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Die drei ??? und das Riff der Haie

Die drei ??? und das Riff der Haie

Titel: Die drei ??? und das Riff der Haie
Autoren: William Arden
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es auch sein mag, könnte ja auch etwas mit der Demonstration zu tun haben.
    Dann mal los über die Reling mit euch dreien. Ich komme später zu Mr. Crowes Haus, und dann könnt ihr mich über alles unterrichten.«
    Mit Hilfe der beiden Bootsmänner kletterten die Jungen bei ziemlich starkem Seegang über die Reling und an Deck der
    ›Windrose‹. Die zwei Boote trennten sich, und das Kajütboot drehte ab und stieß zu dem Kreis der Demonstranten in ihren Booten, damit Mr. Andrews an Ort und Stelle seine Interviews machen konnte. Über das Funkgerät der ›Windrose‹ meldete sich Mr. Crowe bei seinem Stellvertreter auf einem anderen Boot. Er wies ihn an, die Leitung zu übernehmen, und die ›Windrose‹
    machte sich auf die Rückfahrt, die etwas über eine Stunde dauern würde. Das schnelle, starke Schiff ließ die übrigen Boote und die turmgekrönte Bohrplattform rasch hinter sich, während es mit voller Kraft auf die breite Durchfahrt zwischen den Inseln Santa Cruz und Anacapa zuhielt.
    »Da will noch ein Boot an Land«, sagte Bob und zeigte nach vorn.
    Das andere Boot mit seinen noch gehißten Protestspruchbändern war ihnen ein paar Meilen voraus. Es war das schwarze Boot mit dem hohen Deckshaus, das aus dem Kreis ausgeschert war. Nun war es schon an der Fahrrinne zwischen den Inseln und schwenkte in den Santa-Barbara-Kanal ein.
    »Immer diese beiden Brüder, die Connors!« sagte Mr. Crowe. Er beschattete die Augen mit der Hand, um besser in die Ferne sehen zu können. »Sie sind aus Oxnard und tauchen hier nach Muscheln. Sie wollten sich unbedingt der Protestbewegung anschließen, aber ich bin im Zweifel, ob ich gut daran tat, sie aufzunehmen. Sie zeigen nicht gerade viel Gemeinschaftsgeist. Wir sollten ja geschlossen an der Plattform ankommen und gemeinsam wieder abfahren. Auf diese Weise hat eine Demonstration weit mehr Gewicht.«
    »Und warum fahren wir dann früher zurück, Mr. Crowe?«meinte Peter verwundert.
    »Weil uns nichts anderes übrigbleibt, Peter«, sagte Mr. Crowe erbost. »Wir haben nicht mehr genügend Kraftstoff, um noch länger hier draußen zu bleiben. Und das ist eben das Rätsel!«
    »Was ist bitte das Rätsel, Mr. Crowe?« fragte Bob und wischte sich salzige Gischt von den Brillengläsern.
    »Na, schon zum vierten Mal in einer Woche hat die ›Windrose‹
    nicht mehr genug Kraftstoff, um volle zwölf Stunden auf See zu bleiben. So lange wollen wir die Demonstration täglich in Gang halten!«
    »Ja, aber –« Justus runzelte die Stirn. »Könnten Sie nicht den Aufenthalt hier draußen so bemessen, daß Sie mit Ihrem Kraftstoff im Tank hinkommen?«
    »So haben wir es ja gemacht, Justus«, sagte Mr. Crowe. »Die
    ›Windrose‹ ist ein schnelles, leistungsstarkes Schiff. Eben deshalb habe ich sie für die Leitung der Aktion gechartert. Sie verbraucht sehr viel, aber Kapitän Jason hat ausgerechnet, daß wir mit vollem Tank zwölf Stunden auf See bleiben könnten. Deshalb haben wir alles so geplant, daß es vom Hafen weg und wieder dorthin genau zwölf Stunden sind. Aber in dieser Woche hatten wir an drei Tagen nur Kraftstoff für zehn oder elf Stunden, und auch heute ist das wieder passiert!«
    »Sind Sie sicher, daß Sie mit vollem Tank ausgelaufen sind?« fragte Peter.
    »Absolut sicher. Wir haben es sogar mit einem Meßstab nachgeprüft.«
    »Und«, sagte Justus bedächtig, »was wurde aus dem fehlenden Kraftstoff? Das ist nun die große Frage.«
    »Eben.«
    Die ›Windrose‹ war mittlerweile zwischen den Inseln Santa Cruz und Anacapa durchgefahren und machte gute Fahrt nach Nordwesten durch das stillere Gewässer des breiten Santa-Barbara-Kanals. Weiter vorn lag das schwarze Boot noch immer eine gute Meile in Führung.
    »Ist es immer gleich?« fragte Justus nach einer Weile. »Fehlt jedesmal die gleiche Menge Kraftstoff?«
    »Ja und nein, und das ist wieder ein Rätsel für sich«, sagte Mr. Crowe. »Jedesmal vor einer solchen vorzeitigen Rückfahrt zeigte die Kontrolluhr den gleichen niedrigen Stand im Tank an. Aber beim ersten Mal erreichten wir Santa Barbara und hatten noch ein paar Liter übrig, wie Kapitän Jason es sich vorsorglich ausgerechnet hatte. Bei den beiden nächsten Fahrten ging uns dann ganz knapp vor der Küste der Sprit aus, und wir mußten per Funk einen Schlepper anfordern! Diesmal haben wir für den Notfall ein paar Reservekanister dabei.«
    »Mr. Crowe«, sagte Bob, »haben Sie auch die Gezeiten berück-sichtigt?«
    »Ja, Bob. Das hat Kapitän Jason sofort

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