Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

2124 - In der Zwielichtzone

Titel: 2124 - In der Zwielichtzone
Autoren: Unbekannt
Ads
In der Zwielichtzone
     
    Ränkespiele auf Merkur – der weiße Haluter greift ein
     
    von Uwe Anton
     
    Gegen Ende des Jahres 1311 Neuer Galaktischer Zeitrechnung verharren die Bewohner der Milchstraße in gespannter Erwartung: Am Sternenfenster im Sektor Hayok haben sich Hunderttausende Raumschiffe versammelt, eine Armada der stärksten galaktischen Mächte, um den befürchteten Angriff der Katamare aus der fernen Galaxis Tradom abwehren zu können. Dabei wissen alle, dass die Katamare im Ernstfall stärker sein werden.
    Gleichzeitig verstärken, der Terranische Liga-Dienst sowie die Raumflotte der Liga Freier Terraner die Suche nach den sieben Raumschiffen, mit denen der Konquestor Trah Rogue nach wie vor innerhalb der Milchstraße operiert. Jedes dieser Raumschiffe ist mächtig genug, eine der galaktischen Zentralwelten anzugreifen und zu vernichten.
    Die Verantwortlichen in der Milchstraße können nur hoffen, dass Perry Rhodan, der sich mit seiner LEIF ERIKSSON in Tradom aufhält, in der Fremde etwas gegen die Herrscher Tradoms unternehmen kann. Solange es aber keinen Kontakt zu Rhodan und seinen Begleitern gibt, bleibt den Terranern nichts anderes übrig, als intensiv zu forschen.
    Dies geschieht unter anderem IN DER ZWIELICHTZONE...  
     
Die Hauptpersonen des Romans:
     
    Bre Tsinga - Die Kosmopsychologin besucht die streng geheime Forschungsstation auf Merkur.  
    Blo Rakane - Der weiße Haluter bleibt erstaunlich geheimnisvoll und schweigsam.  
    Ava Kattum - Die Psychologin ist für die Betreuung der Wissenschaftler in der Zwielichtzone verantwortlich.  
    Noviel Residor - Der Chef des Terranischen Liga-Dienstes verschenkt einen BlumenStrauß.  
    Pandaranaike Lehmann - Der Chetwissenschaftler führt gerne Fachgespräche.  
    1.
     
    Bre Tsinga
    ZHAURITTER: 9. Dezember 1311 NGZ
     
    „Rakane", sagte Bre Tsinga unbehaglich.
    Sie fühlte sich an Bord der ZHAURITTER unwillkommen, eher geduldet als erwünscht, und Blo Rakane tat nichts, um das zu ändern.
    Der weiße Haluter drehte sich zu ihr um. „Ja, Bre Tsinga? Was kann ich für Sie tun?
    Die Kosmopsychologin seufzte leise. Sie war schon mehrfach mit dem weißen Haluter unterwegs gewesen. Aber auch diese Reise verlief ähnlich wie die früheren.
    Sie kam sich an Bord der ZHAURITTER nicht akzeptiert vor.
    Sie war zwar nicht besonders hoch gewachsen. Mit einem Meter und siebzig gehörte sie eher zu den zierlichen Erscheinungen, ganz gleich, wie durchtrainiert und kräftig sie war.
    Diesen Umstand hatte sie allerdings niemals als Makel empfunden.
    Aber nun fühlte sie sich, wie auch schon früher an Bord dieses Schiffes, einfach klein.
    Sämtliche Einrichtungsgegenstände im Schiff des weißen Haluters waren für halutische Riesen geschaffen, für vierarmige Kolosse von zwei Tonnen Körpergewicht, und die Gebrauchsgegenstände passten in schaufelförmige Hände, die ohne Anstrengung jedes gängige Material deformieren konnten. Sie vermochte die ihren nicht einmal darum zu schließen, so zierlich waren sie im Vergleich dazu.
    An Bord der ZHAURITTER konnte Bre nicht einmal Tasten betätigen, jedenfalls nicht ohne größere Anstrengung. Sie war froh, dass sie das Gros der Geräte über Sensorfelder steuern konnte. Sitzmöbel verlangten Bergbesteigungen von ihr, und um an die Sensoren eines Nahrungs- oder Flüssigkeitsspenders zu kommen, musste sie springen und sich dann noch hochziehen.
    Aber das war nicht das eigentliche Problem. Als Kosmopsychologin war sie es gewohnt, mit fremden Spezies umzugehen, auch mit solchen, die nur wenig körperliche Gemeinsamkeiten mit Menschen hatten. Und sie war hervorragend in ihrem Beruf, so viel stand fest.
    Doch Blo Rakane zeigte sich ihr gegenüber völlig abweisend oder ignorierte sie geflissentlich, und sogar das Posyn-Hybridsystem, von dem derzeit die Syntronik aktiviert war, kommunizierte nur in Ausnahmefällen mit ihr.
    Soll ich ihn noch einmal darauf ansprechen?, dachte sie. Und mir wieder eine höfliche, nicht einmal' unfreundliche, aber desinteressierte, ja fast schon hochmütige Abfuhr einhandeln? Nein.
    Wenigstens dieser Flug ist bald vorbei. Und dann werde ich meinen knappsten Bikini aus dem Gepäck kramen, mir einen Liegestuhl suchen, das wohlverdiente Sonnenbad und die umherstreifenden Blicke der anwesenden Männer genießen und so richtig die Seele baumeln lassen.
    Zumindest mal zwei, drei Stunden lang.
    Sie wusste, die Ruhepause würde nur kurz ausfallen. Die Lage in der Milchstraße war unverändert

Weitere Kostenlose Bücher

Mein Jakobsweg
Mein Jakobsweg von Elke Sauer
Security
Security von Dean R. Koontz