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Dray Prescot 06-Die Menschenjäger von Antares

Dray Prescot 06-Die Menschenjäger von Antares

Titel: Dray Prescot 06-Die Menschenjäger von Antares
Autoren: Alan Burt Akers
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ANMERKUNG ZUM HAVILFAR-ZYKLUS
     
     
    Mit diesem Band wird Dray Prescot kopfüber in eine neue Serie von Abenteuern auf dem Planeten Kregen gestürzt, auf jener herrlichen, geheimnisvollen und schrecklichen Welt unter den Sonnen Scorpios, die vierhundert Lichtjahre von unserer Erde entfernt sind.
    Dray Prescot ist ein gut mittelgroßer Mann mit glattem braunem Haar und braunen Augen, die gleichmütig und seltsam zwingend sind. Seine Schultern sind ungewöhnlich breit, und ihn umgibt eine Atmosphäre kompromißloser Ehrlichkeit und ungebrochenen Mutes. Er bewegt sich leise und gefährlich wie eine riesige Raubkatze. 1775 geboren und von den unmenschlich grausamen Zuständen in der Marine des späten achtzehnten Jahrhunderts geprägt, zeichnet er ein Bild von sich, das mit zunehmender Tiefe nicht weniger rätselhaft wird.
    Durch den Einfluß der Herren der Sterne und der Savanti nal Aphrasöe, der sterblichen, doch übermenschlichen Wesen, die sich der Hilfe an der Menschheit verschrieben haben, ist er oft wiederholt auf den Planeten Kregen versetzt worden. Zu Beginn seiner Abenteuer wurde er Zorcander bei den Klansleuten von Segesthes, dann Lord von Strombor in Zenicce, darauf wurde er Mitglied des geheimnisvollen und kriegerischen Ordens der Krozairs von Zy. Gegen größte Widerstände erkämpfte sich Prescot sein höchstes Ziel auf dieser Welt und errang im unvergeßlichen Kampf bei den Drachenknochen seine Delia, Delia von Delphond, Delia von den Blauen Bergen. Und Delia forderte von ihrem Vater, dem gefürchteten Herrscher von Vallia, die Ehe mit Dray, und im lauten Jubelgeschrei von Prescots Männern und Kameraden wurden sie einander versprochen.
    Als Prinz Majister kehrte Prescot an Bord des herrschaftlichen Flugboots in die Hauptstadt Vallias, Vondium, zurück, und vor seinem inneren Auge stand die Pracht, die ihn erwartete – und er braucht uns nicht zu erzählen, daß er nun all seine Träume verwirklicht sah. Unter seiner alten rotgelben Flagge begleitete ihn Delia, die Prinzessin Majestrix des mächtigen Reiches.
    So endete der Delia-Zyklus. Mit diesem Band, Menschenjäger von Antares , wird der ›Havilfar-Zyklus‹ eröffnet, und wie Sie auf den folgenden Seiten feststellen werden, beginnt für Dray Prescot ein neues Leben auf Kregen unter den Sonnen Scorpios; ein Leben, das sich allerdings grausam von dem unterscheidet, was er erwartet und sich erträumt hatte, ein Leben, das ihn in zahlreiche neue Abenteuer und Gefahren stürzt.
    Alan Burt Akers



1
     
     
    Delia und ich hielten Hochzeit.
    Delia aus Delphond, Delia aus den Blauen Bergen, Prinzessin Majestrix von Vallia, und ich, Dray Prescot, heirateten.
    Wenn sich das für Sie nach dem Ende einer Geschichte anhört, dann irren Sie sich jetzt ebensosehr wie ich mich damals geirrt habe. Oh, wie viele törichte junge Liebespaare haben sich auf Kregen wie auf der Erde schon eingebildet, der helle Klang der Hochzeitsglocken bedeute das glückliche Ende ihrer Abenteuer!
    Gewiß, ich wußte, daß sich die Herren der Sterne jederzeit wieder in der Form eines mächtigen rotgoldenen Raubvogels, des Gdoinye, manifestieren konnten, auch mochten die Savanti beschließen, sich meiner Dienste wieder zu bedienen. Doch diese Überlegungen gehörten in das Reich des Möglichen. Wer denkt an die Zukunft, wenn er liebt und frisch verheiratet ist und ganz Kregen sich einladend vor ihm ausbreitet?
    Doch ehe wir an die Hochzeit denken konnten, gab es noch ein Problem. Auf dem Rückflug in die Hauptstadt beherrschte mich das Gefühl, daß ich in eine neue Epoche meines Lebens eintrat. Daß dieser Eindruck richtig war – wenn auch nicht im erwarteten Sinne –, davon werden Sie bald erfahren.
    Nachdem wir von dem legendären Kampf bei den Drachenknochen zurückgekehrt waren und das Leben seine neue Wendung nahm, glaubte ich mich zum erstenmal seit langer Zeit entspannen zu können. Dieser Gedanke mag Ihnen seltsam erscheinen. Doch zuweilen vermag ich die Sorgen der Welt für einige Zeit zu vergessen und meinen inneren Neigungen zu frönen. Mein Verhältnis zum Herrscher war noch immer etwas gespannt, und ich wußte, daß er trotz seines jähzornigen Hochmuts ein wenig Angst vor mir hatte, obwohl er nach wie vor von Männern seiner Wahl umgeben war.
    Wir landeten auf dem Platz vor dem Palast des Herrschers. Er hatte es so eilig gehabt zurückzukehren, daß sein Flugboot den anderen weit vorausgeeilt war. Ich sprang auf das heiße Pflaster des Hofs hinab und sah mich um,

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