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1776 - Endreddes Unterwelt

Titel: 1776 - Endreddes Unterwelt
Autoren: Unbekannt
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möglichst feste Steine, die dann zurückgeliefert werden in die erste Fabrik, wo sie wieder zermahlen werden und so fort - und am Ende der scheußlichen Prozedur steht die Vernichtung von zahlreichen Leben durch sinnlose Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen."
    Perry Rhodan war sichtlich bedrückt, zeigte dann aber, wenn auch schwach, sein unverwüstliches optimistisches Lächeln.
    „Das waren die schlechten Nachrichten", sagte er leise.
    Die Galaktiker, die ich hinter ihm erkennen konnte, ließen sich kein Wort unserer Unterhaltung entgehen. Sie waren angespannt, aufgeregt. Kaum einer von ihnen kannte auch nur einen einzigen der verschwundenen Imprint-Outlaws persönlich, aber das Schicksal dieser Mitgeschöpfe ließ sie deswegen nicht kalt.
    „Ich hoffe, du hast auch Positives zu vermelden!"
    „Ansichtssache", antwortete ich und reckte und streckte mich.
    Tief im Hintergrund meines Körpers spürte ich eine anhaltende Müdigkeit und Schwächung. Ich wußte, daß auch ein relativ Unsterblicher der ständigen Zermürbung durch körperliche und seelische Überanstrengung auf Dauer nicht gewachsen war.
    „Auf Zimbag ist es gelungen, einen Zugang in die tieferen Bereiche der planetaren Anlagen zu finden", berichtete ich. „Harald Nyman hat mir das berichtet. Er sagt, es sei Homer gelungen, diesen Zugang in die abgeschotteten Bereiche zu öffnen. Vielleicht werden wir dort den Geheimnissen Hirddbaans auf die Spur kommen können. Und wir haben Lager gefunden, in denen auch SERUNS sind."
    Perry Rhodans Lächeln wurde zuversichtlicher.
    „Keine übertriebene Vorfreude", dämpfte ich ihn. „Homer ist nämlich offenbar nicht bereit, mit uns Phasenspringern zusammenzuarbeiten. Frag mich nicht, was in dem Mann vorgeht, mit welchen Gedanken er sich herumschlägt oder was seine wirklichen Gründe sein mögen. Er verweigert jedenfalls die Zusammenarbeit, und das auf sehr gründliche Art und Weise."
    Ich konnte die Frage in Rhodans Gesicht ablesen.
    „Er und kein anderer hat allem Anschein nach dafür gesorgt, daß wir bei unserem Erscheinen jedesmal von Opera-Robotern in Empfang genommen werden und uns den Weg erst einmal freikämpfen müssen."
    „Ist das sicher?"
    „Alle dunkelgrünen Felder sämtlicher Fernkarussells werden von den Opera-Robotern abgeriegelt und durch Schirmfelder völlig isoliert. Ohne das Kommando Gonozal ..."
    Ich ließ den Satz unvollendet.
    „Das klingt nach Verrat", murmelte jemand im Hintergrund.
    „Vorsicht mit solchen Urteilen", sagte ich scharf in die Richtung, aus der der Kommentar gekommen war. „Ich sagte es bereits: Wir kennen die Beweggründe von Homer G. Adams nicht.
    Und solange ich keine absolut stichhaltigen Beweise dafür habe, bin ich nicht bereit, einem alten Freund Verrat an den Interessen der Galaktiker zu unterstellen. Wenn wir anfangen, uns gegenseitig zu mißtrauen, können wir einpacken."
    „Ich bin deiner Meinung", stimmte Rhodan zu.
    Während wir plauderten, wurden, wie ich wußte, in der SIAMESE GIRL die Mitglieder des Kommandos Gonozal betreut. Sie waren ohne Bewußtsein, aber sie konnten in beschränktem Maße medizinisch untersucht und versorgt werden. Gleichzeitig wurden ihre SERUNS untersucht; das gesammelte Material der Bildaufzeichnungen und Ortungsergebnisse konnte so ausgewertet werden.
    Ausgefallenes technisches Gerät konnte allerdings nicht gewartet, repariert oder ersetzt werden.
    Wenn die Pikosyns ganz und gar ausfielen, würde die Phasenspringerei für alle Beteiligten des Kommandos zu einem immer gefährlicheren Geschäft werden.
    „Was gedenkst du zu tun?" wollte Perry Rhodan wissen.
    Ich grinste schwach.
    „Am liebsten noch ein paar Stunden schlafen", gab ich zu. „Das Heldentum ist eine sehr strapaziöse Beschäftigung. Aber ernsthaft: Ich bin dafür, unsere Aktionen auf Zimbag, also auf Level drei, zu verstärken. Wir sollten versuchen, zu Homer G. Adams vorzustoßen und uns ihm anschließen."
    „Du glaubst also, daß eine Zusammenarbeit möglich ist?"
    „Ich gebe jedenfalls die Hoffnung nicht auf", antwortete ich entschlossen. „Irgendwann wird er ganz bestimmt zur Vernunft kommen, und dann können wir mit vereinten Kräften den Geheimnissen von Hirdobaan und Gomasch Endredde auf den Pelz rücken."
    „Ich wußte gar nicht, daß Geheimnisse Pelze tragen ...", witzelte jemand überflüssigerweise im Hintergrund.
    „Wie sind die Chancen?"
    Ich zögerte, auf Rhodans knappe und eindeutige Frage eine voreilige Antwort zu geben.
    Bei unserem

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