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Der grosse eBook-Raetselkrimi

Der grosse eBook-Raetselkrimi

Titel: Der grosse eBook-Raetselkrimi
Autoren: Marc Ritter
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Buch 3
    DIENSTAG, 10. JULI 2012
Hochkopfhütte, 11.50 Uhr
    N achdem sie das handgemachte Kreuzworträtsel gelöst hatten, waren sie ein Stück schlauer. Nur, was sie mit »Merlin« anfangen sollten, war ihnen nicht klar.

    Plank betrachtete das gedruckte Rätsel der Zeitschrift, das ungleich leichter war. In der Mitte der Kästchen war Inspektor Columbo mit Zigarrenstumpen und zerknautschtem Trenchcoat abgebildet. Nur ein Begriff des Rätsels war gelöst und mit dem gleichen Stift ausgefüllt, mit dem Spindler offenbar das Rätsel unten auf die Seite gemalt hatte: »US-am. TV-Ermittler mit sieben Buchstaben« – COLUMBO hatte er richtigerweise in die Leerräume geschrieben. Sonst waren alle Kästchen leer. Was wollte Spindler nun damit sagen? Eine Anspielung auf Planks zerknautschte Garderobe? Machte Spindler einfach nur einen Spaß ohne Hintergedanken? Oder fehlte noch ein Stück zur Lösung?
    Plank ließ die Zeitschrift auf dem Tisch und grub sich weiter in den Papierstapel hinein. Nach der Fernsehzeitschrift kamen etliche Wochenendausgaben von Süddeutscher Zeitung und Münchner Merkur. Er legte Stephanie Gärtner die Hälfte des Altpapiers hin. »Einmal ganz genau durchsuchen, bitte«, lautete seine Arbeitsanweisung.
    Sie besahen sich all die alten Zeitungen Seite für Seite ganz genau, konnten aber keinerlei weiteren Zeichen entdecken. Plank starrte wieder die Holzwände an. Er dachte und dachte und begann, das Hörzu-Kreuzworträtsel zu lösen.
    »Was soll ich machen?«, fragte Stephanie Gärtner.
    »Lenk dich ab. Manchmal kommen Lösungen, wenn man vom Problem wegdenkt.«
    Stephanie Gärtner dachte, die Vogelwelt karibischer Inseln wäre auf der oberbayerischen Berghütte genau die richtige Ablenkung, und sie blätterte sich noch ein bisschen durch die gefiederten Buntlinge, die James Bond vor achtzig Jahren beschrieben hatte.
    Bayerische Staatsbibliothek, Pressestelle, 11.37 Uhr
    »Eugen Brockbach, Westfälische Nachrichten. Ich habe da eine Frage. Sie können mir doch sicher weiterhelfen: Stimmt es, dass aus Ihrer Ausstellung die Nibelungenhandschriften verschwunden sind?«
    »Also … wie kommen Sie darauf? Ja, hm, die Handschriften werden seit gestern nicht mehr gezeigt und sicher in einem Tresor verwahrt. Wir hatten … wir hatten einen Drohanruf, verstehen Sie? Da haben wir sie zur Sicherheit lieber weggesperrt. Reine Vorsichtsmaßnahme, natürlich, es ist alles in bester Ordnung. Wenn alles gutgeht, ist das Werk in ein paar Tagen wieder zu sehen. Und dann zeigen wir den Besuchern unsere Handschrift D.«
    »Tatsächlich in ein paar Tagen? Und dieser Drohanruf hat sich bis dahin erledigt?«
    »Erledigt natürlich nicht. Aber wir verstärken die Bewachung, und alles wird seine Ordnung haben.«
    »Soso. Wie ich höre, sind die beiden Handschriften B und C seit heute Morgen scharf bewacht wieder auf dem Weg zurück in die Heimat, nach Karlsruhe und nach St. Gallen. Offenbar eine Nacht-und-Nebel-Aktion?«
    »Na, da gehören sie schließlich hin. Aber was die Handschriften betrifft, so darf, nein, so kann ich keine Aussagen machen.«
    »Wenn zwei Handschriften überhastet heimgebracht werden, kann es sein, dass der dritten etwas zugestoßen ist?«
    »Ach, mein Chef ist gerade … Ich bitte Sie!«
    »Ist die Handschrift A vielleicht aus der StaBi verschwunden?«
    »Kein Kommentar.«
    »Dann verraten Sie mir, warum laut Ihrer Webseite die Ausstellung noch bis zum 2. August dauert, mit allen drei Handschriften!«
    »Wirklich? Das steht da noch?«
    »Ach, es sollte wohl besser nicht mehr da stehen. Verstehe, verstehe.«
    Eugen Brockbach hatte aufgelegt.
    Eigentlich gab es gar keinen Eugen Brockbach. Doch der Anrufer, der sich für Eugen Brockbach ausgegeben hatte, wusste nun, was er wissen wollte.
    Hochkopfhütte, 12.08 Uhr
    Plank hatte das Hörzu-Kreuzworträtsel bald gelöst. Er fand darin keine verwertbaren Hinweise. Er rekapitulierte: »Wir haben Merlin. Wir haben die Nibelungen. Na schön, ein Zusammenhang ergibt sich nur, wenn wir die ollen Kamellen von König Artus’ Tafelrunde und die Nibelungen in einen Topf werfen. Wer weiß, was sich da bei Richard Wagner findet, der hat doch alles Mögliche verwurstet. Und zwar auf dieser Hütte. Hier hat er sich angeblich sogar ein Klavier zum Komponieren hochschleppen lassen. Problem nur – was machen wir jetzt damit? Wie geht es weiter?«
    Beide wussten keine Antwort. Stephanie Gärtner blätterte lustlos wieder in den schönen Abbildungen in James Bonds »Birds

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