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Die Nachtwanderin

Die Nachtwanderin

Titel: Die Nachtwanderin
Autoren: T. J. Hudspeth
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Die
Nachtwanderin
Teil 2
(aus der Dark-Craving-Reihe)
    © 2011 T. J. Hudspeth

    Unruhig wälzte sich Mimma im Bett hin und her. Sie berührte ihren Hals und wischte sich den Schweiß ab. Es war unerträglich heiß geworden. Als sie es nicht mehr aushielt, riss sie sich die mit Schweiß getränkten Klamotten herunter. Nur noch mit ihrem Höschen bekleidet rollte sie sich auf ihren Bauch und wickelte die kühle Außenseite der Bettdecke um eines ihrer Beine. Erst jetzt bemerkte sie die hämmernden Kopfschmerzen und fasste sich an ihre Stirn. Ihre Schläfen pochten heftig. Sie versuchte den Schmerz weg zu massieren. Ihr Mund fühlte sich trocken an, doch sie schmeckte noch den bitteren Nachgeschmack von Alkohol. Mit ihrer Zunge versuchte sie ihre Lippen zu befeuchten, da diese durch den kaum vorhandenen Speichel im Mund, regelrecht zusammen pappten. Mimma ging in sich und überlegte, was in der Nacht zuvor passiert war, doch es fiel ihr schwer sich daran zu erinnern. Alles war sehr verschwommen. Sie erinnerte sich noch daran, dass sie mit Ardric in seinem Nachtclub war, doch der Rest verschwamm zu einer zähen Masse aus zu vielen Martinis und aufflackernden Lichtern. Jemand räusperte sich lautstark neben ihr. Plötzlich erinnerte sie sich wieder daran, wo sie sich befand. Erschrocken riss sie ihre Augen auf, griff hastig nach der Bettdecke und bedeckte ihren nackten Oberkörper damit. Ardric stand am Fußende des Bettes und grinste sie frech an. Nur mit einem Handtuch um seine Hüften geschlungen und nassen Haaren, wedelte er mit ihren Klamotten in der Hand herum, derer sich Mimma zuvor entledigt hatte.
"Wie lange stehst du hier schon?", fragte Mimma ihn genervt und vergrub ihr Gesicht im Kopfkissen.
"Lange genug, wenn du das wissen willst!", antwortete er ihr. Ardric wusste genau, dass Mimma wissen wollte, ob er sie schon wieder fast nackt gesehen hatte. Er genoss es Mimma immer wieder in Verlegenheit zu bringen. Ihm gefiel ihre menschliche Scham, die sie hatte, sobald es um ihren Körper ging. Mimma hob ihren Kopf und stierte auf Ardrics durchtrainierten Oberkörper. Seine Haut glänzte von den einzelnen Wasserperlen, die an ihm herunter tropften und betonten seine wie aus Stein gemeißelten Muskeln. Ihr Herzschlag beschleunigte sich ein wenig. Ardric konnte das hören und sah Mimma verschmitzt an. Die kleinen Wasserperlen schlängelten sich an seinem Körper hinunter, bis sie vom Handtuch, das wirklich tief saß, gestoppt und aufgesaugt wurden. Mimma biss sich auf ihre Unterlippe. Ardric räusperte sich erneut, doch nur, weil er wusste, dass Mimma sich sofort wieder zu schämen begann. Sie fühlte sich ertappt, doch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen.
"Wie spät ist es?", fragte sie, denn im Schlafzimmer gab es weder Fenster noch eine Uhr.
"Du bist eine Langschläferin! Die Abenddämmerung hat bereits eingesetzt", informierte Ardric sie. Mimma nahm Ardrics Aussage kaum war, denn die Hitze im Schlafzimmer trieb sie zu immer weiteren Schweißausbrüchen.
"Wieso ist es hier drin überhaupt so heiß?
Willst du mich grillen?", fragte sie und fächerte sich mit einer Hand Luft zur Abkühlung zu.
"Ich weiß, dass ihr Frauen immer schnell friert, da dachte ich mir, dass ich es extra warm für dich hier drin mache", gab er ihr zur Antwort.
"Ich mag es zwar gerne warm, aber ich wäre dir dankbar, wenn du die Temperatur etwas herunter drehst.
Warm ja, aber bitte keine Saune mehr!", meinte Mimma. Plötzlich meldeten sich Mimmas Kopfschmerzen zurück. Sie schienen immer heftiger zu werden.
"Du hast nicht zufällig etwas gegen Kopfschmerzen da?", fragte Mimma mit schmerzverzehrten Gesicht und kniff ihre Augen zusammen.
"Da habe ich genau das richtige für dich", sagte Ardric. Er ließ Mimmas Kleidung auf den Fußboden fallen und rannte blitzschnell die Treppen runter in die Küche. Es dauerte nur wenige Sekunden, da war er schon wieder zurück. In der Hand hielt er ein Glas mit einer durchsichtigen und rosafarbenen Flüssigkeit. Er hielt es ihr hin. Misstrauisch beäugte sie die rosa Flüssigkeit im Glas.
"Was ist das?", wollte Mimma wissen.
"Willst du, dass deine Kopfschmerzen aufhören, oder willst du, dass sie noch schlimmer werden?", fragte er und hielt ihr das Glas noch immer hin. Mimma hatte keine Zeit mehr mit Ardric zu diskutieren, denn ihre Kopfschmerzen schienen im Sekundentakt an Intensität zuzunehmen. Entschlossen griff sie nach dem Glas. Es war warm, doch sie überwand sich, die Flüssigkeit zu trinken,

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