ich im Alter von nur einem Jahr von ihnen adoptiert worden war. Ab diesem Tag träumte ich seltsamerweise immer wieder von diesem einen Mann. Ich kannte ihn nicht, habe ihn nie im wahren Leben zu Gesicht bekommen, aber er gehörte zu meinem Leben wie kein zweiter und ich fühlte mich sehr zu ihm hingezogen. Kein anderer Mann war mir je so nahe gekommen wie er, was verrückt ist, ich weiß. Und ihr könnt mir glauben, dass ich den einen oder anderen Anlauf, was Männer betrifft, bereits genommen habe in meinem Leben, aber für keinen Empfand ich annähernd das was ich für diesen Unbekannten Traummann empfand. Eine innere Stimme sagte mir dass ich diesen Typen eines Tages kennenlernen werde, da war ich mir sicher.  
Damals fühlte ich mich nach dieser Hiobsbotschaft, dass ich adoptiert worden war,  wie in zwei Hälften zerrissen, absolut unvollständig. Die eine Seite die ich kannte, mit der ich aufgewachsen und die mir so sehr vertraut war und dann noch die andere Hälfte meines Daseins, die mir völlig fremd war. Und dieser Mann aus meinen Träumen, den ich leider bis heute immer nur aus der Ferne bewundern durfte, half mir sehr über diese Zeit des Zerrissen seins hinweg.  
Ab diesem Zeitpunkt, als ich mir klar darüber war dass sich für mich trotz der Tatsache Adoptivkind zu sein auch in Zukunft nichts ändern würde, fing ich an mal mehr mal weniger intensiv meine eigentliche Herkunft zu ergründen. 
In meiner Kindheit suchte ich oft die Gemeinsamkeiten zwischen mir und meinen Eltern und vermisste diese schmerzlich. Mein Vater besaß kräftiges  schwarzes Haar mit einem leichten Ansatz von Geheimratsecken und meine Mutter feines rotes. Ich dagegen war dunkelblond und mit grünen Augen, aber mein Teint war dunkler als der meiner Eltern. Was mir eher ein exotisches aussehen verlieh. Noch nicht einmal die Größe passte. Mit meinen einen Meter fünfundsechzig war ich ein gutes Stück kleiner als meine Eltern. 
Ab diesen Tag X war mir natürlich klar warum ich nie auch nur ansatzweise Ähnlichkeiten fand oder finden würde.
Dieser Tag, an dem sich mein Leben von Grund auf änderte, lag nun bereits schon 

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