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Club der Verdammten 2 - Liebesseele (German Edition)

Club der Verdammten 2 - Liebesseele (German Edition)

Titel: Club der Verdammten 2 - Liebesseele (German Edition)
Autoren: Kathy Felsing
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Der Beginn eines neuen Zeitalters
     
    D
ie aufgehende Sonne kletterte über die Baumkronen der jahrhundertealten mächtigen Eichen und tauchte den Heiligen Ort auf der Lichtung in ihr Leben spendendes Licht. Paula schwieg lange und betrachtete die glänzenden Seelen um sich herum. „Glaubst du an Gott?“
    „Nein. Aber ich glaube an die Macht und die Kraft des Universums“, antwortete Luka.
    Wie bei ihrem Kennenlernen fühlte Paula sich plötzlich, als würde sie schweben.
    „Darf ich dich in unser neues Zuhause bringen?“
    Sie versank in seinem Blick, der nichts als Liebe versprach. „Wo soll das sein?“
    „Dort, wo alles einer Königin gerecht wird. Lass dich überraschen, Engel.“
    „Liebend gern … aber erst später.“ Sie suchte seine Lippen, genoss die unendliche Sanftheit und Süße des Kusses, der die Unsterblichkeit und Einzigartigkeit ihrer Liebe und den Beginn eines neuen Zeitalters besie-gelte.
    Nach Stunden löste sich Paula aus Lukas Armen, als er den Gedanken aussprach, der sie ebenfalls beschäftigte.
    „Es wird Zeit, dass wir uns um diesen verdammten Blutsauger kümmern.“
    „Ich weiß. Und ich werde dich auf der Jagd nach Cangoon begleiten. Psst!“ Sie legte den Zeigefinger auf Lukas Mund, der sich wie zum Protest öffnete. „Keine Widerrede.“ Paula erhob sich, tankte einen letzten Rest Energie von den Seelen, die ihre Lebensfunken durch die Seelenhüter aus dem Jenseits ins Diesseits sandten. Dann schwang sie sich in ihrer Gestalt als Krontaube in die Luft und sah sich zu Luka um.
    Er schloss für einen Moment die Augen und folgte ihr einen Wimpernschlag später im weißen Frack.
    Paula wusste, dass er sie in jeder Gestalt, ob als Mann oder als Vogel, mit dem eleganten Federkleid der Kingtaube oder den Flügeln seines Kampfadlergewandes mit einer imposanten Spannweite von beinahe zweieinhalb Metern, umschlingen und bis zum letzten Atemzug vor allem schützen würde, was immer Bedrohliches auf sie zukäme.
    Und sie würde das Gleiche für ihn tun.

Die strenge Grenze doch umgeht gefällig
    Ein Wandelndes, das mit und um uns wandelt;
    Nicht einsam bleibst du, bildest dich gesellig
,
    Und handelst wohl so, wie ein andrer handelt:
    Im Leben ists bald hin-, bald widerfällig
,
    Es ist ein Tand und wird so durchgetandelt
.
    Schon hat sich still der Jahre Kreis geründet
,
    Die Lampe harrt der Flamme, die entzündet
.
    ~ * ~ Johann Wolfgang von Goethe ~ * ~

Neue Wege des Schicksals
     
Tag 1
     
    „G
nade, Herr. Ich werde Euer ergebenster Diener sein! Bitte, Ihr müsst … Ihr könnt nicht … Ich …“ Cangoon verhaspelte sich. Der Schall seines Gewinsels brach sich an den Segmentbögen der hohen Gewölbedecke, trug ein Echo bis in den entfernt liegenden Bereich, in dem der angrenzende Neubau es verschluckte. In den anderen Richtungen verlor es sich an den groben Steinquadern entlangwabernd nur allmählich in den Tiefen des uralten Gemäuers.
    Daniel Roberts schloss die Faust fester. Seine Finger umklammerten einen ovalen Griff, den Anfang einer Rundstahlkette, die wie tonnenschwer an seinem Arm hing, als verdichtete sich die Last der Verantwortung in jedem einzelnen Kettenglied. Sein Blick glitt an das Ende, an dem ein stählernes Band mit einer Magnetspule um den Hals des am Boden kauernden Vampirs gelegt war. Cangoon stotterte, er sprühte feine Speicheltropfen. Seine aus dem Oberkiefer ragenden Fangzähne hinderten ihn am Sprechen. Geifer lief an seinem Kinn hinab, doch seine gelblich glühenden Pupillen blitzten verräterisch.
    „Halt’s Maul!“, donnerte eine zweite Stimme durch die Kellerflucht.
    Sie gehörte zu Luka, dem Anführer ihrer Spezies, der Schattenseelen. Daniels bester Freund, ein sogar für ihn beinahe Furcht einflößender, dunkelhaariger Hüne, strotzte vor Autorität. Mit den neuerlichen Schallwellen durchzog ein dumpfes Pochen Daniels Kopf, leckte wie mit eisigen Zungen an seiner Gehirnschale. Er kniff die Augen zu Schlitzen zusammen. Die Wände aus grob behauenen Quadersteinen schienen sich auf ihn zuzuschieben, dem Umfeld eine beklemmende Enge zu geben und den Schmerz zu komprimieren. Nicht, dass er die Pein körperlich verspürte, schlimmer: Es war, als quetschte jemand seine Seele in eine Orangenpresse.
    Daniel wischte die feuchte Fläche seiner freien Hand an der Jeanshose ab und schob den Griff hinein. Unnachgiebig versuchten seine ärgsten Befürchtungen, sich wie Nadelspitzen in den Vordergrund seines Denkens zu bohren.
    Aufhören!
    Er verbot

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