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Conni 9 - und die Jungs von nebenan

Conni 9 - und die Jungs von nebenan

Titel: Conni 9 - und die Jungs von nebenan
Autoren: Julia Boehme
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    Man kann nicht alles haben
    O nein! Wäre der Brief doch drei Tage früher gekommen. Conni hätte einen Jubeltanz aufgeführt. Und jetzt? Sie kann doch Anna und Billi nicht einfach wieder ausladen. Nein, das geht nicht! Dann muss sie eben Annika absagen. Aber kann man so eine Einladung ausschlagen?
     
    Liebe Conni,
    ich hoffe, Dir geht es gut!
    Mir geht es so mittelgut. Mama bekommt nämlich ein Baby. Und zu Hause dreht sich gerade alles nur darum. Dabei lassen sich Mama und Papa nicht einmal sagen ob es ein Mädchen oder ein Junge wird.
    Drück bitte die Daumen, dass es ein Mädchen ist!
    Ich will nämlich unbedingt eine Schwester. Am liebsten so eine wie Du!?
    Also, ich hab da eine prima Idee. Du hast doch jetzt auch ein paar Tage schulfrei.
    Willst Du da nicht zu mir kommen? Ich habe ein kleines Lämmchen, das ich mit der Flasche großziehe. Du darfst es auch füttern, wenn Du willst. Es ist ganz süß! Und Du kannst natürlich auf Winni reiten.
    Mama und Papa sind auch einverstanden.
    Was ist? Kommst Du?
    Antworte bitte gaaaaaanz schnell!
     
    Deine Annika
     
    Conni tigert im Zimmer auf und ab. Zu gerne würde sie das Lämmchen füttern und auf Winni reiten, dem frechsten Pony aller Zeiten. Conni seufzt. Und dann alles andere, was sie mit Annika auf dem Bauernhof machen könnte: auf dem Heuboden toben, die Kaninchen streicheln, versteckte Hühnereier suchen ...
    Tagelang, ach was, wochenlang hat Conni überlegt, was sie in ihren Minifrühlingsferien machen könnte. Mama und Papa müssen arbeiten, und Conni hatte keine Lust, allein zu Hause zu sitzen. Da ist ihr etwas Tolles eingefallen: zelten!

    Draußen im Garten, zusammen mit Anna und Billi. Die beiden waren sofort begeistert.
    Und jetzt, wo sie alles festgeklopft haben, kommt Annikas Brief. Vier Tage auf dem Bauernhof mit allem Drum und Dran!
    Das ist doch wie verhext! Conni seufzt noch einmal. Am liebsten würde sie beides machen: zelten und zu Annika fahren.
    Tja, aber man kann nicht alles haben, wie Oma immer sagt.
    Conni überlegt. Wieso eigentlich nicht? Sie muss gleich mal mit Mama sprechen!

 

    Der schoenste Platz der Welt
    »Klausendorf« steht auf dem gelben Ortsschild.
    »Wir sind da«, ruft Conni.
    Billi und Anna gucken neugierig aus dem Fenster, während Papa in einen holprigen Landweg einbiegt. Schon sehen sie das alte Fachwerkhaus.
    Papa parkt direkt im Hof. Kaum steigen sie aus dem Auto, kommt Annika angelaufen - und Bobo.

    Wuff! Stürmisch springt er an Anna hoch.
    »Aus«, ruft Annika.
    »Lass ihn ruhig! Er merkt bestimmt, dass ich ein Hundefan bin. Schließlich hab ich doch selber einen.« Anna streichelt Bobos braunes Wuschelfell. »Na, was hättest du gesagt, wenn ich Beppo mitgebracht hätte?«
    »Wuff!«, bellt Bobo noch einmal und wedelt mit dem Schwanz.
    »Das ist übrigens Anna und das Billi«, stellt Conni ihre Freundinnen vor. »Na, und das ist natürlich Annika!«
    Anna und Annika strahlen sich an. Obwohl sie sich zum ersten Mal sehen, ist es, als ob sie sich schon ewig kennen. Und auch Billi und Annika finden sich gleich sympathisch.
    »Hab mir schon gedacht, dass du total nette Freundinnen hast!«, meint Annika und legt den Arm um Conni.

    Auch von Annikas Eltern, Greta und Klaus, werden sie herzlich begrüßt.
    »So, ihr wollt hier also ganz allein zelten?«, fragt Greta und streicht über ihren kugelrunden Babybauch. »Aber ihr esst doch mit uns, oder?«
    »Mal sehen. Vielleicht machen wir auch mal ein richtiges Picknick«, meint Annika. »Je nachdem!« - »Je nachdem, ob es Pizza gibt oder Sauerbraten!«, lacht Greta.
    »Und wie ist es mit Kuchen?«, fragt Klaus.
    »Später«, antwortet Annika. »Erst gucken wir, wo wir das Zelt aufbauen.«
    »Du trinkst doch einen Kaffee mit uns, Jürgen?«
    Papa nickt. »Sehr gerne!«
    »Kommt mit!« Annika führt die Mädchen am Haus und am riesigen Kuhstall vorbei. »Ich weiß schon einen tollen Zeltplatz.«
    Sie laufen einen Trampelpfad entlang. Bis zu einem kleinen Bach. Und dort, hinter alten Bäumen und Brombeerbüschen versteckt, gibt es eine große Blumenwiese.
    »Na, was meint ihr?«
    »Super!« Mit ausgestreckten Armen dreht sich Conni um die eigene Achse, lässt sich ins Gras fallen und blickt zu der knorrigen Weide hoch.
    »Genau hier soll unser Zelt stehen!«
    Anna, Billi und Annika lassen sich zu ihr ins Gras plumpsen.

    Es riecht nach Erde und Blumen. Bienen summen um sie herum.
    Annika seufzt. »Ist das nicht der schönste Platz der Welt!«
    Billi nickt.
    »Wenn ich

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