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Baccara Collection 185

Baccara Collection 185

Titel: Baccara Collection 185
Autoren: Suzannah Davis , Donna Clayton , Janis Reams Hudson
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PROLOG
    „Jack, kommst du herein?”
    „Sofort, Schatz.”
    Zufrieden lächelnd legte „Black Jack” Campbell die nackten Füße auf die Balkonbrüstung seiner Luxusvilla in Acapulco und schaltete sein Handy aus. Tief unter ihm schimmerte der Pazifik im Schein der untergehenden Sonne, während sich hinter ihm im Haus eine schöne Frau für den Abend zurecht machte und dabei ein altes spanisches Liebeslied summte.
    Jack strich sich über den grauen Schnurrbart und zog an der
    Zigarette. Mit seinen fünfundsechzig Jahren genoss der Ölmagnat das Leben noch genau so wie vor dreißig Jahren. Er hatte Campbell-Drilling zu einem mächtigen Unternehmen aufgebaut und verdiente es, sich gelegentlich zu verwöhnen.
    Natürlich kam jedes Mal, wenn er sich für ein paar Tage im Jahr mit einer reizvollen Frau zurückzog, irgendeine Krise dazwischen - so auch jetzt.
    Kinder! Jack schüttelte den Kopf.
    Mittlerweile war sein dichtes schwarzes Haar silbern geworden, doch er hatte sich jedes graue Haar verdient. Wer ihn in Khaki-Shorts mit der gebräunten Brust und der hohen schlanken Gestalt sah, traute ihm noch so manche Eroberung zu.
    Allerdings hatte es ihn viel Kraft gekostet, die Zwillinge und seine Pflegetochter großzuziehen. Er war stolz auf seine beiden Söhne und das Mädchen. In ihren Berufen waren sie sehr tüchtig, doch ihr Privatleben bereitete ihm Sorgen.
    Jack schnippte die Zigarette über die Brüstung. Bei den Jungen war es einfach gewesen. Logan und Russ hatten nur manchmal eine strenge Hand gebraucht. Natürlich hatte er bei Logan nicht mehr viel bewirkt, weil der Junge seit der Scheidung bei seiner Mutter lebte. Logan, der Goldjunge der High Society. Als Anwalt hatte er vor Gericht mehr als ein Mal bewiesen, was er konnte. Ja, bei ihm war alles gut gelaufen.
    Mit Töchtern war das eine ganz andere Sache. Ziemlich oft war Jack von seiner Pflegetochter völlig überrascht worden, aber diesmal …
    Er lächelte. Diesmal sollte es anders laufen. Bliss brauchte nur einen Anstoß, und dann musste man eben abwarten, was dabei herauskam.
    „Jack?” Die Stimme klang sinnlich. „Wenn du jetzt nicht duschst, kommen wir zu spät.”
    Er stand auf und trat zu der attraktiven Dunkelhaarigen in dem dünnen weißen Negligé. „Liebling”, sagte er heiser, „ich glaube, wir kommen auf jeden Fall zu spät.”
    Ihre dunklen Augen leuchteten einladend.

1. KAPITEL
    „Hast du nicht gehört, Logan? Ich finde, wir sollten heiraten.” Logan Campbell betrachtete amüsiert die Frau an seinem Arm. „Aber, Cammela! Dann müsste ich dir ja mehr Beachtung schenken.”
    Die Blondine schmollte. „Du bist ein Scheusal!”
    „Wäre ich keines, würdest du dich nicht für mich interessieren. “
    Cammela Chastan warf ihm einen scharfen Blick zu, beherrschte sich jedoch. „Es muss lästig sein, immer Recht zu haben”, bemerkte sie lachend. Die Smaragde an Ohrläppchen und Hals funkelten mit ihren Augen um die Wette.
    Logan betrachtete die vornehmen Gäste, die sich im Gaspard House in der historischen St. Charles Avenue von New Orleans eingefunden hatten und sich in den weitläufigen Räumen und dem gepflegten Park aufhielten. Jedes Jahr im September wurde die Spendengala seiner Mutter für die New Orleans Symphony ein rauschender Erfolg. Valerie Gaspard Campbell war nach wie vor die Königin der Gesellschaft im „Big Easy”, und Logan hatte sich daran gewöhnt, dass wegen eines guten Zweckes die häusliche Ruhe gestört wurde.
    Lästig dagegen war Cammelas zunehmend besitzergreifende Art. Es war höchste Zeit, diese Beziehung wie alle anderen in den fünfunddreißig Jahren seines Lebens zu beenden. Daran änderte auch nichts, dass Freunde und Angehörige fanden, sie beide wären ein perfektes Paar.
    Perfektion langweilte Logan, und Gefühle spielten für ihn keine Rolle. Viele Frauen hätten sogar geschworen, dass er gar kein Herz besaß.
    Es sollte ihm nicht schwerfallen, mit Cammela ganz zivilisiert Schluss zu machen. Schließlich war er von Anfang an ehrlich zu ihr gewesen, und sie hatte gewusst, dass er kein Mann für die Ehe war. Wieso glaubten Frauen eigentlich immer, einen Mann bekehren zu können, bloß weil sie sich selbst nach einem Nest sehnten? Natürlich war es Cammela nur darum gegangen, dass Logan ihr ein goldenes Nest bieten konnte. Insofern brauchte er kein schlechtes Gewissen zu haben.
    Er nahm zwei Sektkelche vom Tablett eines Kellners und reichte einen seiner Begleiterin. „Es hat auch Vorteile, wenn man

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