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Die Hoehle

Die Hoehle

Titel: Die Hoehle
Autoren: André Schaberick
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traten sie aus seinem Körper wieder aus. John glitt sanft auf den Boden und war völlig unverletzt. Er schlief und war zum Glück nicht tot.
    Sein Vater nahm ihn hoch und schloss ihn in seine Arme. Pete war absolut fassungslos über die Dinge, die vor seinen Augen geschahen und begann vor Glück zu weinen.
    Die Feuergestalten vereinigten sich zu einer einzigen Riesenflamme. Die große Flamme begann zu rotieren und zeigte ihre Kraft und Macht durch fauchende Geräusche. Sie wirkte wie ein brennender Steinbohrer, der gewaltige Kräfte zu haben schien. Dann brannte dieser Bohrer ein großes, rundes Loch schräg in die Erde. Durch das entstandene Loch konnten bequem zwei Personen nebeneinander hergehen, ohne die Wände zu berühren.
    »Folgt uns, wir werden Euch den Weg zurück in eure Heimat weisen.«
    Die Leute gehorchten und folgten dem feurigen Wesen in die frisch gebohrte Röhre. John wurde von seinem kräftigen Vater getragen, er konnte sich nicht auf eigenen Beinen halten.
    Der Gang führte leicht schräg nach unten, die Leute konnten also bequem in der Röhre laufen. Am Ende des Ganges öffnete sich die Röhre, die in eine helle Höhle führte. Der Höhlengang ging fließend in den großen Raum über.
    Gemeinsam trugen Pete und Bruce den noch taumelnden John durch den Gang herunter in die Höhle. Es war nicht einfach, denn John hatte einen muskulösen, und somit sehr schweren Körper. Sie legten ihn vorsichtig auf dem Boden ab.
    Die Wände leuchteten wunderschön orange-rot. Es sah aus, als lebten dort in der Erde tausende der Feuerwesen. Permanent bewegten sich helle und dunkle Bereiche in der Felswand. Das Leuchten in den Felswänden wurde nach einer Weile aber zunehmend schwächer. Es pulsierte, und dieses Hell und Dunkel der Wände hatte eine herrlich beruhigende Wirkung auf die Nerven der Leute.
    Sie stellten sich alle eng zusammen, in der Erwartung, dass wieder etwas Unvorhersehbares passiert.
    Als das rote Leuchten komplett verloschen war, begann es laut zu knacken und zu knirschen, doch es war nicht möglich festzustellen, aus welcher Richtung die Geräusche kamen. Es hörte sich an, als würde man Steine mit gewaltiger Kraft zerquetschen.
    Plötzlich konnten sie über ihren Köpfen die Sterne erblicken. Immer mehr Sterne tauchten über ihnen auf. Es war der Himmel. Die Höhle hatte sich aufgelöst und bot ihnen den Weg in die Freiheit.
    John erwachte vollends von den lauten Geräuschen, die um ihn herum aus unerkennbaren Quellen dröhnten.
    »Wo bin ich ?«, fragte er verstört.
    »Wir wissen es leider nicht genau«, antwortete sein Vater. »Wir hoffen aber, wieder in unserer eigenen Welt zu sein .«
     
    Plötzlich wurden sie von grellen Lichtern in die Augen geblendet.
    »Ist das schon wieder eine unangenehme Überraschung? Sind das die blauen Leuchtwesen ?«, fragte Mike verunsichert.
    Die Lichter wanderten von links nach rechts, verlöschten, tauchten an anderen Stellen wieder auf, blendeten aber permanent und zielstrebig den Leuten in die Augen. Man konnte keine Menschen erkennen, ebenfalls waren keine Wesen oder sonstigen Monster erkennbar. Das Licht blendete einfach viel zu hell, um Details erkennen zu können.
    »Sind das die Wesen aus dem Feuer ?«, wollte Franklyn wissen?
    »Das glaube ich nicht«, beruhigte ihn sein Vater.
    »Hallo, wer seid Ihr?«, riefen ein paar Jugendliche vom oberen Rand des Kraters, die eine Nachtwanderung durchführten und zufällig auf die plötzlich erschienene Gruppe von Menschen gestoßen waren. Die Jugendlichen waren nicht sonderlich verwundert, denn sie hatten nicht mitbekommen, dass die entdeckten Leute soeben aus einer zerborstenen Höhle entstiegen waren.
    »Was macht Ihr da unten in dem Loch? Geht es Euch gut? Ist alles in Ordnung?«
    »Alles okay«, rief Pete nach oben, erleichtert über die Tatsache, dass es sich um Menschen handelte, die dort oben nur zu ihrem Vergnügen herumliefen.
    Die reale Welt hatte sie endlich zurück. Erschöpft aber glüc klich kletterten alle aus dem kleinen Tal, das die Feuerwesen durch die Zerstörung ihrer Höhle geschaffen hatten. John konnte mittlerweile wieder aufstehen. Er war noch etwas wackelig auf den Beinen, aber er konnte wieder ohne fremde Hilfe gehen.
    »Wo geht es hier bitte zurück zum Dorf ?«, fragten sie die Nachtwanderer, als sie erschöpft oben am Rand des kleinen Kraters ankamen.
    »Folgt uns einfach, wir wollten auch gerade von unserer Nachtwanderung nach Hause gehen .«
    Die jungen Leute waren sehr albern,

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