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8 Science Fiction Stories

8 Science Fiction Stories

Titel: 8 Science Fiction Stories
Autoren: Hrsg Martin Greenberg
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Vorwort
     
    »Schlei­mi­ge Mons­tro­si­tä­ten in ra­dio­ak­ti­ven Ab­grün­den zwi­schen den Di­men­sio­nen von Raum und Zeit. Zeit­spi­ra­len, die hur­ri­kan­ar­tig durch die end­lo­sen Schluch­ten zwi­schen den Ster­nen wan­dern und die Zu­kunft zur Mit­ver­gan­gen­heit und die Vor­ver­gan­gen­heit zur Ge­gen­wart ma­chen kön­nen. Saug­napf­be­haf­te­te In­tel­li­gen­zen mit Glotzau­gen. Küh­ne Raum­pi­ra­ten und wa­cke­re Raum­po­li­zis­ten. Mäd­chen, die in Raum­an­zü­gen ein­sam in der in­ter­pla­ne­ta­ri­schen oder gar in­ter­stel­la­ren Lee­re pen­deln und ih­rer Prin­zen har­ren – in ei­si­ger Um­ar­mung des Kos­mos. Und schließ­lich der Wis­sen­schaft­ler, der, dem al­ten Goe­the­schen Zi­tat fol­gend, die Geis­ter ruft, die er dann nicht mehr los wird!«
     
    Die­se Vor­stel­lung ist ver­brei­tet und sta­bi­les Ge­dan­ken­gut ge­wor­den, seit die Science Fic­ti­on ih­ren Ein­zug in die deut­schen Lan­de ge­hal­ten hat. Im Grun­de ge­nom­men ist die­se Vor­stel­lung nur ein Äqui­va­lent zur klein­bür­ger­li­chen Idee des Wil­den Wes­tens oder zur Pi­ra­ten­ro­man­tik der ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te, nur, daß sich die Ho­ri­zon­te er­schöpf­ten und neue, grö­ße­re an ih­re Stel­le tra­ten. Zur Ro­man­tik des ur­al­ten Tri­os: Held, Schur­ke, schö­ne Frau ad­dier­te sich nun Un­end­lich­keit des Raum­es und Fle­xi­bi­li­tät der Zeit, was in an­de­ren Wor­ten heißt: Der Phan­ta­sie blei­ben nur noch spär­li­che Gren­zen!
    Aber ist das wirk­lich Science Fic­ti­on?
    Ist die­se Wild­westro­man­tik des Atom- und Raum­zeit­al­ters wirk­lich das, was einen ge­wis­sen Teil der Le­ser­schaft un­ter dem Be­griff »Science Fic­ti­on« be­geis­tert? – Ein Be­griff, der Klubs in al­ler Welt her­vor­ge­bracht hat, de­ren Mit­glie­der sich re­gel­mä­ßig tref­fen, um Mei­nun­gen aus­zut­au­schen und in der SF auf­tau­chen­de Pro­ble­me zu dis­ku­tie­ren: er wird, und das ist die trau­ri­ge Tat­sa­che, meis­tens nur nach sei­nem Bei­werk be­ur­teilt! Wol­len wir uns die­sem Be­griff auf ei­ne in­ter­essan­te Art und Wei­se nä­hern.
    Science Fic­ti­on ist schon zu oft er­klärt wor­den, als daß es einen Sinn hät­te, ei­ne neue De­fi­ni­ti­on zu fin­den. Aber bli­cken wir hin­ein in die Welt der SF-Grö­ßen, in die Welt je­ner, die die SF schaf­fen und ih­re Prin­zi­pi­en nut­zen, die sie er­dich­ten und er­den­ken, die die Mög­lich­kei­ten im Men­schen und im Kos­mos se­hen. Über­le­gen wir, wie sie ihr Werk be­zeich­nen, und ver­su­chen wir, dar­aus einen Schluß zu zie­hen.
    Fre­de­rik Pohl, be­kannt als Chef­re­dak­teur von GA­LA­XY und als Her­aus­ge­ber der Star-SF-Rei­he bei Ballan­ti­ne Books, New York, klei­det das Pro­blem fol­gen­der­ma­ßen in Wor­te: »SF ist die der Wirk­lich­keit ent­spre­chen­de Er­wei­te­rung ei­ner Lü­ge. Der SF-Au­tor mag mit ei­ner wie im­mer auch großen Lü­ge be­gin­nen, er mag be­haup­ten, die Er­de sei von Mars­men­schen er­obert wor­den oder es sei mög­lich, in der Zeit zu rei­sen. Aber wenn die­se un­wah­re Fest­stel­lung ein­mal ge­trof­fen ist, wird al­les Wei­te­re un­um­stöß­lich von ihr be­herrscht. Für den Sinn und Zweck der dar­auf fu­ßen­den Ge­schich­te ist die­se Lü­ge ›Wahr­heit‹ und un­an­fecht­bar und kann nicht mehr igno­riert wer­den.«
    Die Vor­aus­set­zung darf al­so falsch sein; nur das Ge­sche­hen, wel­ches sich aus die­ser Vor­aus­set­zung ent­wi­ckeln könn­te oder auch ent­wi­ckelt ha­ben könn­te (Science Fic­ti­on ist nicht auf die Zu­kunft al­lein be­schränkt), muß der Lo­gik, der wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis und wei­sen Vor­aus­sicht ent­spre­chen. Hier öff­net sich na­tür­lich dem Schrift­stel­ler ein Uni­ver­sum von mög­li­chen Lü­gen, Pa­ra­doxa und Pro­ble­men, über die nach­zu­den­ken es sich ge­wiß lohnt. Die mög­li­chen Lö­sun­gen sind be­reits ge­rin­ger. Und ein Teil trifft zu. Das be­wei­sen Ver­ne und Wells und Do­mi­nik und vie­le ih­rer Nach­fol­ger.
    Die­ser phi­lo­so­phisch-wis­sen­schaft­li­che Teil, der in dem Wört­chen »Science« ver­an­kert ist,

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