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Die drei ??? und der Zauberspiegel

Die drei ??? und der Zauberspiegel

Titel: Die drei ??? und der Zauberspiegel
Autoren: M. V. Carey
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Ein Wort von Alfred Hitchcock
    Dieses Vorwort erübrigt sich für den Leser, der die drei ???
    bereits kennt. Bitte sehr: gleich zum ersten Kapitel weiterblättern und hinein ins Abenteuer!
    Wer aber Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews noch nicht begegnet ist, dem erteile ich mit Vergnügen Auskunft über die drei und ihr Detektivunternehmen. Also: die hoffnungsvollen Jünglinge wohnen in Rocky Beach in Kalifornien, einer Klein-stadt in der Nähe von Hollywood. Justus Jonas, dem gewichtigen und gewitzten Burschen, der als Erster Detektiv dem Trio vorsteht, sind verblüffende Geistesgaben (und leider auch manchmal ein recht arrogantes Auftreten!) zu eigen. Peter Shaw, Zweiter Detektiv, ist ein Athlet und Aktivist, aber jedem Leichtsinn abhold, und Justs Wagemut macht ihm oft sehr zu schaffen. Bob Andrews, ein gescheiter Kopf und Bücherfreund, geht bei seinen Recherchen zur Aufklärung der zu bearbeitenden Fälle immer äußerst gründlich vor.
    Die Jungdetektive haben ihr Hauptquartier in einem alten Wohnwagen, der auf dem Schrottplatz von Justs Onkel abgestellt ist. Ihre Unternehmungen beschränken sich nicht nur auf Rocky Beach. Des öfteren spinnen sich geheimnisvolle Fäden auch zu anderen Ländern und Erdteilen. In dem hier vorliegenden Fall begegnet den Jungen in einer alten Villa in Hollywood – notabene einem berüchtigten Spukhaus – eine Geistererschei-nung, und sie versuchen, das Geheimnis jenes Mannes zu ergründen, der in einem Spiegel verschwand und nie mehr auftauchte.
    Oder doch? Dies, geschätzter Leser, entscheide selbst.
    Alfred Hitchcock

    P.S. Wichtig für alle Leser!
    Ich kenne meine Leser als intelligent und hoffe, ihr seid alle gut beschlagen in Geographie und Zeitgeschichte. Deshalb war ich in diesem Fall vorübergehend versucht, euch die Sache mit dem Zauberspiegel aus dem rätselhaften Lande Ruffino einfach ohne weitere Erklärung vorzulegen. Die Mehrzahl unter euch hätte sicherlich Lunte gerochen und sich gesagt: »Aha – hier mußten Persönlichkeiten und Vorgänge aus Gründen der Vorsicht in abgewandelter Form dargestellt werden.«
    Doch mittlerweile habe ich mich dafür entschieden, einen Hitchcock-Leser lieber nicht an der Nase herumzuführen. Also kurzum: die Geschichte, worin die drei ??? und einige mehr oder minder hochgestellte Leute hier verwickelt sind, spielte sich in Wahrheit in einem gewaltigen Konzern, einer Mammut-Firma, in einem südamerikanischen Staat ab. Die drei ??? und ich haben uns darauf geeinigt (wie gesagt: aus Vorsicht und aus Rücksicht), die Hintergründe dieses spannenden Falles hier im Buch ganz und gar verändert darzustellen und das Gras, das inzwischen über die Sache gewachsen ist, ruhig weiter wachsen zu lassen. So wurde also – um nur ein Beispiel zu nennen – aus dem Generaldirektor jenes riesigen Unternehmens eben . . . der Staatspräsident des erfundenen Mini-Landes »Ruffino«.
    Unser Erster Detektiv hatte die Grund-Idee zu dieser Verwandlung, und ich stelle anerkennend fest, daß Justus beileibe nicht immer nur nüchtern und realistisch ist, sondern viel Phantasie besitzt. Bob, der Schreibgewandte unter den drei ???, steuerte in seiner »entschärften« Form des Protokolls mit großem Vergnügen hübsche und passende Einzelheiten bei. Und Peter, der Vorsichtige, konnte aufatmen – denn insbesondere er fand esriskant, wenn nicht sogar gefährlich, eine so heikle Geschichte wie Erpressung in einem machtvollen Großkonzern unverhüllt in einem Buch über die drei ??? auftauchen zu lassen. So etwas wird ja leicht zur politischen Affäre und kann großen Schaden anrichten. Daher also ließen wir lieber den Inselstaat »Ruffino« aus dem Meer auftauchen!
    A. H.

»Haltet den Dieb!«
    »Onkel Titus ist selig», sagte Justus Jonas. Der stämmige Junge lehnte am Kotflügel des Transporters, der dem Gebrauchtwaren-Center T. Jonas gehörte. »Hat er doch an einem einzigen kurzen Nachmittag vier Buntglasfenster, einen Marmorkamin, eine antike Badewanne und sieben Mahagonitüren erstanden.«
    Peter Shaw stöhnte und setzte sich auf den Bordstein. »Wenn du mich fragst: ganz so kurz war dieser Nachmittag nicht«, beschwerte er sich. »Mindestens nicht für uns, solange wir all das Zeug auf den Wagen laden mußten. Die Badewanne war obenhin eine Tonne schwer!«
    Bob Andrews grinste. »Es war harte Arbeit«, sagte er, »aber es macht Spaß, dabei zu sein, wenn Justus Onkel so einen richtigen Großeinkauf tätigt.«
    Justus wischte sich mit dem Ärmel

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