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Disturbance (Beachrats: Teil 10) (German Edition)

Disturbance (Beachrats: Teil 10) (German Edition)

Titel: Disturbance (Beachrats: Teil 10) (German Edition)
Autoren: Tobias Jäger
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Kapitel 1: Kevin
    Thanksgiving war bei uns wie immer eine ziemlich große Sache. Meine Eltern, Will, Cherie und Rob kamen für dieses Wochenende aus New Orleans zu uns. Am Donnerstag verbrachten Gene, Rita, George und Sonya ebenfalls den ganzen Tag in unserem Haus. Die Jungs aus dem Reihenhaus fehlten natürlich auch nicht und wir hatten eine ziemlich große Party im Clubhaus. Die Jungs stritten sich darum, wer von ihnen sich um Rob kümmern durfte. Das fand ich ziemlich süß.
    Alex und Justin machten auch etwas ziemlich Nettes, wie ich fand. Am Mittwochmorgen standen sie extra früh auf, fuhren nach Pensacola und brachten Miss Sarah Schultz und Miss Rose Martinez für die Feiertage nach Newport Beach. Murray wusste nichts davon, dass seine Großmutter und ihre Mitbewohnerin bei uns sein würden.
    Unsere Gäste aus New Orleans übernachteten in Alex‘ Apartment, Miss Sarah und Miss Rose brachten wir allerdings im Laguna unter. Ich hatte mit Jack Rooney darüber gesprochen und die beiden Ladys bekamen die Präsidentensuite, die wahrscheinlich das beste Hotelzimmer in ganz Newport Beach war. Jack sorgte dafür, dass sich eine der Mitarbeiterinnen um die Ladys kümmerte und ihnen unter anderem beim Baden und Anziehen half.
    Meine Eltern, Will, Cherie und Rob wollten von Zuhause so losfahren, dass sie gegen ein Uhr bei uns ankamen. Sie wussten über die kleine Überraschung für Murray Bescheid und meine Mom weinte, als ich ihr davon erzählte.
    »Wessen Idee war das?«, fragte sie mich am Telefon. »Alex‘?«
    »Ich weiß es nicht wirklich«, musste ich zugeben. »Alex und Justin sind ein paar Mal mit Murray nach Pensacola gefahren, damit er seine Grandma besuchen kann. Ich glaube, sie mögen beide diese alten Ladys. Es hätte genauso gut Justins Idee sein können.«
    »Ich bin so stolz auf sie, Kevin«, schluchzte sie.
    »Ich weiß«, antwortete ich. »Rick und ich sind mindestens genauso stolz auf sie. Ich habe dir doch gesagt, dass wir die besten Kinder auf der Welt haben.«
    Meine Mutter sagte nichts, aber ich konnte sie noch immer Schluchzen hören.
    »Bist du okay?«, fragte ich irgendwann.
    »Es geht mir gut«, sagte sie und lachte. »Ich kann dir gar nicht sagen, wie gut es mir geht.«
    David, Brian, Denny und Sean schafften Murray am späten Mittwochvormittag aus dem Haus, um uns die Möglichkeit zu geben, die Ladys unbemerkt ins Clubhaus zu bringen. Rick und ich hatten dort das Mittagessen vorbereitet.
    »Ihr Jungs habt euch für meinen Murray so viel Mühe gemacht«, sagte Miss Sarah, als Alex und Justin mit den Ladys bei uns ankamen. »Ich bin euch so unendlich dankbar. Ich liebe euch alle genauso wie Murray es tut.«
    »Murray ist ein wundervoller Junge, Miss Sarah«, sagte ich. »Wir freuen uns, dass Sie und Miss Rose bei uns sein können.«
    Alex und Justin blieben bei ihnen, während Rick und ich ins Haus gingen, um die Gäste aus New Orleans zu begrüßen. Es dauerte auch nicht lange, bis die anderen Jungs mit Murray zurückkamen. Der Gesichtsausdruck von Murray, als er seine Grandma entdeckte, war für mich das eigentliche Highlight der Feiertage. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie jemanden so glücklich gesehen, wie es Murray in diesem Moment war. Alex und Justin machten natürlich unzählige Fotos, aber keiner der Schnappschüsse konnte das Funkeln in Murrays Augen so festhalten, wie es in diesem Augenblick gewirkt hatte.
    Will und Charie hatten für Rob einen Laufstall mitgebracht. Jedes Mal, wenn sie Rob dort reinsetzten, waren Trixie und Krewe zur Stelle und setzten sich davor wie Agenten des Secret Service , die den Präsidenten bewachen.
    »Hast du ihnen das beigebracht?«, fragte ich Brian.
    »Nein«, antwortete er. »Wie könnte man Hunden beibringen, ein Baby zu beschützen, das sie noch nie gesehen haben? Sie sind nur dumme Tiere, Kevin.«
    »Geh und wasch dir den Mund mit Seife aus«, sagte ich grinsend.
    »Was?«, fragte er, ebenfalls mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
    »Wie kannst du sie nur dumm nennen?«
    »Ich weiß«, lachte er. »Sie sind ziemlich clever, oder?«

    »Das kannst du laut sagen«, antwortete ich und musste ebenfalls lachen.

    Meine Eltern, Will, Cherie und Rob brachen am Sonntagmorgen auf, um nach New Orleans zurückzufahren. Zur gleichen Zeit wollten Alex, Justin, Murray und Denny die alten Ladys wieder nach Pensacola bringen. Wir hatten einen tränenreichen Abschied.
    »Kevin, komm her«, sagte Miss Rose, kurz bevor sie losfuhren.
    »Ja,

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