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Duncans Lady

Duncans Lady

Titel: Duncans Lady
Autoren: Emilie Richards
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Prestwick und von dort nach London schaffe, um sie abzufangen. Aber ich könnte von Prestwick direkt nach L.A. fliegen. Es gibt einen Direktflug, während Lisa … Elizabeth Sinclair zwei Stunden Aufenthalt in New York hat. Ich wäre eine Stunde vor ihnen in L.A. und könnte sie abfangen, wenn sie aus dem Flugzeug kommen.“
    „Aye. Das könntest du.“
    Er strich ihr mit den Händen über die Arme. „Es könnte Lisa sein. Und wenn sie April zurück nach
    L.A. bringt, kann sie mit ihr untertauchen. Wer weiß, wo sie von dort aus mit hier hinfährt. Soweit ich weiß, ist sie immer noch bei dieser komischen Sekte. Die hat überall in der Welt Niederlassungen. Es wäre ein Leichtes für diese Leute, dafür zu sorgen, dass ich April niemals wiedersehe.“
    „Deine Tochter ist in Glencoe, Duncan.“ Sie ergriff seine Hände. „Elizabeth Sinclair ist nicht Lisa.“
    „Du bringst mich völlig durcheinander!“
    „Nein, ich bringe dir dein Kind zurück. Und wenn du sie nicht zurückholst, wenn du nicht mit mir kommst, um sie zu suchen, weiß ich nicht, was passieren wird.“
    „Ich hätte nie geglaubt, dass du mir das antun könntest! Du bittest mich, mich allein aufgrund deiner Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen, gegen das zu entscheiden, was ich für richtig halte.“
    „Aber nicht, um dich zu prüfen. Nie in meinem Leben war ich mir einer Sache so sicher. Du hast gesagt, dass du mir vertraust. Du musst mir auch jetzt vertrauen!“
    Es hatte ja so kommen müssen. Das sah sie ganz deutlich. Irgendwo in ihrem Inneren hallte der Schrei eines Kindes nach. Sie konnte nicht mehr für April tun, als Duncan ein Ultimatum zu stellen.
    Sie spürte die Anspannung seines Körpers durch ihre Handflächen. Er war kurz davor, in tausend Stücke zu zerbersten. In ihren Augen sammelten sich Tränen, aber sie schwieg.
    „Glencoe“, sagte er. Er machte sich von ihr los. „Ich werde mit dir nach Glencoe fahren.“
    „Du wirst es nicht bereuen.“
    Er ging zurück zum Telefon, nahm den Hörer auf und wählte eine ganze Reihe von Ziffern, ohne sie ein einziges Mal aus den Augen zu lassen. Schließlich hielt er sich den Hörer ans Ohr und wartete. „Kann ich bitte Sam sprechen? Hier ist Duncan Sinclair. Yeah, ich rufe aus Schottland an. Wie spät ist es bei Ihnen?“ Er wartete, dann sprach er erneut.
    Sie hörte zu, als er kurz schilderte, was geschehen war. Sie begriff, dass es sich bei dem Mann am anderen Ende der Leitung um seinen Anwalt in Amerika handelte. „Ich muss Sie bitten, die Ankunft des Fliegers in siebzehn Stunden abzupassen. Vielleicht ist Lisa zusammen mit April an Bord. Wenn ja, müssen Sie ihr April wegnehmen, und wenn das nicht geht, müssen Sie ihnen folgen. Ich werde für alle Unkosten aufkommen, egal wie viel es sein wird. Schalten Sie einen Privatdetektiv ein, wenn Sie das für besser halten. Aber Sie müssen am Flughafen sein, um sie zu identifizieren.“
    Er hörte zu. „Ja, ich habe die Flugdaten.“ Er nahm das Blatt Papier, auf dem er zuvor die Notizen gemacht hatte und gab dem Mann die Informationen weiter, die er von der Angestellten erhalten hatte. „Können Sie das für mich tun? Sicher? Okay, wir telefonieren, sobald das Flugzeug gelandet ist. Sam, danke. Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn Sie Nein gesagt hätten.“
    Er legte auf. „Das hat nichts mit Vertrauen zu tun.“
    Sie sagte nichts. Weil nichts, was sie sagen könnte, etwas ändern würde.
    „Du hast mich gebeten, dir zu glauben“, sagte er. „Das tue ich auch. Und jetzt bitte ich dich, mir zu glauben. Ich muss einfach jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen.“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und ließ sie allein.

17. KAPITEL
    In der Morgendämmerung war Glencoe von überirdischer Schönheit. Der Schnee hob die schroffen Gipfel hervor, und das Eis glitzerte wie Diamanten auf den Bäumen und Wegen. Duncan parkte auf dem Parkplatz eines Hotels mehrere Meilen außerhalb des Dorfes. Die von Flüssen, Bergen und Seen geprägte Region war so verlassen, dass es Tage gedauert hätte, um alle Gegenden abzusuchen, die auch nur halbwegs gut zugänglich waren.
    Duncan schnürte seine Stiefel fester und zog einen zusätzlichen Pullover über, ehe er den Reißverschluss seiner Jacke schloss. Die anderen Männer taten es ihm gleich. Nicht einer von ihnen hatte gezögert, als er mit der Bitte um Hilfe an sie herangetreten war. Sie hatten nur genickt und ihn gefragt, wann er aufbrechen wolle. Und als Duncan herumfuhr, um sie

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