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Das Pete Buch 15 - Hals und Beinbruch Boys

Das Pete Buch 15 - Hals und Beinbruch Boys

Titel: Das Pete Buch 15 - Hals und Beinbruch Boys
Autoren: Frank Dalton
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Erstes Kapitel
    NEUGIER IST EINE HÄSSLICHE EIGENSCHAFT
    Mal sehen, ob der „Tellerkopp" noch da ist — Das soll aber ein Fest werden! — Miss Himmelfahrtsnase und das Puma-Baby — Sam büßt in drei Minuten alle seine Sünden ab — Eine Rutschpartie, und Toby kommt zum Vorschein — Vierter Stock, bitte! — Gelernt ist gelernt — Da hören sogar alte Käse auf zu stinken — Niemand hat's leicht, der mit Zentnergewichten handelt und mit Eisenstangen hausieren geht! — Ob wohl auch Erwachsene dazugehören? — Viele Wege führen zum Schweinebraten

    Die Jungen hatten gehalten. Sie sahen nicht mehr wie aus dem Ei gepellt aus. Ihre Kleider waren von Staub bedeckt, und auch auf ihren Gesichtern klebten Schmutzkrusten. Trotz des frühen Morgens hatten sie schon vier Stunden scharfen Rittes hinter sich. Sie kamen von Hillery Boil, einem hoch im Gebirge gelegenen Talkessel, der noch zu den Ländereien der Salem-Ranch gehörte. Es war eigentlich noch lange nicht Essenszeit, und doch hingen ihnen die Magen bereits tief bis auf die Kruppe ihrer Gäule.
    „Ob die Zeit noch reicht, nur so für 'nen kleinen Umweg?'' Sam, das Rothaar, schielte zu Pete hinüber und machte ein sehr pfiffiges Gesicht.
    „Wo soll's denn hingehen?"

    „Na, so ein bißchen links herum um die Ecke und dann noch fünf Meilen quer durch den Schotter."
    „Meinst wohl Greaseys Court? Laß Longfellow wenigstens heute mal in Ruhe; er hat doch Besuch bekommen. Es sieht gerade so aus, als wolltest du nur wieder über seine Speisekammer herfallen!"
    „Falsch getippt, alter Knabe! Denkst wohl, ich wollte mich schon jetzt satt essen, wo's doch zu Hause Schweinebraten gibt! Will nur schnell mal nachsehen, ob meine Sternwarte noch funktioniert!"
    Pete hielt vor Staunen die Luft an. „Sternwarte? Seit wann interessierst du dich denn für die Sterne? Du hast doch bisher nie davon gesprochen!"
    „Weil's 'ne Überraschung werden soll! Zur Einweihung von Huckleys Bungalow! Er hat uns doch ein prima Fest versprochen, weil wir ihm so tüchtig beim Bau halfen!"
    „Versprochen hat er's! Natürlich! Aber ob er jetzt noch daran denkt?"
    „Selbstverständlich denkt er! Longfellow hat noch nie etwas vergessen, alter Knabe! Ich will doch gebeten haben!"
    Eine halbe Stunde später ritten sie in Greaseys Court ein. In der prallen Sonne des späten Vormittags sah es hier sehr friedlich aus. Der Bungalow stand mitten im Kessel, dicht an dem Weg, der hindurchführte. Das Haus war von reinstem Weiß. Die Augen taten einem richtig weh, wenn man es zu lange betrachtete. Sam besah unwillkürlich seine Hände. Siebzehn ausgewachsene Wasserblasen hatten sie geziert, als die Jungen mit den Anstreicherarbeiten fertig gewesen waren. Dann blickte er nach dem südlichsten Winkel von Greaseys Court hinüber. „Da steht mein Meisterwerk! Sam Dodds Sternwarte! Ob du's glaubst oder nicht: man sieht die Sterne auch bei hellem Tag, wenn man durch den großen Tellerkopp guckt — oder wie das Ding sonst heißt."
    „Teleskop", verbesserte Pete. Dann bestaunte er Sams „Meisterwerk" gebührend. Es war tatsächlich ein Wunderwerk. Sommersprosse hatte es aus dem Holz, das beim Bau übriggeblieben war, aus drei alten Stühlen und einer Unmenge verbeulter Ofenrohre zusammengebastelt. An allen passenden und unpassenden Stellen waren Sterne und sternbildähnliche Gebilde draufgemalt. Die Bilder entsprachen zwar nicht der Wirklichkeit, aber bei Sam kam das nicht so genau darauf an.
    Die Jungen sprangen von den Gäulen, überließen die Pferde sich selbst und schritten auf die „Sternwarte" zu. Im Bungalow selbst rührte sich nichts. Da Walter Huckley Frühaufsteher war, war anzunehmen, daß er sich in Somerset oder auf einem Spaziergang befand.
    Plötzlich packte Sam den Freund beim Arm. „Da ist jemand in meiner Sternwarte! Wenn er sich an den kostbaren Linsen zu schaffen macht, kann er sich auf was gefaßt machen!"
    „Woher hast du denn die kostbaren Linsen?" staunte Pete.

    „Na ja", gab Sam kleinlaut zu, „in Wirklichkeit sind natürlich keine da! Weil aber zu einer Sternwarte nun einmal Linsen gehören — Talare nennt man sie —"
    „Okulare, meinst du wohl?"
    „Von mir aus auch Okulare! Ich bin nicht so kleinlich mit diesen wissenschaftlichen Ausdrücken! Versteht doch keiner. — Hol's der Satan, das ist doch dieser Kojote Jimmy Watson! Was tut das Stinktier hier oben? Der Schuft macht mir meine ganze Sternwarte kaputt! Das werde ich ihm versalzen!"
    Sie schlichen den

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