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1813 - Königin der Knochen

1813 - Königin der Knochen

Titel: 1813 - Königin der Knochen
Autoren: Jason Dark
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es!«
    Der Ritter blieb stehen. Er war ein massiger Kerl. Auf seinem Kopf saß ein Helm, das Visier war hochgeklappt, so konnte der Mann alles sehen.
    »Das wird dir noch leid tun«, flüsterte er und ging auf den Reporter zu.
    »Bleib stehen!«, warnte dieser.
    »Willst du mich auch killen?«
    »Wenn es sein muss.«
    »Dann versuch es. Los, schieß! Du traust dich doch nicht. Du bist ein Angsthase, der sich hier verkrochen hat. Ich werde dir zeigen, wo es langgeht …«
    »Keinen Schritt weiter!«
    Der Ritter lachte nur. Er verließ sich auf sein Schwert, das er wie eine Keule schwang.
    Mit einem Bluff kam hier niemand weiter. Das wusste auch Bill Conolly. Er durfte den anderen nicht zu nahe herankommen lassen, wartete noch ein paar Sekunden ab und schoss dann.
    Treffer!
    Diesmal hatte er nicht auf das Gesicht gezielt, sondern auf das rechte Bein, und das hatte er erwischt, denn der Mann sackte auf der Stelle nach rechts zusammen. Er stieß keinen Schrei aus, sondern einen Fluch. Während er langsam in die Knie sackte, drehte er sich um und starrte seine Herrin erstaunt an.
    »Was ist das denn jetzt?«, flüsterte McSwan.
    »Keine Ahnung.«
    »Bestimmt nichts Gutes.«
    Und damit hatte der Konstabler genau ins Schwarze getroffen, denn Isabella musste jetzt selbst etwas tun. Sie konnte sich nicht mehr auf ihren Leibwächter verlassen, deshalb war er es, der als Nächster sterben würde.
    Sie besaß das Schwert, dem sie so viel zu verdanken hatte. Und das schwang sie mit einer geschmeidigen Bewegung herum.
    Es traf den Mann noch im Fall. Die Waffe spießte ihn förmlich auf und glitt durch den Körper des Fallenden, als bestünde dieser aus Butter. Dabei erwischte sie auch das Herz, und so wurde der Ritter mit diesem Schwertstreich getötet.
    »Gott, die ist gnadenlos«, flüsterte der Konstabler. »Und jetzt sind wir an der Reihe.«
    »Ja, das hat sie vor.«
    »Und wir?«
    »Werden uns wehren.«
    »Wie denn?«
    »Sehen Sie zu, dass Sie so schnell wie möglich ins Freie gelangen. Einfach fliehen.«
    »Und was machen Sie?«
    »Ich werde die schöne Isabella mit dem bleichen Leichengesicht aufhalten.«
    »Nein, ich bleibe. Ich werde nur versuchen, an meine Waffe zu gelangen. Alles andere …«
    »Gehen Sie!«
    »Nein, lass ihn, Bill, wir sind da!«
    Der Reporter zuckte zusammen, als er die Stimme hörte. Sein Herz schlug schneller. Diesmal aber vor Freude, denn die Stimme, die er vernommen hatte, gehörte John Sinclair …
    ***
    Suko und ich hatten uns ins Haus geschlichen. Beide noch außer Atem, denn wir waren schnell gelaufen, und die Strecke war nicht eben kurz gewesen.
    Wir waren dann ins Haus gehuscht und hatten vom Flur aus beobachtet, was da ablief.
    Drei Tote lagen auf dem Boden. Zwei Ritter und Percy Miller. Jedenfalls sah er wie eine Leiche aus.
    Bill und der Konstabler lebten. Da war mir ein Stein von der Brust gefallen, aber es lebte noch eine Person.
    Zum ersten Mal stand ich der Königin der Knochen gegenüber. Dass sie so genannt wurde, war ihr nicht anzusehen, denn knochig war sie nicht. Sie war halb nackt, und mit ihrer blassen Haut sah sie aus wie eine Tote.
    Das Schwert hielt sie noch fest. Es war in der unteren Hälfte blutig. Sie hatte meine Worte gehört, und für sie stand fest, dass wir Feinde waren, denn als sie sich umdrehte, sah sie das Kreuz, das ich vor meine Brust gehängt hatte.
    Und Suko hatte seine Dämonenpeitsche kampfbereit gemacht. So gingen wir auf sie zu. Ich hatte keinen Bock darauf, mit ihr über Themen wie Baphomet oder die Templer zu reden. Sie war eine Killerin aus einer vergangenen Epoche, die durch magische Umstände wieder zum Leben erweckt worden war, was nicht länger sein sollte.
    »Ich nehme die Peitsche«, flüsterte Suko.
    »Gut, dann bereite ich dir den Weg vor.«
    »Und wie?«
    Ich zog meine Beretta.
    »Alles klar«, sagte Suko.
    Das war es für mich auch. Es entstand plötzlich eine wahnsinnige Spannung zwischen uns. Als finge die Luft an zu knistern, und dann tat ich das, was ich tun musste.
    Ich schoss ihr in die Brust.
    Ob die geweinte Silberkugel das Herz getroffen hatte, wusste ich nicht. Ich hoffte es, denn ich wollte keinen langen Kampf. Sie aber musste aus der Welt geschafft werden.
    Die Kugel steckte in ihrem Körper. Sie stand noch, aber sie beugte sich nach vorn und fing an zu schwanken, und Suko wollte auch seinen Teil zur Vernichtung beitragen.
    Auf das Schwert brauchte er keine Rücksicht mehr zu nehmen, denn die Klinge zeigte zur Seite.
    Er hatte
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