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Diana`s Traum: Ein Roman um Liebe, Dramatik und Träume (German Edition)

Diana`s Traum: Ein Roman um Liebe, Dramatik und Träume (German Edition)

Titel: Diana`s Traum: Ein Roman um Liebe, Dramatik und Träume (German Edition)
Autoren: Desire de Marlon
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hatte er nicht erwartet.
    In seiner Rolle als MacDougel hatte er in genau so einem Hausboot gelebt, jedenfalls laut Drehbuch. Das Hausboot war derart gemütlich, dass er sich durchaus vorstellen konnte dauerhaft darin zu wohnen. Er spielte sogar mit dem Gedanken sich eines zu kaufen, größer und teurer natürlich. Schließlich erwartete man das von einem Schauspieler und er war ja auch mehr Wohnraum gewohnt. Doch der Gedanke jederzeit mitsamt seinem Haus an neuen Ufern anzulegen war schon verlockend.
    Jetzt stand er vor dem Hausboot und Erinnerungen an vergangene Zeiten geisterten durch seinen Kopf.
    Dann fiel ihm wieder ein, warum er hier war und er trat an die Haustür um zu klopfen.
    Ein großes Warnschild ließ ihn innehalten: "Lebensgefahr! Warnung vor dem Panter! Betreten auf eigene Gefahr!"
    Dean trat von der Tür zurück.
    Diana Goldman war Tiertrainerin. Da konnte es durchaus sein, dass sie einen Panter als Haustier hielt. Was nun?
    Er erinnerte sich, dass das Hausboot seiner Filmrolle eine Veranda hatte und man von dort in das Wohnzimmer gehen konnte. Durch diese Glastür hatte man auch eine Übersicht des gesamten Wohnraumes. Also ging er den Steg entlang an die Rückseite.
    Auch hier war so ein Warnschild.
    Dean trat an die Tür und versuchte den Raum so weit er konnte zu überblicken.
    Als erstes sah er ein Sofa auf dem eine Frau lag und fest zu schlafen schien. Neben ihrem Kopf saß eine kleine weiße Katze, die ihre Herrin anscheinend behütete. An den Füßen lag eine sehr große rote Katze und hatte den Kopf auf ihr Knie gebettet.
    Und auf ihrer Hüfte lag eine schwarze Katze, so klein, als wäre sie gerade drei oder vier Monate alt. Ihre durchdringenden grünen Augen waren fest auf ihn gerichtet. Als er ihrem Blick begegnete fauchte sie warnend. Dadurch sah sie einem Panter verblüffend ähnlich!
    Dean musste schmunzeln. Das musste wohl der gefährliche Panter sein! Keine schlechte Idee mit dem Warnschild unliebsame Besucher abzuschrecken! Ein Einbrecher würde es sich zweimal überlegen sich mit einem Raubtier anzulegen, auch wenn es gar keins gab. Das konnte ja niemand vorher wissen!
    Leise drehte Dean den Türknopf. Die Tür öffnete sich lautlos und er schlich hinein.
    Ein dreifaches Brummen von dem Sofa ertönte. Dieses Trio wollte seine Herrin wirklich beschützen!
    Dean legte das Blumengebinde auf den Tisch vor dem Sofa ab. Das Brummen verstummte.
    Diana schlief noch immer tief und fest. Sicher durch Medikamente. Schließlich hatte sie heute eine Menge mitgemacht. Er wollte ihren Schlaf nicht stören.
    Er würde ihr eine Nachricht hinterlassen, zusammen mit den Blumen und einer Einladung zum Essen. Dann könnte er sich persönlich bei ihr bedanken und sich für den Schlag entschuldigen. Jetzt brauchte sie Ruhe und die würde sie auch bekommen .
    Suchend sah er sich nach Stift und Papier um.
    Dabei fand er allerdings etwas ganz anderes heraus: Das war das Hausboot aus seiner Serie "MacDougel"!!
    Die Einrichtung war die gleiche und dort an der Treppe war ein Schaden im Holz, den er selber verursacht hatte. Eine ähnliche Kerbe war an der Schranktür in der Küche und überall in den Regalen lagen Requisiten aus der Serie.
    Neben der Tür stand ein großer Karton, voll gestopft mit Requisiten und einem großen Stapel Autogrammkarten - von Dean Richardson!!!
    Was war hier los? Wieso lebte sie in seinem Hausboot? Was hatte sie mit den ganzen Sachen vor? Und... war das heute Mittag kein Zufall?
    Dean fühlte sich auf einmal wie in einer Falle!
    Die gleiche Wut, aus Hilflosigkeit entstanden wie am Morgen, ergriff wieder von ihm Besitz.
    "Was zu Teufel soll das bedeuten!" brüllte er los.
    "Wer oder was sind Sie! Was machen Sie mit diesen Requisiten!? Sind Sie irre? Das ist doch nicht normal! Sie sind ein durchgeknallter Fan! Ich hab ja schon viel von solchen Leuten gehört! Aber bisher bin ich so einem Irren noch nie selber begegnet!"
    Diana war bei dem ersten Schrei aufgewacht und hatte sich mühsam aufgesetzt.
    Erst begriff sie nicht recht, was los war.
    Doch dann sah sie den Mann in ihrem Hausboot herumlaufen, den sie am Morgen aus der Schusslinie gestoßen hatte und verstand nicht recht warum er so laut brüllte.
    Sie begriff nur eines: Dieser Mann musste lebensmüde sein. Konnte er nicht lesen?
    Wieso war er trotz Warnschilder in ihre Wohnung gekommen? Und worüber regte er sich so auf?
    Hatte sie ihn etwa hier her gebeten?
    Ein tiefes Grollen sagte ihr, dass sie rasch eingreifen musste, um

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