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Die Bettgeschichte (T-FLAC) (German Edition)

Die Bettgeschichte (T-FLAC) (German Edition)

Titel: Die Bettgeschichte (T-FLAC) (German Edition)
Autoren: Cherry Adair
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Bewegen Sie Ihren Hintern und Ihren Hund von meinem Land herunter. «
    »Wenn Sie mich so freundlich bitten…«
    Sie hätte verschreckt sein müssen, doch er amüsierte sie eher. Sie lächelte ihn an und fand keine Spur von Nachsicht in seinen eisigen, dunklen Augen. Ganz offensichtlich hielt er sie nicht für so niedlich und entzückend, wie ihre Brüder es taten.
    Er schaute sie finster an. »Sind Sie wirklich so dumm, wie Sie aussehen? «
    »Da können Sie genauso gut einen brutalen Ehemann fragen, ob er noch immer seine Frau verprügelt. « Marnie stand auf und klopfte sich Moos und Baumrinde vom Hintern. »Sind Sie immer so unverschämt zu Fremden? «
    Duchess lief geziert um ihn herum zu Marnie und lehnte den riesigen Kopf an ihren Arm.
    »Lady.« Jetzt reichte es ihm anscheinend, denn er entsicherte das Gewehr. Marnie zuckte zusammen. »Was muss ich tun, um Sie von diesem Berg herunterzujagen. Schießen?«
    »Himmel, machen Sie halblang. Ich gehe ja schon. «
    Sie hob die Zeichenstifte auf, die ihr beim Aufstehen vom Schoß gerutscht waren, und nahm Duchess mit klammen Fingern am Halsband.
    »Komm, Süße. « Sie hatte schon zwei Schritte gemacht, bevor sie mitbekam, dass Duchess sich nicht vom Fleck rührte. »Nun komm schon, altes Mädchen. «
    Duchess riss sich los, und Marnie fürchtete, die Dogge werde dem Herrn der Berge an die Kehle gehen. Aber Duchess drückte sich schwanzwedelnd an seine freie Hand und schaute hingerissen zu ihm hoch, während Marnie sich das Lachen verkniff.
    Seiner Miene nach zu schließen, war ihm gar nicht wohl in seiner Haut. Marnie biss sich auf die Unterlippe. Nur nicht lachen jetzt. Duchess schenkte ihrem Frauchen einen seelenvollen Blick, und Marnie gab ihr mit der Hand unauffällig Zeichen, am Platz zu bleiben. Worauf sich ihre Dogge gegen das muskulöse Männerbein lehnte und zufrieden prustete.
    »Was, zum Teufel, macht dieses Vieh denn jetzt? «
    Marnie schlenderte durchs feuchte Laub ins Tal, ohne sich umzudrehen. »Duchess hat Sie gern. « Sie musste die Stimme ein wenig heben, weil sie schon ein ganzes Stück weg war.
    »Was soll das? Ich habe gesagt, Sie sollen - hör auf damit, du Vieh - Ihren Hund mitnehmen. «
    »Oh, Duchess macht, was sie will. Ich kriege sie einfach nicht dazu zu folgen, wenn sie nicht will. « Marnie schaute über die Schulter zurück. Duchess himmelte ihn an, als sei er ein Geschenk der Götter.
    Marnie fing zu lachen an.
    »Was gibt es da zu lachen? Kommen Sie sofort zurück. «
    »Duchess ist verrückt nach Ihnen. « Marnie stopfte die Hände in die Jackentaschen und zog die Schultern hoch, um ihre kalten Ohren zu wärmen.
    »Verdammt noch mal! «, brüllte er. »Rufen Sie den Hund zu sich. «
    »Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Sie läuft von selber heim, wenn sie genug hat. «
    Marnie ging gemächlich den Hang hinunter und hörte ihn hinter sich unflätig fluchen. Duchess’ verliebte Konversationsversuche mischten sich in seinen tiefen Bariton. Marnie wäre fast über ihre eigenen Füße gefallen. Der Abstieg war schwierig, wenn man einen Lachkrampf hatte.

    Sie erwachte vom Trommeln des Regens auf dem undichten Dach und kuschelte sich tiefer in ihren Schlafsack. Obwohl sie ihre Sachen zum Schlafen anbehalten hatte, verursachte ihr die eisige Luft, die durch alle Ritzen drang, eine Gänsehaut. Ihr war, als hätte sie nur einen kurzen Moment lang geschlafen. Sie kapitulierte und schlug die Augen auf.
    Ihr Hund schnarchte ein Stück entfernt und bekam nichts mit. Duchess hatte sich so nah wie möglich ans Feuer gelegt. Marnie musste lachen. Die Dogge war nach ein paar Stunden mit ihrem neuen Freund in beschwingtem Galopp am Blockhaus aufgetaucht.
    Marnie wünschte, Duchess spräche eine verständlichere Sprache. Dann hätte sie ihren Liebling über den wortkargen Nachbarn ausfragen können.
    Was für ein seltsamer Mann.
    Aber interessant, ziemlich interessant.
    Marnie hatte ein etwas schlechtes Gewissen, weil sie gestern Nachmittag so aufdringlich gewesen war. Er hatte sie unbedingt loswerden wollen, und sie musste ihn auch noch provozieren. Was ihm gar nicht gefallen hatte. Aber so verärgert er auch gewesen war, Marnie hatte sich nie in Gefahr gefühlt.
    Sie seufzte. Sie konnte froh sein, dass er sie nicht auf der Stelle niedergeschossen hatte.
    Sie hatte ihrem Vater versprochen, am Montag wieder im Büro zu sein. Es blieben also nur heute und Sonntag, um ihr Leben zu überdenken.
    Sie würde dem armen Mann also weiteren Ärger

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