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1809 - Werwolf-Falle

1809 - Werwolf-Falle

Titel: 1809 - Werwolf-Falle
Autoren: Jason Dark
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Der Abend hätte in einer der so beliebten und momentan angesagten In-Kneipen enden können, aber Dagmar Hansen hatte einfach keine Lust, nach dem Job noch irgendwo hinzugehen, mochte die Lokalität auch noch so toll sein.
    Sie konnte sich auch zu Hause in ihrer Wohnung einen gemütlichen Abend machen. Zudem war Harry Stahl, ihr Partner, zusammen mit seinem Freund und englischen Kollegen John Sinclair im Harz unterwegs. Sie wollten dort einen Fall aufklären, in dem es unter anderem um Vampire ging. Das hatte ihr Harry in einem Telefongespräch erzählt und ihr auch gesagt, dass er und John die Sache aus der Welt geschafft hatten, was Dagmar freute. Denn jetzt wusste sie, dass alles gut ausgegangen war, was man in Harrys Job nie so recht sagen konnte.
    Die anderen Kollegen waren losgezogen, und sie hatte den Weg nach Hause eingeschlagen. Auf dieser Strecke befand sich auch ein Einkaufszentrum. Dagmar hielt an und kaufte noch ein paar Lebensmittel ein. Besonderen Wert legte sie auf Obst. Mandarinen und Bananen, aber auch ein paar Äpfel legte sie in ihren Korb. Am Abend wollte sie nicht viel essen. Ein paar Scampi anbraten, dazu einige Salatblätter, das reichte ihr aus.
    Als Getränk setzte sie auf einen trockenen Weißwein. Bevor sie das Essen zubereitete, duschte die Frau mit den naturroten Haaren. Dabei dachte sie daran, dass ihr Partner Harry am nächsten Abend wieder bei ihr sein würde, und darauf freute sie sich.
    Während sie das Essen zubereitete, schaute sie hin und wieder aus dem Fenster. Der Blick fiel bis in den Taunus, sie sah auch die Weinberge in der Nähe und freute sich darauf, wenn die Natur bald wieder erwachte und warme Sonnenstrahlen das Land streichelten.
    Zu den Scampi gehörte auch Knoblauch und bei seinem Geruch weiteten sich ihre Nasenflügel. Sie mochte das gesunde Gewürz. Harry war nicht so ein Fan davon. Er brauchte es nicht so stark, aber Dagmar Hansen sah das ganz anders.
    Den Salat zuzubereiten, das war eine Sache von Minuten. Die Weinflasche hatte sie schon geöffnet und sich ein Glas halb voll geschenkt. Sie blieb in der Küche, um zu essen. Für eine Person war es gemütlicher als im Esszimmer.
    Während sie aß, schaute sie wieder gegen das Fenster. Sie hoffte, dass ihr Partner seinen Dienst in den nächsten Wochen in Wiesbaden verrichten konnte und nicht noch weiter quer durch die Republik fahren musste.
    Die Scampi schmeckten. Der Knoblauch hatte ihnen genau den richtigen Geschmack gegeben. Auch der Salat war noch knackig frisch, und so konnte sie zufrieden sein.
    Allerdings nur so lange, bis sich das Telefon meldete, was Dagmar mit einem Verziehen der Mundwinkel quittierte. Wer wollte denn noch etwas von ihr? Eigentlich konnte es nur Harry Stahl sein, und dieser Gedanke beherrschte sie auch, als sie den Hörer hochgenommen hatte und sich meldete.
    Dann hörte sie die Männerstimme und wusste, dass es nicht Harry Stahl war.
    »Guten Abend, Frau Hansen. Becker hier.«
    »Ach ja?« Ihr schoss das Blut in den Kopf. Dieser Becker war einer von Harrys Vorgesetzten, und wenn er anrief, dann bedeutete das in der Regel nichts Gutes.
    »Sie ahnen, um was es geht?«
    »Ich kann es mir denken. Um Harry.«
    »Ja.«
    »Was ist mit ihm?«
    »Bitte, Frau Hansen, Sie müssen sich keine Sorgen machen, Ihrem Mann geht es gut. Es ist nur so, dass er vielleicht noch ein oder zwei Tage bleiben wird.«
    »Ach. Und warum?«
    »Es geht um einen Fall, wobei wir nicht wissen, ob es ein Fall ist. Nicht weit vom Standort Ihres Partners entfernt soll ein Werwolf gesichtet worden sein.«
    »Ähm – bitte?«
    »Ja, ein Werwolf.«
    Sie atmete schnaufend. »Aber das ist doch ein Witz – oder?«
    »Ich weiß es nicht, Frau Hansen. Ihr Partner soll es herausfinden. Mehr nicht.«
    Dagmar musste lachen. »Sie sind gut. Was heißt mehr nicht? Das ist ja wohl nicht normal. Und Sie sind sich nicht mal sicher, ob es ein Werwolf ist.«
    »Ja.«
    »Welche Beweise haben Sie überhaupt?«
    »Aussagen.«
    »Die nicht der Wahrheit entsprechen müssen.«
    »Ja.«
    »Und trotzdem setzen Sie einen Ihrer Leute darauf an?«
    »Es gab noch andere Hinweise oder Beweise, Frau Hansen.«
    »Ach? Und welche?«
    »Blutige.« Er räusperte sich. »Die Kadaver von Tieren, die man fand.«
    »Ja, und die hat ein Werwolf gerissen? Kein normales Tier? Ich finde, es kann ja auch ein Wolf gewesen sein. Nur ein Wolf, wenn Sie verstehen. Und Wölfe gibt es wieder in Deutschland. Das weiß man inzwischen.«
    »Ja, das trifft zu. Aber dieser

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