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Die Hoehle

Die Hoehle

Titel: Die Hoehle
Autoren: André Schaberick
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scheinbar hatten sie schon zu viel Alkohol getrunken.
    »Vielleicht können wir zusammen noch etwas trinken?«, schlug Carla vor, stellte sich vor John und schloss ihn in ihre Arme. Er erwiderte ihre Umarmung und gab ihr einen dicken Kuss auf den Mund.
    »Wenn wir erst wieder zu Hause sind, möchte ich dich nur noch ganz für mich allein haben«, flüsterte John ihr ins Ohr und knabberte an ihrem Ohrläppchen, was sie sehr erregte. Ihr schwirrten bereits die wildesten Fantasien mit ihm durch den Kopf.
    »Das wirst du, das verspreche ich dir! Und ich will hoffen, dass du dann immer noch so viel Feuer in dir hast, wie noch vor einigen Minuten«, antwortete sie ebenfalls flüsternd und gab ihm erneut einen langen Kuss auf den Mund.
    Die beiden schienen sich endlich über ihre Gefühle im Klaren zu sein. So standen sie noch einige Minuten umarmt auf der Stelle, die ihnen wie Sekunden vorkamen. Ihre Väter, die bereits ungeduldig um sie herumstanden, nahmen sie in ihrem Traum von Liebe gar nicht mehr wahr.

Zurück im Dorf
     
    Auf dem Weg zurück in ihr Dorf wurden die Mütter über Handy von ihren Kindern angerufen und über die positive Wendung des Abenteuers informiert. Sie erzählten ihnen, dass sie wohlerhalten zurück in ihre Welt gelangt waren. Erst jetzt wurden sich die Leute bewusst darüber, dass sie den ungefähr zehn Kilometer langen Weg zurück ins Dorf gar nicht mehr laufen mussten. Sie waren bereits an Ort und Stelle. Wahrscheinlich hatten das die Feuerwesen für sie bewerkstelligt. Aber woher wussten sie nur, aus welchem Dorf sie stammten?
     
    Die Mütter fielen vor lauter Begeisterung aus allen Wolken, als ihre Kinder sie anriefen. Jubelnd umarmten sie sich und freuten sich wie kleine Kinder, die unter dem Weihnachtsbaum Geschenke auspacken durften. Sie konnten es gar nicht mehr erwarten, bis sie ihre Kinder wieder in die Arme schließen durften. Die große Qual und Folter der Gefühle hatte nun ein Ende. Sie schworen sich, ihre Kinder nie wieder allein zu lassen.
     
    Endlich zurück im Dorf standen die drei Mütter bereits mit ausgebreiteten Armen auf der Straße und warteten ungeduldig auf die Rückkehr der verlorengegangenen Kinder. Als sie die Väter mit ihren Söhnen und mit Carla erblickten, liefen sie wie besessen los, um bloß keine Sekunde länger ohne sie zu sein.
    Tränen der Freude und fröhliches Geschrei begleitete die Z usammenkunft der Familien und unterstrich die glückliche Stimmung aller Beteiligten. Anschließend beschlossen sie, ins Hotel zurückzugehen, um die Wiedervereinigung fröhlich zu begießen.
    Im Hotel angekommen hatte das Personal, das von den Mü ttern bereits eingeweiht war, schnellstens dafür gesorgt, dass ihnen ein gebührender Empfang bereitet wurde. Das gesamte Personal stand Spalier, als sie in der Hotelhalle eintrafen.
    Es war ein traumhaftes Essen zubereitet worden, das selbstve rständlich auf Kosten des Hotels gekocht war. Selbst die Polizisten hatten sich zur Feier des Tages eingefunden und wollten es sich nicht entgehen lassen, mitzufeiern. Es herrschte  Ausnahmezustand im Hotel, denn ein solches Ereignis hatte es hier auf der Insel noch nie gegeben.
    Nach dem Essen spielte Live-Musik und das Personal forderte die Gäste zum Tanz auf. Die Feier zog sich bis in den frühen Morgen und sollte nie enden.
    Doch auch der stärkste Partylöwe ist nach Stunden des Feierns einmal müde. Nachdem sie viel getanzt und sich lange über die erlebten Dinge erzählt hatten, legten sich alle erschöpft aber glücklich in ihre Betten und schliefen wie Steine.
    Johns Vater stand noch einmal während der Nacht auf, um nach seinem Sohn zu sehen. Er schlief tief und fest und ließ sich durch die Anwesenheit des Vaters nicht wecken.
    Pete setzte sich eine lange Weile auf einen Stuhl neben dem Bett seines Sohns und betrachtete ihn einfach nur. Er war glücklich darüber, endlich wieder das wunderschöne Gesicht seines Sohns betrachten zu dürfen.
    Doch plötzlich schreckte er schockiert auf und blickte auf Johns Gesichtshaut: Sie begann, von innen dunkelrot zu glühen...

Epilog
     
    Pete wusste nicht, ob er sich das Leuchten nur eingebildet hatte, denn am nächsten Morgen war John ausgeschlafen und machte nicht den geringsten Eindruck, als wäre er von Feuerwesen besessen. Er war wieder ganz der Alte.
    Der Urlaub wurde bis zum Ende ein voller Erfolg. Anfangs hatten die Eltern den Vorschlag unterbreitet, direkt nach Hause zu fliegen, doch die Kinder wehrten sich vehement gegen

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