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Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen

Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen

Titel: Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen
Autoren: Susanne Vorbrich
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Knochenstücken sowie dem Magen- und Darminhalt fressen. Die richtige Zusammenstellung ist eine Wissenschaft für sich; informieren Sie sich, wenn Sie diese Mühe auf sich nehmen möchten, auf jeden Fall mithilfe entsprechender Fachliteratur und bei Ihrem Tierarzt.
    Für selbst gekochtes Katzenfutter gilt im Prinzip das Gleiche wie für das Barfen. Ohne Fachliteratur und Rücksprache mit einem gut informierten Tierarzt ist es zwar möglich, Ihrem Stubentiger eine leckere und mit Genuss und Gier verschlungene Mahlzeit zu servieren, aber eine gesunde und alles abdeckende Ernährungsalternative zur „Dosenmaus“ haben Sie damit nicht. Es ist einiges an Aufwand und Sorgfalt vonnöten, damit es Ihrem Stubentiger an nichts mangelt.
    Qualitativ hochwertiges handelsübliches Katzenfutter, zimmer- bis handwarm und nie direkt aus dem Kühlschrank serviert, ist ausgewogen auf den Nahrungsbedarf der Katze abgestimmt. Außerdem gibt es unterschiedlichste Geschmacksrichtungen für die kleinen Schleckermäulchen. Egal ob sich Ihre Katze für Feucht- oder Trockenfutter entscheidet: Sofern Sie einige grundlegende Punkte bei der Futterwahl beachten (zum Beispiel einen geringen Kohlenhydratanteil, keine künstlichen Konservierungsstoffe), brauchen Sie sich keine Gedanken um Fehl- oder Mangelernährung zu machen.
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    Gutes Futter enthält einen hohen Fleischanteil und dafür kein pflanzliches Eiweiß wie etwa Sojaprotein. Dieses Premiumfutter ist meist teurer als die normale Supermarktqualität, allerdings auch sparsamer im Verbrauch, da die Energiedichte wesentlich höher ist. Aber Achtung: Teuer steht nicht automatisch für gut. Der Markt für Tiernahrung wächst täglich; hier den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Informieren Sie sich auch hier mithilfe von Fachliteratur oder bei Ihrem Tierarzt, worauf Sie achten müssen und was Sie kaufen können.
    Feuchtfutter hat den Vorteil gesicherter Flüssigkeitsaufnahme, denn es besteht meist zu etwa 80 Prozent aus Feuchtigkeit, Sie kaufen also quasi „schnittfestes Wasser mit Geschmack“. Das bedeutet nicht, dass die Futtermittelhersteller extrem viel Wasser in die Dose packen, schließlich enthält frisches Fleisch – je nachdem, wie fett oder mager das Ausgangsstück ist – von Natur aus einen Wasseranteil von 40 bis 75 Prozent. Trockenfutter dagegen gilt als gut für die Zahnhygiene der Katze, es entfernt beim Knabbern Beläge von den Zähnen und wirkt wie eine Zahnbürste. Auch Trockenfutter gibt es in empfehlenswerter „Premiumqualiät“ mit hohem Fleischanteil. Billige, aber minderwertige Alternativen empfehlen sich nicht, da es zu Fehlernährung und daraus resultierenden Krankheiten kommen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Ernährung Ihrer Katze, er wird Ihnen qualifiziert Auskunft erteilen können.
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    Leckerchen sind nicht notwendig und oft sogar schädlich. Beschränken Sie die Gabe deshalb auf ein Minimum. Eine für Ihre Katze unwiderstehliche Knabberei können Sie in bestimmten Fällen gut einsetzen, wenn die Katze beispielsweise eine notwendige Fellpflege duldsam ertragen oder nach Aufforderung ihre Krallen endlich in den Kratzbaum statt in den Sessel geschlagen hat. Allerdings sollten Sie keine Leckerchen geben, um Ihre Katze ruhigzustellen. Möchte Ihre Katze eigentlich toben oder schmusen und Sie kaufen sich von diesem Zeitaufwand durch Leckerchen frei, wird Ihre Katze nur dick, aber nicht glücklich.
    Abwechslung hat Vorteile
    Katzen legen sich leider schnell auf eine bestimmte Futtersorte fest. Was das bedeuten kann, habe ich einmal mit meinem Kater erlebt, den ich immer häufiger und dann schließlich nur noch mit seiner Lieblingssorte versorgt habe. Das ging gut bis zu dem Tag, an dem auf der Dose stand: „Neu, jetzt noch leckerer!“ Der Kater fand das nicht, und es kostete mich einiges an Mühe und Überzeugungsarbeit, bis anderes Futter akzeptiert wurde. Die meisten Katzen haben leider die Angewohnheit, auf ein Futter nach ihrem Geschmack zu bestehen und längere Zeit zu hungern, bis sie sich widerwillig umgewöhnen lassen. Bei gesunden, fitten Katzen ist das nur eine Frage der Nerven, aber wenn eine gesundheitlich angeschlagene Katze in den Hungerstreik tritt, weil sie ihr Lieblingsfutter nicht bekommt, haben Sie schnell ein echtes Problem.
Damit eine Futterumstellung einigermaßen akzeptiert wird und auch der Verdauungsapparat nicht mit Durchfall oder Verstopfung reagiert, mischen Sie zunächst nur einen Teelöffel von der

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