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Die schöne Hira und ihr Verführer: Nächte voller Sinnlichkeit (German Edition)

Die schöne Hira und ihr Verführer: Nächte voller Sinnlichkeit (German Edition)

Titel: Die schöne Hira und ihr Verführer: Nächte voller Sinnlichkeit (German Edition)
Autoren: Nalini Singh
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1. KAPITEL
    D
urch diesen Bund lege ich mein Leben in die Hände von Marc Pierre Bordeaux. Für immer und ewig.“ Während Hira die rituellen Worte als Braut wiederholte, fühlte sie sich, als würde ihr Herz in tausend Stücke zerspringen.
    Feierlich lächelnd nahm der Priester das lose Ende des roten Seidenbandes auf, das um Hiras Handgelenk geschlungen war, und führte es durch das geschnitzte Gitter über der Wand, die Frauen und Männer voneinander trennte. Damit war die Hochzeitszeremonie fast abgeschlossen. In wenigen Minuten würde Hira die Ehefrau des Mannes mit den nebelgrauen Augen sein.
    Was der wundervollste Tag in Hiras Leben hätte sein sollen, bedeutete für sie, dass all ihre Träume starben. Träume von Liebe, von grenzenloser Zärtlichkeit und einer eigenen Familie. Denn anstatt umworben und schließlich erobert zu werden, war Hira Dazirah nur Bestandteil eines Handels.
    Ihr Handgelenk zuckte, als das seidene Band sich straffte. Im selben Moment hörte sie den Priester sagen: „Er ist jetzt mit dir verbunden.“
    Auf der anderen Seite der Wand stimmte der Vorsänger des Hochzeitschors den feierlichen Schlussgesang an.
    Nach dem Brauch ihres Heimatlandes Zulheil würde Marc Pierre Bordeaux danach ihr rechtmäßiger Ehemann sein. Marc mit dem charmanten Lächeln und dem leidenschaftlichen Blick, Marc mit den wachen Augen und dem schleichenden Gang eines Jägers. Marc, der von ihrem Vater ihre Hand gefordert hatte, um dadurch ein großes Geschäft zwischen den beiden zu besiegeln.
    Zunächst hatte Hira einen ganz anderen Eindruck von ihm gehabt. Als sie ihm zum ersten Mal begegnet war, hatte seine erotische Ausstrahlung sie genauso fasziniert wie seine Art, sie anzusehen, als sei sie ein kostbarer Schatz. Dann hatte er ihr ein Lächeln zugeworfen, so charmant und unbeschreiblich sexy, dass Hira einfach darauf reagieren musste. Sie konnte diesem Mann nicht widerstehen und hatte sein Lächeln offen erwidert. Sein leidenschaftlicher Blick hatte sie gefangen genommen.
    Tief beeindruckt von dieser ersten Begegnung, hatte Hira natürlich erwartet, dass er weiter um sie werben würde. Seit Romaz ihre Gefühle mit Füßen getreten hatte, waren Männer für sie nicht mehr von Interesse gewesen. Aber von diesem Moment an keimte neue Hoffnung in ihr auf.
    Doch es kam anders. Marc hielt schon zwei Tage später bei ihrem Vater um ihre Hand an, ohne zuvor mit Hira gesprochen zu haben. Damit zerstörte er alle Illusionen, die sie sich von dem charmanten Amerikaner gemacht hatte. Anstatt sie erst einmal näher kennenlernen zu wollen, schien er sich nur für ihr attraktives Äußeres, ihre wunderbare Figur und ihr bildschönes Gesicht zu interessieren. Das hatte sie zutiefst verletzt, und sie litt immer noch sehr darunter. Die bittere Enttäuschung lastete wie Blei auf ihr.
    „Es ist besiegelt“, erklärte Amira, Hiras Mutter, jetzt. „Der Chor hat den Schlussgesang beendet. Du bist verheiratet, meine Tochter.“
    Hira nickte, ohne sich ihren Schmerz anmerken zu lassen. Die beiden saßen in dem prunkvollen Salon mit allen Frauen der Dazirah Familie zusammen. Hira war sich wohl bewusst, dass sie sehr aufmerksam beobachtet wurde, und sie hätte es ihrer Mutter niemals angetan, die Fassung zu verlieren.
    Liebevoll strich Amira ihrer Tochter über die Wange. „Ich weiß, dass du dir deine Hochzeit anders vorgestellt hast, aber es wird sich alles finden. Dein Ehemann scheint ein gutes Gemüt zu haben.“
    Wenn man davon absieht, dass ihm jedes Einfühlungsvermögen fehlt, dachte Hira bitter. Aber sie wollte ihrer Mutter keine Schande bereiten und antwortete brav: „Ja, Mutter, das glaube ich auch.“
    Doch was bedeutete das schon? Romaz hatte auch ein gutes Gemüt, wie man so sagte. Dennoch hatte er ihr das Herz gebrochen und sich dabei noch über sie lustig gemacht. Hira war damals viel zu verliebt gewesen, um es zu bemerken. Sie hätte alles für ihn getan, wäre sogar mit ihm durchgebrannt, um ihn ohne Einverständnis ihres Vaters zu heiraten.
    Es war das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie bereit gewesen war, die strengen gesellschaftlichen Regeln ihres Landes zu verletzen und somit den guten Ruf ihrer stolzen Familie zu beschmutzen. An jenem schrecklichen Tag war sie davon überzeugt gewesen, das große Glück zu ergreifen, das pure grenzenlose Glück ihres Lebens.
    Als Romaz sie jedoch durch die Tür seines Apartments kommen sah, hatte er sie erstaunt angesehen. „Hira! Was willst du denn hier?“
    Ohne ihm

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