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Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen

Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen

Titel: Das Wohlfuehlbuch für Wohnungskatzen
Autoren: Susanne Vorbrich
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Bin ich ein Typ für die Wohnungskatze?
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    Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.
    (Victor Hugo) (Foto: Schanz)
    K atzen sind für die meisten Menschen der Inbegriff von Eleganz und Lebensart. Sie sind irgendwie geheimnisvoll, strahlen Ruhe und Gelassenheit aus, sind wild, stolz und unabhängig und vergeben sich doch nichts dabei, wenn ihr Futter aus der Dose kommt und ihre Höhle ein alter Pappkarton oder ein ausrangierter Pullover ist. Kurz: Sie sind ein wenig so, wie wir alle gern wären. Ihre Anmut und ihr Eigensinn erfüllen uns mit Neid, und es macht uns stolz, wenn ein so unnahbares Wesen uns seine Zuneigung schenkt.
    Außerdem haben Katzen medizinisch erwiesen einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Der Blutdruck sinkt, das Immunsystem wird gestärkt, wir fühlen uns ausgeglichener, entspannter und einfach rundum wohl, wenn wir uns mit „unserer“ Katze beschäftigen. Eigentlich müsste es also Katzen auf Rezept geben.
    Auf der anderen Seite sind Katzen von Natur aus Raubtiere, die dafür gemacht sind, in Feld, Wald und Flur umherzustreifen und auf Beutezug zu gehen. Dass es dennoch möglich ist, sie ausschließlich in einer Wohnung zu halten und ihnen dabei ein glückliches Leben zu ermöglichen, ist das Thema dieses Buches. Katzen sind erstaunlich anpassungsfähig, und mit dem nötigen Wissen und einigen Handgriffen können Sie Ihre Wohnung in ein tolles Katzenrevier umwandeln.
    Wichtigste Voraussetzung: Man behält immer im Kopf, dass Katzen einfach anders sind. Alle. Sie sind scheu oder kess, gesellig oder eigenbrötlerisch, anschmiegsam oder unnahbar, elegant oder tapsig, manchmal auch alles gleichzeitig. Sie haben ihre absolut eigenen Vorstellungen von einem gelungenen Leben. Sie beleben das Heim im wahrsten Sinne des Wortes und eignen sich keineswegs als nette Dekoration desselben.
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    Außerdem haben Katzen eine ganz individuelle Idee von Ordnung. So sehr sie auch Wert auf einen recht geregelten Tagesablauf legen, so sehr lieben sie eine gewisse Unordnung, die für sie gleichbedeutend mit Abwechslung, spannenden Erkundungsmöglichkeiten und Spielvergnügen ist. Die durchgestylte Designerwohnung mit dem flauschigen weißen Teppich und dem neiderregenden weißen Ledersofa, auf dem die edle Katze mit unnachahmlicher Eleganz liegt, ist ein Klischee aus dem Lifestylemagazin.
    Doch keine Sorge: Ihre Katze ist sehr geduldig mit Ihnen. Sie wird nicht böse, wenn Sie nicht gleich das Quäntchen Nachlässigkeit mit in die Beziehung bringen, das für das Wohlgefühl im Zusammenleben so wichtig ist. Sie wird es Ihnen nach und nach schon beibringen, und sie wird Ihnen, wenn sie mit verstaubtem Fell hinter einem Schrank hervorkommt, niemals auch nur einen einzigen vorwurfsvollen Blick zuwerfen.
    Nur eines sollten Sie Ihrer Wohnungskatze keinesfalls antun: Lassen Sie sie nicht den ganzen Tag allein. Katzen sind wirklich nichts für Workaholics, die 13 Stunden am Tag arbeiten, danach noch etwas essen gehen und am Wochenende mit Terminen zugestopft sind, weil sie ja irgendwann auch leben möchten. Für häufig Reisende, die das halbe Jahr fern der Heimat verbringen, ist eine Katze ebenfalls nicht das geeignete Haustier. Gerade Wohnungskatzen binden sich meist sehr stark an ihre Menschen. Schließlich sind die Mitbewohner der Wohnung der einzige Sozialkontakt, den sie haben.
    Eine Katze benötigt Aufmerksamkeit und Zuwendung, um Freude und Abwechslung in ihren Tagesablauf zu bekommen, zumindest jedoch Ihre Anwesenheit, selbst wenn sie einen Artgenossen hat, mit dem sie ihr Zuhause teilt.
    Ab dem Moment, wenn eine Katze in Ihre Wohnung einzieht, übernehmen Sie die volle Verantwortung für ein neues Familienmitglied und sollten auch die entsprechende Zeit für Betreuung und Pflege langfristig einplanen.
    Nur im Morgengrauen bei strömendem Regen Gassi zu gehen, das bleibt Ihnen mit einer Wohnungskatze erspart.

    (Foto: Schanz)

Die richtige Katze
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    Es ist gleichgültig, ob eine Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache, sie fängt Mäuse.
    (Deng Xiaoping) (Foto: Schanz)
    Hauskatze oder Rassekatze?
    Oft sind es Äußerlichkeiten, die uns als Erstes für eine bestimmte Katze oder eine Rasse einnehmen. Für eine harmonische Beziehung sind die inneren Werte allerdings viel wichtiger. Am besten für die Wohnungshaltung eignet sich eine freundliche, aufgeschlossene Katze, die sich gut in das Leben mit ihren Menschen einfügt. Dies gelingt vorallem Katzen, die im engen Kontakt

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