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Die bezaubernde Rivalin

Die bezaubernde Rivalin

Titel: Die bezaubernde Rivalin
Autoren: Liz Fielding
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PROLOG
    Celebrity-Magazin, Rubrik: Wer heiratet wen?
    Heimliche Eheschließung in Saraminda
    Saraminda, das rasch zur absoluten In-Adresse für all diejenigen geworden ist, die dem täglichen Wahnsinn für einige Zeit entrinnen wollen, war letzte Woche Schauplatz der ganz im kleinen Kreis abgehaltenen Hochzeitszeremonie von Flora Claibourne und Bram Farraday Gifford. Unsere bezaubernden Aufnahmen zeigen, wie sich das glückliche Paar vor wilden Orchideen im botanischen Garten von Saraminda das Jawort gibt.
    Dies ist nun schon die zweite Ehe zwischen einer Claibourne und einem Farraday. Floras jüngere Schwester Romana und Brams Cousin Niall Farraday Macaulay sind erst kürzlich in Las Vegas getraut worden. Vorfahren der beiden Familien gründeten im neunzehnten Jahrhundert das beliebte Londoner Warenhaus Claibourne & Farraday. Aber die Beziehungen zwischen den Gründungsfamilien wurden über die Generationen immer frostiger, und in den letzten Jahrzehnten bekämpften sich die Nachkommen regelrecht, sobald es um die Weitergabe des Vorstandsvorsitzes ging.
    Die neue Generation jedoch scheint erfreulicherweise zu dem Schluss gekommen zu sein, dass es besser ist, sich zu lieben, anstatt sich zu bekriegen. Jetzt freuen wir uns mit ihnen auf ein neues Zeitalter der Kooperation bei Claibourne & Farraday und wünschen beiden Paaren viel Glück für die Zukunft.
    London Evening Post, Rubrik: Unsere Stadt
    Schon wieder eine Fusion bei Claibourne & Farraday
    In Londons ältestes Warenhaus hat ein neuer Geist der Kooperation Einzug gehalten. Die gegenwärtige Generation der beiden Gründungsfamilien hat sich endlich an einen Tisch gesetzt, um über die Zukunft des Unternehmens im neuen Jahrtausend zu sprechen. Und nicht nur das: Die Eheschließungen der jüngeren Claibourne-Schwestern mit Farraday-Erben haben für einiges Aufsehen gesorgt, legen aber auch nahe, dass an der Spitze noch nichts entschieden ist.
    India Claibourne ist nach wie vor Vorstandsvorsitzende, und unsere Nachforschungen haben ergeben, dass Jordan Farraday entschlossen ist, in absehbarer Zukunft ihren Platz einzunehmen. Wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden.

1. KAPITEL
    „Haben Sie das gesehen, JD?“
    Jordan Farraday blickte von der E-Mail auf, die er gerade hatte öffnen wollen. Seine Sekretärin hielt ihm eine Zeitschrift hin, und er fragte erstaunt: „Sie lesen das ‚Celebrity‘-Magazin, Christine? Ich hatte ja keine Ahnung, dass Sie sich so für das Liebesleben der Reichen und Schönen interessieren.“
    Die Zeitschrift war unter der Rubrik „Wer heiratet wen?“ aufgeschlagen, und Christine antwortete ungerührt: „Ich hoffe immer noch, eines Tages Ihr Foto auf dieser Seite zu sehen. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob Sie von der Hochzeit gehört haben.“
    „Doch, ich wusste davon.“ Jordan warf einen Blick auf das Foto mit seinem Cousin Bram, der darauf Flora Claibourne einen Ehering an den Finger steckte. Dabei überkam Jordan ein merkwürdiges Gefühl, das er allerdings nicht näher zuordnen konnte. War es Neid? Nein, das wäre ja lächerlich gewesen, und trotzdem sah Bram irgendwie anders aus … rundum zufrieden. Als hätte er etwas gefunden, nachdem er sein Leben lang gesucht hatte. Das war natürlich Unsinn. Bestimmt reflektierten seine Züge nur das Strahlen einer Frau, die ihren Willen bekommen hatte.
    Schließlich sagte Jordan: „In der heutigen Ausgabe der ‚Evening Post‘ war auch ein Artikel über die Hochzeit.“
    „Hat Bram Ihnen denn nicht vorher telefonisch Bescheid gesagt?“
    Mit einem spöttischen Lächeln sah Jordan von der Zeitschrift auf: „Hätten Sie das getan?“
    Christine schüttelte den Kopf. „Diese Claibourne-Mädchen haben’s faustdick hinter den Ohren. Mich würde mal interessieren, was sie benutzen.“
    „Wie meinen Sie das?“
    „Na ja, ob sie ausschließlich ihren Charme einsetzen oder auch auf Zauberkräfte und Liebestränke zurückgreifen. Eigentlich dachte ich, Ihre Cousins gehörten zu den Männern, die in absehbarer Zeit am allerwenigsten heiraten.“ Christine verstummte, bevor sie mit einem Lächeln hinzufügte: „Von Ihnen einmal abgesehen.“
    „Vielen Dank“, sagte Jordan spöttisch.
    „Und trotzdem haben die beiden mit einer Schnelligkeit in die Ehe eingewilligt, die darauf schließen lässt, dass man ihnen etwas in den Tee getan hat“, erklärte Christine.
    „Was Niall angeht … nun, irgendwann kommt jeder einmal über den Verlust eines geliebten Menschen hinweg, und

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