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Brautraub (German Edition)

Brautraub (German Edition)

Titel: Brautraub (German Edition)
Autoren: Norma Banzi
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Militärische Ränge und andere Bezeichnungen:

- Patarin = Kapitän, Kommandant eines Raumschiffs
- Darmon = Commander, Stellvertreter des Patarins
- Chiren = Fähnrich
- Razvaran = Bezeichnung für ein Mitglied der Killerkaste

Prolog:

Im F-12 Quadranten drohte Krieg. Die Hoheitsgebiete von drei Machtgruppen grenzten in diesem Teil des Weltalls aneinander, das der Planetenliga, das der insektoiden Kromis und das der ul`chanischen Freibeutergilde, einem mächtigen Wirtschaftsbund von Piratenplaneten.
Die Kromis zogen seit geraumer Zeit ihre militärischen Kräfte auf ihrer Seite der Grenze zusammen, misstrauisch beobachtet von den Bewohnern des grenznahen Freibeuterplaneten Urielle.
Die Zahl lizenzierter ul`chanischer Kaperkommandanten, die im kromisischen Hoheitsgebiet auf Beutezug gingen, hatte sich in den letzten dreißig Jahren vervielfacht. Die Kromis hatten also allen Grund, einen größeren Militärschlag gegen die Freibeutergilde zu planen, zumal die Gilde erst vor wenigen Monaten den Planeten Revantar annektiert hatte, der zwar offiziell der Planetenliga angehörte, dessen Bewohner jedoch der Spezies der Gelfen zuzurechnen waren, Humanoiden, die auf kromisischen Planeten als willige Brutpfleger für die Larven der insektoiden herrschenden Spezies fungierten.
Wegen der drohenden Kriegsgefahr rief Tarl Nga`Vron, der Vorsitzende des Patarinrates, die Regierungsvertreter aller Freibeuterplaneten zu sich nach Kam`ar, dem Hauptplaneten der Gilde. Die Urielle wurden von Patarin Brock vertreten. In seiner Begleitung befand sich sein erster Offizier, Darmon Hor Nay, der auch sein Schwager war. Da Brock weitläufig mit Tarl verwandt war, wurden er und Hor auf dem Nga`Vron-Anwesen einquartiert.

xxx

Als Hor die menschliche Frau im Bürotrakt des Nga`Vron-Anwesens erblickte, machte sich zum ersten Mal in seinem Leben eine Regung in ihm bemerkbar, die er nie bei sich vermutet hätte. Er wollte die Frau besitzen und zwar auf eine so absolute Art und Weise, wie man nur eine Sklavin besitzen konnte.
Hors Großvater hatte in seinen Geschichten von seiner ruhmreichen Vergangenheit oft von einer blonden, menschlichen Sklavin mit üppiger Oberweite geschwärmt, die er einst besessen hatte. Manchmal hatte er seinen Enkeln sogar Bilder von dieser Sklavin gezeigt und Hor war ein bisschen verschossen in ihr Abbild gewesen.
Wer auch immer die Menschenfrau war, die gerade an einem Schreibtisch im Vorraum zu Tarl Nga`Vrons Büro saß und konzentriert Unterlagen sortierte, sie ähnelte der Sklavin seines Großvaters in verblüffender Weise. Bevor Hor sie jedoch ansprechen konnte, teilte ihm Tarls Sekretär mit, dass er bereits erwartet wurde. Er konnte schlecht den Anführer der Freibeutergilde warten lassen, um mit einer unbedeutenden Assistentin zu flirten, auch wenn diese hier sein Blut in nicht unbeträchtliche Wallung brachte.

Eins

Wie sich herausstellte, hieß die menschliche Frau Annett Wagner und war keine Assistentin von Tarl, sondern eine Praktikantin von dessen Gefährtin Lady Qara Oyr`param.
Annetts Zeichenblock lag auf einem Tisch der Bibliothek des Nga`Vron-Anwesens. Hor blickte sich forschend im Raum um, doch außer ihm war niemand anwesend. Neugierig schlug er das Deckblatt des Zeichenblocks auf und blätterte die Skizzen durch.
"Tarl!", zischte er durch die Zähne. "Immer wieder Tarl."
Seit Hor vor einer Woche sein Quartier auf dem Anwesen bezogen und Annett in Tarls Vorzimmer entdeckt hatte, sah er sich nach ihr um und versuchte vergeblich, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Annetts Blick hing jedoch an dem Anführer der Freibeutergilde, an Tarl Nga`Vron, wann immer sich die beiden zusammen in einem Raum aufhielten. Zuerst hatte Hor geglaubt, das Mädchen sei eine Konkubine Tarls. Aber dieser war mit seiner temperamentvollen Gemahlin Qara und seiner aparten Nebengefährtin Veena ausgelastet. Ein Mann mit solchen Frauen an seiner Seite hatte keine Verwendung für eine Konkubine. Dessen schien sich auch Qara völlig sicher zu sein. Die Schwärmerei ihrer Praktikantin nahm sie mit amüsierter Gelassenheit zur Kenntnis.
Nicht, dass Annett sich gegenüber Tarl aufdringlich verhalten hätte, dafür war sie viel zu schüchtern. Sobald er sie ansprach, errötete sie. In Gesprächen mit ihm brachte sie keinen zusammenhängenden Satz heraus. Aber bei den Abendessen in der Halle war ihre ganze Aufmerksamkeit stets auf ihn gerichtet.
Hor bedauerte, dass Annett unter dem Schutz der Häuser Nga`Vron und Oyr`param stand. Sonst

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