Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Dark one 01 - Blind Date mit einem Vampir-neu-ok-06.12.11

Dark one 01 - Blind Date mit einem Vampir-neu-ok-06.12.11

Titel: Dark one 01 - Blind Date mit einem Vampir-neu-ok-06.12.11
Autoren: Katie MacAlister
Ads
1
     
    „Wenn ich
Gin trinke, habe ich immer die genialsten Ideen.“
    „Nein, Joy,
du glaubst nur, dass du geniale Ideen hast, wenn du Gin trinkst. Gin macht dich
betrunken. Schokolade ist gut fürs Gehirn!“
    Ich
betrachtete in der Verandatür das Spiegelbild der dunkelhaarigen Frau, die in
dem Kreis aus brennenden Kerzen neben mir saß, und schüttelte ernst den Kopf,
um über besagte Trunkenheit hinwegzutäuschen. Mein Spiegelbild sah jedoch so
aus, als wollte es mich warnen. Ich beschloss, die Mahnung ernst zu nehmen, und
stellte mein Glas ab. „Schokolade ist für vieles gut, vor allem für breite
Hüften, aber Gin macht mich wirklich zu einem Genie.“
    Unsere
Gastgeberin, die durch den Raum wandelte und noch mehr Duftkerzen anzündete,
blieb nun stehen und zog eine Augenbraue hoch, als unsere gemeinsame Freundin
vor Lachen in ihren Wodka-Martini prustete.
    „Keine
weiteren alkoholischen Trankopfer, Roxanne!“, sagte Miranda, bevor sie die
letzte Kerze anzündete und sich uns gegenüber auf einen Teppich mit grau-grünem
Blättermuster sinken ließ. „Wenn du besoffen bist, lässt die Göttin dir ihren
Segen nicht zuteilwerden! Was hast du denn für geniale Ideen, Joy?“
    Ich fingerte
den Zitronenschnitz aus meinem Glas, biss in das gingetränkte Fruchtfleisch und
beklagte im Geiste meine amazonenhafte Statur, während Miranda mit der Anmut
einer Gazelle, die von Geburt an Ballettunterricht nahm, ihre langen schlanken
Beine in den Lotossitz faltete. Es waren meine verdammten Wikingergene, denen
ich es zu verdanken hatte, dass ich die meisten Frauen und auch viele Männer
überragte. „Also, was Roxys Plan angeht, uns zwei leckere Jungs zu suchen ...
Nach reiflicher Überlegung und vielen, vielen brillanten gininspirierten
Gedanken habe ich beschlossen, dir zu gestatten, deiner Göttin meinen Fall
vorzutragen.
    Wenn sie
geneigt ist, mir den Weg zu einem Mann zu zeigen, der sich als der Inbegriff
alles wahrhaft Männlichen und Guten erweist, dann werde ich mich an ihren Rat
halten. Das ist, kurz gesagt, meine geniale Idee.“
    Roxanne
prustete erneut in ihr Glas. „Mit anderen Worten: Du hast wieder mal mit
Bradley Schluss gemacht!“
    Nun ja, mein
Langzeit-und-immer-wieder-Exfreund hatte viele Qualitäten: Er war treu,
geduldig und optimistisch und hatte ein sonniges Gemüt. „Das Problem an Bradley
ist, dass er einfach nicht der Richtige ist - der Mann, der mein Herz zum Rasen
bringt, sobald er in meiner Nähe ist; der Mann, der mich an so wunderbare Dinge
wie Liebe auf den ersten Blick glauben lässt. Er ist eben ... Bradley.“
    „Genau meine
Meinung, Joy! Du bist so festgefahren, dass du dich nicht dazu überwinden
kannst, nach einem Mann zu suchen, der deiner würdig ist - jemand, der ganz
anders ist als dieser alte Muffelkopf Bradley Barlow, der ja nicht mal weiß,
was Erregung überhaupt bedeutet!“
    Roxys
abschätziger Unterton ging mir gehörig gegen den Strich. Ich kannte sie seit
unserer Kindergartenzeit, aber das bedeutete noch lange nicht, dass sie
ungestraft mit jedem abfälligen Kommentar davonkam. „Du musst gerade den Mund
aufmachen, Fräulein .Immer noch Jungfrau mit vierundzwanzig'!
    Was du über
Beziehungen weißt, könnte man problemlos auf den Kopf eines Vibrators
schreiben.“
    Roxy
verschluckte sich und der Martini sprudelte ihr aus der Nase.
    „Dich kann
man auch nirgendwohin mitnehmen“, schimpfte ich und wischte den vergeudeten
Drink auf. Roxy hatte ihre komplette Jeans bekleckert und den hübschen
Holzboden, auf dem wir saßen.
    „Verflixt
noch mal!“, keuchte sie, hustete und putzte sich die Nase. Dann nahm sie den
Lappen, den Miranda ihr schweigend hinhielt, und tupfte sich das T-Shirt ab,
bevor sie mich mit rot geränderten Augen anfunkelte. „Mach so etwas nie
wieder!“
    „Sorry, das
liegt am Gin. Ich habe ja gesagt, der verleiht mir Genialität.“
    „Das nennst
du also genial?“ Ich streckte ihr die Zunge heraus.
    Roxys Blick
verfinsterte sich. „Um auf das zurückzukommen, was ich sagte, bevor du so rüde
auf Hilfsmittel zur sexuellen Stimulation zu sprechen kamst - die ich im
Gegensatz zu anderen Leuten, die ich hier erwähnen könnte, weder besitze noch
brauche, noch jemals zu benutzen gedenke ... Jedenfalls möchte ich darauf
hinweisen, dass ich mich einfach für jemanden aufsparen will, der mir wichtig
ist!“
    Sie hielt
inne, um sich erneut zu schnäuzen. „Ich hoffe, du erkennst den Unterschied
zwischen mir - mit meinem verantwortungsvollen, wenn

Weitere Kostenlose Bücher

Trolljagd
Trolljagd von Kris Greene
Im eigenen Schatten
Im eigenen Schatten von Veit Heinichen
Das Mozart-Mysterium
Das Mozart-Mysterium von Christoph Öhm