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Die zweite Wirklichkeit

Die zweite Wirklichkeit

Titel: Die zweite Wirklichkeit
Autoren: Vampira VA
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Was bisher geschah
    Alle Vampiroberhäupter rund um den Globus werden von einer schrecklichen Seuche befallen, die sie auf ihre Sippen übertragen. Die infizierten Vampire - bis auf die Anführer selbst - können ihren Durst nach Blut nicht mehr stillen und altern rapide. Gleichzeitig wird in einem Kloster in Maine, USA, ein Knabe geboren, der sich der Kraft und Erfahrung der todgeweihten Vampire bedient, um schnell heranzuwachsen.
    Die Epidemie macht auch vor dem Häuptling eines Stammes von Vampir-Indianern nicht halt, die sich vom Bösen abgewandt haben, indem sie geistigen Kontakt zu ihren Totemtieren, den Adlern, halten. Makootemane kämpft mit dem Traumbild der Seuche - einem Purpurdrachen - und drängt ihn zurück. Sowohl die Seuche als auch die Geburt des Kindes erschüttern das Weltgefüge auf einer spirituellen Ebene. Rund um den Erdball reagieren para-sensible Menschen, träumen von unerklärlichen Dingen und möglichen Zu-künften. Die »Illuminati«, ein Geheimbund in Diensten des Vatikans, rekrutiert diese Träumer.
    Als das Kind die Kraft in Lilith erkennt, bringt es sie in seine Gewalt und seine Träume. Doch Rafael Baldacci, ein Gesandter von Il-luminati, rettet sie aus einer Traumwelt, in der die Vampire die Erde beherrschen, indem er sein Leben für sie opfert.
    Baldacci ist der Sohn Salvats, der den Illuminati vorsteht. Die Ziele des Ordens sind mysteriös, scheinen aber eng an ein Tor gebunden, das er in einem unzugänglichen Kloster nahe Rom bewacht. Gabriel, das Kind, wird auf das Tor - und die Mächte dahinter - aufmerksam. Er sucht das Kloster auf und erkundet die Lage. Gleichzeitig ruft er Landru herbei, dessen Kraft er sich einverleiben will, bevor er das Tor öffnet ...
    In der Zwischenzeit führt die Seuche einen zweiten Schlag gegen den Stamm der Vampir-Indianer. Hidden Moon, Makootemanes Schüler, macht sich auf, um Lilith Eden um Hilfe zu bitten. Sie steht den Arapaho gegen die Seuche bei, die jedoch alle Adler und letztlich - durch Lilith - auch Makootemane tötet. So zerstreut sich der Stamm auf der Suche nach neuen Totemtieren, und Hidden Moon schließt sich Lilith an.
    Das wird beiden beinahe zum Verhängnis. Denn Lilith tötete unter dem Einfluß der Seuche Hidden Moons Totemadler, und nun »staut« sich das Böse in dem Arapaho. Fast zu spät erkennt er, daß Lilith die Rolle seines Totemtieres übernommen hat und er nur in ihrer Nähe dem Bösen widerstehen kann. Doch als seine angestauten Energien auf Lilith übergehen, verändert dies ihr Gleichgewicht: Liliths böse, vampirische Seite gewinnt die Oberhand! Und das ausgerechnet in einem Kampf gegen einen wahnsinnig gewordenen Vampir! Nur mit knapper Not können Lilith und Hidden Moon ihre wahre Natur wiederfinden und gegen den Vampir bestehen .

Für einen flüchtigen Moment verwandelte sich der Rest wohliger Morgenmüdigkeit in etwas, das wie schmelzendes Eis dicht unter Liliths Haut dahinfloß und unangenehm kribbelnde Schauer vagen Entsetzens darüberkriechen ließ. Dann war es vorbei; in dem Augenblick, da Lilith die erschreckende Ahnung, ihre Eltern wären tot, als das abtat, was sie nur sein konnte: als Überbleibsel ihres beängstigenden Traums. Ein Rest davon, der sich noch zäh und klebrig am Rand jenes Abgrundes aus Vergessen und Schwärze verfangen hatte, in den böse Träume nach dem Erwachen hinabgeschlürft wurden, als lauerte auf seinem Grund ein gefräßiger Moloch, der sich allein von düsteren Gedanken und Empfindungen nährte.
    »Meine Güte«, wunderte sich Lilith über ihre merkwürdigen Gedankengänge und sprang so hastig aus dem Bett, als wollte sie vor etwas fliehen, das ihrer nur darin habhaft werden konnte. Aber das seltsame Gefühl von Beklemmung hing ihr auch dann noch an, als sie inmitten ihres Zimmers stand. Und es nahm sogar um eine Winzigkeit zu, als sie einen kurzen Blick aus dem Fenster hinaus auf die Paddington Street warf, an der ihr Elternhaus als Nummer 333 lag. Zur Straße hin war es durch einen üppig wuchernden Garten mit riesigen Bäumen, die immerwährenden Schatten spendeten, und eine hohe, moosbewachsene Mauer abgegrenzt, so daß nichts von dem zu sehen war, was sich jenseits davon befand.
    Weil dort nichts mehr lag ...
    Weil das Haus im Erdboden versunken war, nachdem ...
    Wieder fröstelte Lilith und versuchte die lautlos wispernde Stimme zu ignorieren, die die furchteinflößenden Gespinste ihres kruden Traumes von neuem heraufbeschwor und zur Erinnerung an etwas tatsächlich

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