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1523 - Die Horror-Maschine

1523 - Die Horror-Maschine

Titel: 1523 - Die Horror-Maschine
Autoren: Jason Dark
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ich.«
    Bernie strengte sich an. In den letzten Monaten war er nur wenig aus dem Haus gekommen. Aber vor einem halben Jahr war er noch mit seinen Freunden durch die Gegend gestromert, und er wusste auch, wo es einen Schrottplatz gab. Oft genug hatte er das Hinweisschild gelesen, und das war auf dem Weg zur Schule gewesen.
    »Ja, ich weiß, wo es ist.«
    »Dann komm.«
    »Du kannst dich auf mich verlassen, Monty. Ich bin dein Blutsbruder. Denk immer daran.«
    »Schön, ich warte. Und wenn du endlich da bist, werden wir das Spiel von Neuem beginnen.«
    »Ich freue mich«, flüsterte Bernie, »ich freue mich so…«
    Er konnte es kaum erwarten, aus dem Bett zu kommen. Er lief zur Tür, wollte sie öffnen und zögerte, denn er wusste nicht, was er seiner misstrauischen Mutter sagen sollte.
    Sie würde ihm Fragen stellen, wohin er wollte. Sie würde einen Druck auf ihn ausüben und…
    Egal, er musste weg.
    Und wenn es nicht auf dem normalen Weg war, dann eben auf einem anderen. Das Fenster war noch geschlossen, doch es war kein Problem, es zu öffnen.
    Und das tat er auch.
    Sekunden später war das Zimmer leer. Dafür huschte Bernie Parker geduckt durch den kleinen Garten und betete, dass ihn keiner zu Gesicht bekam…
    ***
    Ich glaubte nicht an einen Zufall, dass die Adresse, die wir suchten, in der Nähe des Ortes lag, an dem wir unsere erste Begegnung mit dem Monster gehabt hatten.
    Eine Großfahndung hatte nichts ergeben. Der teuflische Killer blieb wie vom Erdboden verschluckt. Wir gingen jedoch davon aus, dass wir ihn stellen konnten, und dieser Weg zum Ziel führte über einen gewissen Bernie Parker, auf den wir sehr gespannt waren.
    Wir fanden die Straße, in der er wohnte, und auch das Haus, über dessen Bauweise wir uns wunderten. Es gehörte zu den Häusern, die nicht zu groß, dafür aber besonders gebaut waren. Man konnte es als Würfel mit einem Schrägdach bezeichnen. Da hatte sich der Architekt einiges einfallen lassen, und er hatte auch nicht nur das eine Haus so gebaut, die anderen in der Straße sahen ebenso aus. Nur waren sie unterschiedlich angestrichen worden.
    Das Haus, in dem Bernie Parker lebte, hatte einen gelben Anstrich und mattblaue Fensterrahmen.
    Wir fanden einen Parkplatz dicht davor, und schon beim Aussteigen bemerkten wir die Bewegung an einem der beiden unteren Fenster. Wir waren auch gesehen worden.
    »Na, wer ist das wohl gewesen?«, fragte Suko.
    »Nicht dieser Bernie. Die Person sah eher nach einer Frau aus.«
    »Okay, dann wollen wir mal.« Suko steckte voller Tatendrang. Er hatte den Kampf gegen den Höllen-Ableger nicht vergessen, und diese Rechnung stand bei ihm noch offen.
    Ebenso wie die Haustür, und wir wurden von einer Frau angeschaut, die einen blauen Rock trug und als Oberteil eine grüne Bluse. Das braune Haar wuchs sehr dicht auf dem Kopf, und es zeigte bereits erste graue Strähnen. In den ebenfalls braunen Augen lag ein misstrauischer Ausdruck, als sie uns entgegenblickte.
    »Mrs Parker?«, fragte ich.
    »Wer will das wissen?«
    Suko und ich hielten unsere Ausweise bereit. Ich sagte noch unsere Namen und woher wir kamen. Als ich Scotland Yard erwähnte, erschrak sie. Doch das hatte nichts zu bedeuten. Wer noch nie etwas mit der Organisation zu tun gehabt hatte, reagierte meistens so.
    »Und was möchten Sie vor mir?«
    »Mit Ihnen reden, Mrs Parker.«
    Sie lachte leicht nervös auf - »Pardon, aber ich wüsste nicht, was ich mit Ihnen zu tun hätte. Ich habe mir nichts…«
    Suko unterbrach sie. »Es geht auch weniger um Sie als um Ihren Sohn, Mrs Parker.«
    »Um Bernie?«
    Jetzt wussten wir, dass wir an der richtigen Stelle waren. »Ja, um ihn.«
    Die Frau wusste nicht, wohin sie schauen sollte. Sie zog die Nase hoch und stotterte die nächste Frage.
    »Was - was - hat er denn angestellt?«
    »Wir möchten noch Genaueres erfahren, und deshalb wollen wir mit Ihnen und mit Ihrem Sohn reden. Das ist hier draußen an der Tür nicht gut. Dürfen wir ins Haus?«
    »Bitte, ich habe nichts zu verbergen.«
    »Danke.«
    Wir schoben uns in den Flur. Sofort erkannte ich, dass hier mit klaren Konzepten gebaut worden war. Weiß gestrichenes Holz bedeckte die Wände, es gab keine Verschnörkelungen. Alles hatte seinen Platz, dafür sorgten Nischen im Flur und auch welche in der rechten Wand neben der nach links offenen Holztreppe.
    Dort mussten wir nicht hoch. Mrs Parker führte uns in ihr Wohnzimmer.
    Von dort aus hatten wir einen Blick in den Garten, der die Form eines breiten

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